Sport kompakt: Felix Magath: “Der VAR in der jetzigen Umsetzung ist eine Katastrophe und muss in dieser Form weg”

Inhaltsverzeichnis

Mutter von Jürgen Klopp gestorben +++ Zverev souverän in Runde drei +++ Chiefs beurlauben Sohn von Cheftrainer Reid nach Autounfall +++ Kiel gewinnt Zweitliga-Spitzenspiel – Herber Rückschlag für Fortuna +++ Sport-News im Überblick.

Von “A” wie American Football über “F” wie Fußball bis “Z” wie Zehnkampf. Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf der Welt mal mehr, mal weniger bedeutende Wettkämpfe statt, die wegen der Dominanz weiniger weniger Sportarten kaum beachtet werden oder gleich ganz untergehen. Zu Unrecht – finden wir – und berichten an dieser Stelle auch und vor allem über hochklassigen Sport abseits von König Fußball.

11. Februar: Magath zum Videobeweis: “Was soll der Schwachsinn?”

Felix Magath hat den derzeit in der Fußball-Bundesliga praktizierten Videobeweis scharf kritisiert. “Der VAR in der jetzigen Umsetzung ist eine Katastrophe und muss in dieser Form weg”, sagte der frühere Meister-Trainer dem “Kicker”. “Ich war stets für den Videobeweis, hatte mir aber nie vorgestellt, dass der Referee damit vorgeführt wird. Ich dachte, dass da einer als Helfer im Stadion vor einem Bildschirm sitzt und nur bei einer eindeutigen Fehlentscheidung dem Schiedsrichter einen Impuls gibt. Und dann muss dieser entscheiden.”

Magath sagte weiter: “Beim Handspiel muss natürlich die Absicht den Ausschlag geben – und ob damit ein Tor verhindert wurde. Aber wie kann ich Elfmeter pfeifen, wenn bei einer Flanke kurz vor der Torauslinie der Abwehrspieler, der zwanzig Zentimeter im Strafraum steht, den Ball an den Arm bekommt? Was soll dieser Schwachsinn?” Der 67 Jahre alte Fußball-Lehrer arbeitet derzeit für das Unternehmen Flyeralarm, das unter anderem den Zweitligisten Würzburger Kickers unterstützt.

10. Februar: Mutter von Jürgen Klopp gestorben

Die Mutter von Fußball-Erfolgscoach Jürgen Klopp ist gestorben. Die aus Glatten im Schwarzwald stammende Elisabeth Klopp starb im Alter von 81 Jahren, wie das Rathaus der baden-württembergischen Gemeinde sowie der Berater des Trainers vom englischen Meister FC Liverpool der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bestätigten. Zuvor hatte der “Schwarzwälder Bote” darüber berichtet. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte Klopp nicht zur Beerdigung nach Deutschland reisen. Dies sei “den fürchterlichen Zeiten geschuldet”, sagte der 53-Jährige dem “Schwarzwälder Boten”. “Sobald es die Umstände zulassen, werden wir eine wundervolle, ihr entsprechende Gedenkfeier abhalten.”

10. Februar: Zverev souverän in Runde drei – Koepfer gegen Thiem chancenlos

Mit Geduld und Nervenstärke hat Alexander Zverev dem Aufschlaghünen Maxime Cressy getrotzt und die dritte Runde der Australian Open erreicht. Der Halbfinalist des Vorjahres setzte sich am Mittwoch gegen den amerikanischen Qualifikanten mit 7:5, 6:4, 6:3 durch. Im ersten Duell überhaupt mit der Nummer 172 der Weltrangliste nutzte Zverev nach 2:04 Stunden seinen zweiten Matchball. “Ich habe besser gespielt als in der ersten Runde, es war ein komplett anderes Match“, sagte der 23 Jahre alte Hamburger bei Eurosport. “Es war teilweise nicht einfach, aber ich bin zufrieden mit drei Sätzen.” Damit rettete Zverev auch die Bilanz der deutschen Tennis-Herren. Nach dem Chancenlos-Auftritt von Dominik Koepfer gegen den Österreicher Dominic Thiem hat es Zverev als einziger der anfangs ohnehin nur fünf deutschen Herren in die dritte Runde geschafft. Im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale trifft der Weltranglisten-Siebte bei dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne nun auf den Franzosen Adrian Mannarino. Im direkten Vergleich mit dem Linkshänder führt Zverev 5:0.

