Video: Greta Thunberg: Klimawandel macht keine Pause, wir auch nicht!

Tausende Teilnehmer kamen am Freitag nach Berlin zu einer Kundgebung der Protestbewegung “Fridays for Future”. Darunter auch die Initiatorin: Die 16-jährige schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg. Seit Monaten bleibt sie an Freitagen ihrem Unterricht fern, aus Protest gegen die Untätigkeit von Politikern im Kampf gegen den Klimawandel. Und auch die Tatsache, dass an vielen Orten Schulferien herrschen, hält die Proteste der Jugend nicht auf: “Wir machen trotz der Ferien weiter. Denn die Klimakrise hört auch nicht auf, weil wir im Urlaub sind. Deshalb machen wir weiter.” Und hier die Stimmen von einigen der Teilnehmer am Freitag in Berlin: (TEILNEHMERIN JULE ADAMS) “Natürlich, ich kann jeden verstehen, der sich darüber freut, billig in den Urlaub zu fliegen. Aber ich glaube, Klimaschutz funktioniert nicht nur, wenn wir erwarten, dass die Politik oben was verändert oder irgendwas einführt, sondern es muss jeder bei sich selbst anfangen. Und die Leute müssen einfach realisieren, dass es nicht mehr vertretbar ist, dreißig Mal im Jahr sich in einen Flieger zu setzen und in irgendeine andere europäische Großstadt zu fliegen.” (TEILNEHMER SEBASTIAN MORTEN LUDWIG RECKERS) “Ich bin persönlich eher selten geflogen. Ich fahre meistens mit dem ICE durch Europa, auch mit diesem 100 Prozent E-Strom ICE-Ticket. Das ist zwar etwas teurer, aber ich bin dennoch nicht so wirklich ein Freund vom Fliegen. Manchmal ist es ganz schön, wenn es nicht anders geht. Aber ich finde, das wird zu billig gemacht. Also, dass es zu oft verwendet wird. Und das hat nicht immer wunderbare Auswirkungen auf die Umwelt.” Deutschland hinkt seinen internationalen Verpflichtungen besonders im Verkehr und im Gebäudesektor hinterher. Bis 2030 muss der Treibhausgas-Ausstoß um 55 Prozent gegenüber 1990 zurückgehen. Die Koalition hat vereinbart, bis Ende des Jahres ein Klimaschutzgesetz zu beschließen, mit dem das Ziel sicher erreicht wird. Das sogenannten Klimakabinett will daher bis zum 20. September ein konkretes Maßnahmenpaket vorlegen.

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