10. Februar: Chiefs beurlauben Sohn von Cheftrainer Reid nach Autounfall

Die Kansas City Chiefs haben Britt Reid, den ebenfalls als Trainer arbeitenden Sohn von Chefcoach Andy Reid, nach einem Verkehrsunfall beurlaubt. Das teilte das NFL-Team am Dienstag laut übereinstimmenden US-Medienberichten mit. Der Unfall mit mehreren Fahrzeugen hatte sich am vergangenen Donnerstag ereignet. Ein fünf Jahre altes Mädchen wurde schwer verletzt. Britt Reid, der bei den Chiefs als Co-Trainer für die Abwehr angestellt war, reiste nicht mit dem Team zum Super Bowl. Der Titelverteidiger verlor am Sonntag 9:31 gegen die Tamba Bay Buccaneers. Nach Angaben der Chiefs befand sich das Kind auch am Donnerstag noch in einem kritischen Zustand.

8. Februar: Kiel gewinnt Zweitliga-Spitzenspiel – Herber Rückschlag für Fortuna 

Holstein Kiel hat im Aufstiegsrennen der zweiten Fußball-Bundesliga einen weiteren wichtigen Sieg gelandet und den direkten Konkurrenten Fortuna Düsseldorf distanziert. Am Montag gewannen die auswärts nach wie unbesiegten Kieler beim Absteiger verdient mit 2:0 (1:0). Alexander Mühling (35. Minute/Foulelfmeter) und Jae-Sung Lee (47.) schossen das Team von Trainer Ole Werner zum Sieg. Damit liegt Kiel mit nun 39 Punkten nach 20 Spielen nur noch zwei Zähler hinter Spitzenreiter Hamburger SV. Die Fortuna rutschte nach der zweiten Niederlage am Stück auf Rang sieben ab und hat bereits sieben Zähler Rückstand auf die Aufstiegsränge.

8. Februar: Bayern jubeln vor Fans: Mit Lewandowski-Toren ins Finale der Club-WM

Die Münchner Trophäenjäger um Doppelpacker Robert Lewandowski stehen nach einem störungsfreien Start in die Club-WM vor der Vollendung ihrer historischen Sechs-Titel-Sammlung. Nach der strapaziösen Anreise nach Katar präsentierte sich das Starensemble von Trainer Hansi Flick am Montagabend beim 2:0 (1:0) gegen Al Ahly Kairo frisch genug, um gegen Afrikas Champion glanzlos, aber völlig ungefährdet in das Finale einzuziehen. Die 12.000 erlaubten Zuschauer sorgten in Pandemie-Zeiten für eine echte Abwechslung zu den Geisterspielen in Europa. Die so sehr vermisste Fußball-Atmosphäre stimulierte auch die Münchner, obwohl der Großteil der Fans Al Ahly lautstark anfeuerte.

Robert Lewandowski feiert sein zweites Tor beim Spiel gegen Al-Ahly bei der Club-WM

Robert Lewandowski feiert sein zweites Tor beim Spiel gegen Al-Ahly bei der Club-WM

© Karim JAAFAR / AFP

Der Matchwinner war wieder mal Weltfußballer Lewandowski. Der 32 Jahre alte Pole führte den dominierenden Champions-League-Sieger mit seinen Treffern in der 17. und 85. Minute in das Endspiel an diesem Donnerstag (19.00 Uhr) gegen Außenseiter Tigres UANL aus Mexiko.

Afrikas Champion war aber fast nur mit Verteidigen beschäftigt. Die Bayern griffen pausenlos an. Kingsley Coman gefiel als Antreiber. Flicks weißes Ballett hatte mit Kimmich und Nebenmann Marc Roca die Kontrolle im Mittelfeld und ließ kaum Konter zu. Kapitän Manuel Neuer verlebte im Tor einen geruhsamen Abend. Auf Vorlage von Serge Gnabry traf Lewandowski aus rund acht Metern frühzeitig mit der Innenseite.

Das Nachlegen versäumten die Münchner aber trotz etlicher Torchancen bis zur Schlussphase, als Torjäger Lewandowski eine präzise Flanke des eingewechselten Leroy Sané aus kurzer Distanz einköpfte. Flick konnte sich den Luxus leisten, in der zweiten Hälfte munter zu wechseln und so Kraftreserven für das Endspiel zu sparen.

Gegen die Tigres aus Mexiko können die Bayern das Erfolgsjahr 2020 nun nachträglich mit dem Gewinn der Club-WM abrunden; nach Meistertitel, Pokalsieg, Champions-League-Triumph sowie dem Gewinn des nationalen und europäischen Supercups. Diesen Titel-Sixpack konnte bislang nur der FC Barcelona mit Trainer Pep Guardiola 2009 bejubeln. 

8. Februar: Kritik an Fußball-Reisen – SPD-Generalsekretär sieht Realitätsferne

Fußball-Reisen vieler Proficlubs kreuz und quer durch Europa stoßen bei der Politik zunehmend auf Kritik. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat dem Fußball wegen der weiter geplanten Austragung von Champions-League-Spielen während der Corona-Beschränkungen Realitätsferne vorgeworfen. Bei RTL/ntv sagte Klingbeil am Montag, die Tatsache, dass alle in Einschränkungen leben und die Mannschaften nun quer durch Europa jetten würden, sei kein gutes Signal. “Es wäre ein stärkeres Signal, wenn dieses Spiel verschoben worden wäre oder gar ausgefallen wäre. Das ist auch mal verzichtbar an dieser Stelle. Der Wettbewerb darf da nicht an erster Stelle stehen”, sagte der SPD-Politiker.

Wegen der Corona-Beschränkungen wurde das Spiel im Achtelfinale der Champions League zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool am 16. Februar von Leipzig nach Budapest verlegt. Auch Manchester City wird wegen der hochansteckenden britischen Coronavirus-Mutation wohl nicht zum Spiel bei Borussia Mönchengladbach acht Tage später einreisen dürfen. Auch diese Partie könnte dann in Budapest ausgetragen werden.

8. Februar: Superstar Hamilton macht weiter – aber zunächst nur 2021

Nach wochenlangem Warten ist die wichtigste und letzte Personalie in der Formel 1 geklärt: Superstar Lewis Hamilton hat einen neuen Vertrag bei Mercedes unterschrieben – allerdings nur für die neue Saison. Das teilte der deutsche Werksrennstall am Montag in einer Presseerklärung mit. „Wir waren uns immer mit Lewis darüber einig, dass wir gemeinsam weitermachen würden. Doch das äußerst ungewöhnliche Jahr 2020 hat dazu geführt, dass es eine Weile gedauert hat, den Prozess zu Ende zu führen“, sagte Teamchef Toto Wolff.

“Wir haben uns zusammen dazu entschieden, unsere sportliche Beziehung um ein Jahr zu verlängern und zudem ein längerfristiges Projekt zu starten, um den nächsten Schritt in unserem gemeinsamen Engagement für mehr Vielfalt und Inklusion in unserem Sport zu gehen”, erklärte der Erfolgsmitgarant der Silberpfeile. Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame gemeinnützige Stiftung, die zum Ziel hat, mehr Inklusion und Vielfalt in all ihren Formen im Motorsport zu unterstützen, heißt es in der Mercedes-Bekanntgabe.

8. Februar: Drei deutsche Tennisfrauen scheitern in erster Runde – Zverev kämpft sich durch

Angelique Kerber wollte nicht lange drumherum reden. “Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich es mir zwei Mal überlegt”, sagte die deutsche Nummer eins nach ihrer Erstrunden-Niederlage bei den Australian Open. Erst zwei Wochen in strikter Quarantäne, dann das frühe Aus – für die Melbourne-Siegerin von 2016 war Australien in diesem Jahr keine Reise wert. “Ich bin keine, die Ausreden sucht. Aber natürlich hat es einen Einfluss, wenn du zwei Wochen lang keine Bälle schlagen kannst”, sagte Kerber nach dem 0:6, 4:6 am Montag gegen die Amerikanerin Bernarda Pera.

"Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich es mir zwei Mal überlegt", sagt Angelique Kerber

“Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich es mir zwei Mal überlegt”, sagt Angelique Kerber

© Dean Lewins / DPA

Da in Andrea Petkovic (3:6, 6:3, 4:6 gegen die an Nummer 27 gesetzte Tunesierin Ons Jabeur) und Laura Siegemund (1:6, 1:6 gegen Serena Williams) zwei weitere deutsche Damen gleich zum Auftakt scheiterten, bleibt als einzige Deutsche in der Damen-Konkurrenz Mona Barthel übrig. Die Schleswig-Holsteinerin trifft in ihrer Erstrunden-Partie am Dienstag auf die Qualifikantin Elisabetta Cocciaretto aus Italien. Besser lief es für die deutsche Nummer eins bei den Herren. “Ich bin froh, dass ich weitergekommen bin, der zweite Satz hätte auch anders laufen können. Und mit 0:2 Sätzen hätte ich nicht zurückliegen wollen”, sagte Alexander Zverev nach seinem 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 6:3, 6:2 gegen den Amerikaner Marcos Giron. Der 23 Jahre alte Hamburger lag in Durchgang eins und zwei jeweils schon mit einem Break vorne, musste dann aber doch in den Tiebreak.

7. Februar: Bundesliga-Spiel Bielefeld gegen Bremen wegen Schneefalls abgesagt 

Das Bundesliga-Heimspiel von Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen am Sonntagabend ist wegen des massiven Wintereinbruchs in der Region abgesagt worden. Die ordnungsgemäße Durchführung des Spiels sei nicht gewährleistet, teilte die Deutsche Fußball Liga mit. Die Entscheidung sei wegen der “starken und anhaltenden Schneefälle in Verbindung mit Frost” im Einvernehmen mit dem Schiedsrichter getroffen worden. Für die Begegnung in der Fußball-Bundesliga muss nun ein neuer Termin gefunden werden. Dieser solle zeitnah bekanntgegeben werden, teilte die DFL mit. Nach Angaben von Arminias Medienchef Daniel Mucha hatte der Club zuvor noch alles versucht, um den Platz bespielbar zu machen. Mitarbeiter sollten den Rasen vom Schnee befreien. Zuvor war bereits das Heimspiel des SC Paderborn gegen den 1. FC Heidenheim in der 2. Bundesliga wegen der starken Schneefälle abgesagt worden.

Spiel-Absagen in den beiden höchsten Fußball-Ligen Deutschlands wegen Unwettern kommen relativ selten vor. Vor rund einem Jahr wurde in der Bundesliga die Partie Bayer Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach wegen des Sturmtiefs Sabine verschoben. Nach Angaben der Deutschen Fußball Liga gab es die bislang letzte Absage wegen Schneefalls bei der Zweitliga-Begegnung Erzgebirge Aue gegen den 1. FC Köln vor rund zwei Jahren.

5. Februar: FC Bayern müht sich zum Arbeitssieg bei Khedira-Debüt im Hertha-Trikot

Der FC Bayern München hat sich vor seiner Abreise zur Club-WM in Katar mit einem Sieg aus der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Der deutsche Rekordmeister und Tabellenführer setzte sich zum Auftakt des 20. Spieltages mit 1:0 (1:0) bei Hertha BSC durch. Den fünften Erfolg nacheinander machte Kingsley Coman (21.) perfekt. Weltfußballer Robert Lewandowski (11.) verschoss einen Foulelfmeter. Es war der erste Fehlschuss des Polen vom Punkt seit mehr als zwei Jahren. Die Berliner verloren auch ihr zweites Spiel seit der Rückkehr von Cheftrainer Pal Dardai und sind weiter bedrohlich nah an der Abstiegszone. Der Anfang der Woche verpflichtete Ex-Weltmeister Sami Khedira feierte in der 81. Minute sein Bundesliga-Comeback nach 3926 Tagen, konnte die vierte Niederlage der Berliner nacheinander aber nicht mehr abwenden. Kurz vor Schluss vergab Matheus Cunha für die Hertha die hundertprozentige Chance zum Ausgleich, als er allein auf Bayern-Keeper Manuel Neuer zulief, seinen Heber aber knapp am Tor vorbeisetzte.

Kingsley Coman schießt im Schneetreiben von der Strafraumgrenze aufs Tor

Bayern-Stürmer Kingsley Coman zieht von der Strafraumgrenze ab und trifft zum 1:0 für den Rekordmeister

© Michael Sohn / AP / DPA

5. Februar: HSV gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Der Hamburger SV hat zum Auftakt des 20. Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga seinen 13. Saisonsieg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune kam auswärts beim FC Erzgebirge Aue nach einer 3:1-Pausenführung und vor allem in der ersten Hälfte dominanten Spiels am Ende nicht über ein 3:3 hinaus. Trotz allem blieb der HSV zum zehnten Mal in Serie ungeschlagen und führt mit 41 Punkten weiter die Tabelle an. Aue rangiert mit 29 Zählern im gesicherten Mittelfeld. Simon Terodde (14. Minute, 30./Foulelfmeter) und David Kinsombi (22.) erzielten vor der Pause die Tore für die Gäste. Jan Hochscheidt (26.), Clemens Fandrich (50.) und Florian Krüger (61.) trafen für die Sachsen.

Florian Krüger von Erzgebirge Aue holt aus und erzielt das 3:3 gegen den HSV

Aues Floria Krüger holt aus, gleich steht es 3:3. Zweitliga-Tabellenführer HSV hat im Erzgebirge den Sieg verschenkt.

© Robert Michael / DPA

HSV-Stadtrivale FC St. Pauli setzte zur gleichen Zeit seinen Aufschwung auch im Kellerduell mit dem SV Sandhausen fort. Im Heimspiel am Millerntor setzten sich die Kiez-Kicker verdient mit 2:1 (0:0) gegen die Gäste durch und rückten nach dem vierten Sieg aus den vergangenen fünf Spielen auf Tabellenplatz 13 vor. Daniel-Kofi Kyereh (67. Minute) und Guido Burgstaller (71.) trafen für die Gastgeber, Kevin Behrens (74.) war erfolgreich für Sandhausen, das vorerst weiter Relegationsplatz 16 belegt.

5. Februar: Schreck in Portugal – Porto-Profi nach Zusammenstoß lange k.o.

Großer Schreck in der Fußball-Liga Portugals: Im Spiel zwischen Belenenses SAD und dem FC Porto ging Gäste-Profi Nanú am Donnerstagabend nach einem heftigen Zusammenprall mit dem gegnerischen Torwart in der 85. Minute k.o. – und blieb minutenlang bewusstlos auf dem Rasen liegen. Der Krankenwagen war im Jamor-Stadion in Lissabon zwar schnell zur Stelle. Aber der 26 Jahre alte Nationalspieler von Guinea-Bissau musste vor dem Transport ins Krankenhaus von den Club-Ärzten und den Sanitätern stabilisiert werden. Das Spiel blieb zehn Minuten unterbrochen, viele Spieler waren sichtlich besorgt und geschockt, befürchteten das Schlimmste. Nanús Teamkollege und Ex-Madrid-Profi Pepe weinte sogar. Der FC Porto teilte noch am Abend mit, Nanú habe beim Zusammenprall mit dem russischen Belenenses-Keeper Stanislaw Krizjuk unter anderem eine Hirnprellung erlitten. Der Abwehrspieler habe wieder das Bewusstsein erlangt. Der Zustand von Nanú sei stabil, hieß es.

5. Februar: Mourinho nach 0:1 gegen Tuchel – “Strafstoß schwer zu akzeptieren” +++

Tottenham-Coach José Mourinho hat nach dem 0:1 im Londoner Derby gegen Thomas Tuchels FC Chelsea Schiedsrichter Andre Marriner in die Kritik genommen. “Es ist ein Elfmeter, der schwer zu akzeptieren ist. Und das Spiel so zu verlieren, ist ein bisschen schmerzhaft”, sagte der portugiesische Star-Trainer der Spurs nach der dritten Niederlage seines Team nacheinander. Der Referee hatte eine unglückliche Aktion von Abwehrspieler Eric Dier gegen den deutschen Nationalspieler Timo Werner mit Strafstoß geahndet, Jorginho ließ sich in der 24. Minute die Chance zum am Ende spielentscheidenden Treffer nicht nehmen. “Ich betrachte ihn als einen der besten Schiedsrichter in der Premier League. Ich bewundere ihn. Das bringt mich in die gute Position, ihm zu sagen, dass mir seine Leistung nicht gefallen hat. Am Ende entscheidet ein Elfmeter das Spiel, ein Elfmeter, der keiner war”, echauffierte sich Mourinho.

4. Februar: Antrag abgelehnt – Liverpool darf für Leipzig-Spiel nicht einreisen

Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool kann wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen nicht am 16. Februar in Leipzig ausgetragen werden. Die Bundespolizei lehnte einen Antrag auf eine Sondergenehmigung für die Einreise des englischen Fußball-Teams ab, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung darüber berichtet.

Ex-Pilot Ralf Schumacher bedauert die weiterhin unklare Vertragssituation bei Rekordweltmeister Lewis Hamilton. Der 45 Jahre alte ehemalige Formel-1-Fahrer richtete in einem Gespräch als Experte des TV-Senders Sky auch mahnende Worte in Richtung des den britischen Star-Piloten. “Eines ist auch klar, die Formel 1 ist stärker als jedes Individuum”, sagte Schumacher. Hamilton müsse sich selbst auch mal “einen Ruck geben”. Woran es noch immer hapert, dass Hamilton keinen neuen Vertrag beim Branchenführer Mercedes unterschrieben hat, ist unklar. Fakt ist, dass die Silberpfeile am 2. März den neuen Wagen für die kommende Saison vorstellen wollen, der einzige nicht bestätigte Fahrer für 2021 ist aber Hamilton. “Jetzt haben wir Februar und der wichtigste Mann zur Zeit der Formel 1 – der siebenfache Weltmeister – ist immer noch nicht fix”, betonte Ralf Schumacher: “Ich finde es fast ein bisschen peinlich und schade, muss ich ehrlich sagen.”

3. Februar: Corona-Fall sorgt für Massenquarantäne bei Australian Open

Nach einem Corona-Fall wenige Tage vor Beginn der Australian Open haben sich bis zu 600 Teilnehmer, Offizielle und Mitarbeiter vorsorglich in Quarantäne begeben. Wie der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Mittwoch mitteilte, wurde in einem Spielerhotel des Grand-Slam-Turniers ein Infektionsfall identifiziert. Alle “Aufwärm”-Turniere am Donnerstag in Melbourne wurden abgesagt.

Bei dem Betroffenen handle es sich um einem Mitarbeiter des Grand Hyatt Hotels in Melbourne, sagte Andrews vor Journalisten. “Es sind etwa 500, 600 Leute, darunter Spieler, Offizielle und andere, die als mögliche Kontakte gelten”. Sie würden bis zu einem negativen Test isoliert. “Diese Arbeit wird morgen erledigt sein”, fügte der Premierminister hinzu.

2. Februar: Dortmund sucht angeblich Nachfolger für Keeper Bürki

Borussia Dortmunds Torhüter Roman Bürki fällt mit einer Schulterverletzung rund zwei Wochen aus – nun wird der Schweizer mit der angeblichen Suche seines Vereins nach einem Nachfolger konfrontiert. Nach Informationen der “Bild” sucht Dortmund einen neuen Torhüter, weil Bürki in seiner Form zu sehr schwanken würde. Auf der Kandidatenliste sollen Leipzigs Péter Gulácsi (30), der Kameruner André Onana (24) von Ajax Amsterdam sowie der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler Oddyseas Vlachodimos (26) von Benfica Lissabon stehen. Alle drei Keeper haben allerdings bei ihren Vereinen noch Verträge bis mindestens 2022. Mit Bürki hatte der BVB vor gut sechs Monaten bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Der 30-Jährige spielt seit fünfeinhalb Jahren für Dortmund.

2. Februar: Roger Federer plant im März Comeback in Doha

Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer plant sein Comeback auf der Tennis-Tour in Doha. Das bestätigte der 39-Jährige dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Das ATP-Turnier in der Hauptstadt Katars findet vom 8. bis 13. März statt. “Für mich ist es ein guter Test”, sagte der dreimalige Turniersieger Federer. Der Schweizer Tennis-Star wollte eigentlich zum Beginn der Saison in Australien wieder einsteigen. Doch die Australian Open, die Federer schon sechsmal gewann, kamen trotz der coronabedingten Verschiebung etwas zu früh. Zuletzt hatte Federer vor einem Jahr bei der Halbfinalniederlage bei den Australian Open gegen Novak Djokovic auf der Tour gespielt. Nach einem Showmatch in Kapstadt Anfang Februar 2020 gegen Rafael Nadal hatte sich Federer am Knie operieren lassen, ehe im vergangenen Juni ein weiterer Eingriff erfolgte. Saisonziele bleiben für den 20-maligen Grand-Slam-Gewinner Wimbledon, die Olympischen Spiele in Tokio und die US Open in New York.

1. Februar: Draisaitl mit sechs Torvorlagen beim Oilers-Sieg gegen Ottawa

Mit sechs Torvorlagen hat NHL-Star Leon Draisaitl beim 8:5 der Edmonton Oilers gegen die Ottawa Senators eine persönliche Bestleistung aufgestellt und Erinnerungen an Eishockey-Legende Wayne Gretzky geweckt. Davon wollte der deutsche “Sportler des Jahres” danach aber gar nichts wissen. “Sechs Punkte ist super, schön, freut mich ganz arg, aber im Endeffekt sind die zwei Punkte viel wichtiger”, sagte der 25 Jahre alte Kölner am Sonntagabend nach dem fünften Saisonsieg der Oilers in der nordamerikanischen Liga. Gretzky war nach Liga-Angaben am 9. April 1987 der bislang letzte Oilers-Profi, dem sechs Vorlagen in einem Spiel gelangen. Der jetzt 60-Jährige schaffte zwischen 1980 und 1986 sogar dreimal sieben Assists, er stellte damit jeweils den NHL-Rekord von Billy Taylor senior von den Detroit Red Wings aus dem Jahr 1947 ein.

31. Januar: Dänemark ist Handball-Weltmeister 2021

Dänemarks Handballer haben ihren Titel bei der Weltmeisterschaft in Ägypten erfolgreich verteidigt. Im skandinavischen Finale setzten sich die Dänen am Sonntag in Kairo mit 26:24 (13:13) gegen Schweden durch. Zwei Jahre nach dem Triumph im eigenen Land machte die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Trainers Nikolaj Jacobsen damit den zweiten WM-Titel in der Verbandsgeschichte perfekt. Zudem gewannen die Dänen ihre 19. WM-Partie nacheinander, was nie zuvor einer anderen Mannschaft gelungen war.

Neben dem erneut starken Torhüter Niklas Landin (THW Kiel) hatte Superstar Mikkel Hansen mit sieben Treffern großen Anteil am Erfolg der Dänen. Bei den Schweden, die beim Olympia-Qualifikationsturnier Anfang März in Berlin auf die deutsche Mannschaft treffen, war Hampus Wanne von der SG Flensburg-Handewitt mit fünf Toren am erfolgreichsten.

29. Januar: Simon Schempp beendet Biathlon-Karriere

Simon Schempp hat am Donnerstag seine Karriere beendet, weil sein Körper nicht mehr den Belastungen des Leistungssportes gewachsen ist. Die langjährige deutsche Nummer eins hatte in seiner Karriere vier WM-Titel, zweimal Olympia-Silber und einmal Bronze sowie zwölf Weltcupsiege gewonnen. Nach seinem Karriereende kann sich der langjährige Top-Biathlet irgendwann vielleicht auch eine Trainerlaufbahn vorstellen. “Ich mag das nicht verneinen, dass ich mich nie als Trainer sehen würde”, sagte der viermalige Weltmeister bei Sky. “Jetzt auf keinen Fall, aber wer weiß, was die Zukunft bringt.” Jetzt hat sich der Uhinger aber erst einmal in Rosenheim für ein Wirtschaftsingenieursstudium eingeschrieben, welches in ein paar Wochen beginnt. “Ich wollte für mich einfach etwas Greifbares haben, wo ich nicht zu lange hätte warten müssen”, sagte Schempp. Zudem habe er in den letzten Tagen einige Telefonate geführt, bei denen sich das “eine oder andere ergeben hat, wo ich durchaus schon Bock hätte. Damit werde ich mich die nächsten Wochen beschäftigen.”

Simon Schempp

Biathlet Simon Schempp beendet seine sportliche Laufbahn 

© Frank Hoermann/SVEN SIMON / Picture Alliance

28. Januar: Olympia 2021 definitiv ohne Thomas Müller – Hummels auf Liste

Die Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio finden definitiv ohne den ehemaligen Fußball-Weltmeister Thomas Müller statt. Der 31 Jahre alte Profi des FC Bayern München steht nach dpa-Informationen nicht auf der entsprechenden Olympia-Liste der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada). Auf dieser müsste sich Müller aber schon zum Jahresstart befinden, um bei den Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) dabei sein zu dürfen. Am Mittwochabend hatte der Offensivspieler des deutschen Rekordmeisters mit Mats Hummels, Max Kruse und Christoph Kramer auf der Audio-App Clubhouse über das Thema gesprochen. BVB-Profi Hummels und Union-Berlin-Stürmer Kruse (beide 32) stehen demnach auf der Liste und können noch auf einen Einsatz beim olympischen Fußballturnier hoffen. “Es ist jetzt viel zu früh, Definitives sagen zu können.”

28. Januar: Nur “Gerüchte”? – Weiter keine Aussagen von Rose zur Zukunft

 Marco Rose will sich weiterhin nicht zu seiner Zukunft äußern. “Gerüchte, Punkt eins. Und Punkt zwei: Wenn das nicht gut bei mir ankommt, lassen wir es doch einfach”, sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach am Donnerstag auf Fragen zu seiner Ausstiegsklausel im Sommer. Der 44-Jährige wird seit Monaten mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Die Formkurve des BVB zeigte auch unter dem neuen Trainer Edin Terzic, der zunächst nur einen Vertrag bis zum Saisonende hat, wieder deutlich nach unten. Rose hat in Gladbach noch einen Vertrag bis 2022, aber auch eine Ausstiegsklausel. Laut Medienberichten soll er die Borussia für eine Ablöse von fünf Millionen Euro verlassen können. Ein Bekenntnis zur Borussia vom Niederrhein, mit der er in der vergangenen Saison lange Bundesliga-Spitzenreiter war und aktuell im Achtelfinale der Champions League steht, vermeidet Rose bislang.

27. Januar: Inter nach Sieg im Derby im Cup-Halbfinale – Rot für Ibrahimovic +++

Inter Mailand hat in einem packenden Stadtderby durch ein spätes Tor den Einzug in das Halbfinale des italienischen Fußball-Pokals geschafft. Die Mannschaft von Trainer Antonio Conte siegte am Dienstagabend im Giuseppe-Meazza-Stadion durch ein Freistoßtor des Dänen Christian Eriksen in der Nachspielzeit gegen den Stadtrivalen AC Mailand mit 2:1 (0:1). In der Serie A führen die beiden Mailänder Teams die Tabelle an. Milan ist mit 43 Zählern und zwei Punkten Vorsprung auf Inter Spitzenreiter.

Bei dem hektischen Aufeinandertreffen waren die Rossoneri zunächst durch Zlatan Ibrahimovic in Führung gegangen (31.). Nachdem der Schwede in der 58. Minute die Gelb-Rote Karte sah, bekam das Spiel eine Wendung. Der belgische Torjäger Romelu Lukaku erzielte für Inter per Elfmeter den Ausgleichstreffer (71.). Er und Ibrahimovic waren zum Ende der ersten Halbzeit heftig aneinander geraten. Nach einem Foul an Lukaku durch einen Milan-Spieler schlug der Inter-Angreifer eine Entschuldigung aus. Daraufhin mischte sich Ibrahimovic ein – es war der Anfang einer längeren Auseinandersetzung. Die beiden Stürmer lieferten sich ein minutenlanges Wortgefecht mit den Köpfen aneinander. Beide sahen Gelb. Noch auf dem Weg in die Kabine stritten sie sich. Die Gesten machten den Eindruck, als wollten sie sich später zu einer Prügelei treffen.

26. Januar: Ex-Bundesliga-Trainer Thomas Tuchel wird Coach beim FC Chelsea

Thomas Tuchel wird neuer Trainer beim FC Chelsea. Der frühere Coach von Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain wird Nachfolger von Frank Lampard, wie der Club aus der englischen Premier League am Dienstagabend mitteilte.

26. Januar: Barças Finanzkrise noch schlimmer – über eine Milliarde Schulden

Der spanische Spitzenclub FC Barcelona ist durch die Corona-Pandemie noch viel tiefer in die roten Zahlen gerutscht als bisher befürchtet. Die Gesamtschulden des Vereins sollen sich Medienberichten vom Dienstag zufolge für den Abrechnungszeitraum 2019/2020 auf den schwindelerregenden Betrag von 1,17 Milliarden Euro belaufen. Davon seien 730,67 Millionen Euro kurzfristige Verbindlichkeiten, schrieb die Sportzeitung “AS”. Verluste durch die Corona-Krise sowie in vergangenen Jahren teuer eingekaufte Spieler und horrende Spielergehälter gelten als die Hauptgründe für die hohe Verschuldung. So stehe der FC Barcelona bei anderen Clubs wegen ausstehender Transferzahlungen mit 196 Millionen Euro in der Kreide.

Schon seit dem Herbst gibt es Warnungen, dass dem Traditionsverein der Konkurs drohen könnte. Verhandlungen zwischen Club und Spielern über einen Gehaltsverzicht in Höhe von 190 Millionen Euro haben bisher zu keinem endgültigen Ergebnis geführt. Nach dem Rücktritt des Club-Präsidenten Josep Bartomeu steht die Wahl einer neuen Führung aus. Sie war ursprünglich für den vergangenen Sonntag geplant, wurde aber wegen der Corona-Beschränkungen verschoben. Auch sportlich läuft es unter dem niederländischen Trainer Ronald Koeman derzeit nicht rund. Nach rund der Hälfte der Saison hat das Barça-Team mit Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen und dem sechsmaligen Weltfußballer Lionel Messi zehn Punkte Rückstand auf den Tabellenersten Atlético Madrid. Zudem läuft der Vertrag Messis zum 30. Juni aus. Dann könnte der Argentinier den Verein verlassen, ohne dass der FC Barcelona eine Ablösesumme erhielte.

25. Januar: Schlechteste WM-Platzierung: Handballer enttäuschen gegen Polen

Die deutschen Handballer haben die Weltmeisterschaft in Ägypten mit der schlechtesten Platzierung in der Verbandsgeschichte abgeschlossen. Im letzten WM-Hauptrundenspiel kam die DHB-Auswahl am Montagabend in Kairo nicht über ein 23:23 (11:12) gegen Polen hinaus und beendete das Turnier dadurch auf dem zwölften Platz. Die davor schwächste Platzierung einer deutschen Mannschaft bei der Teilnahme an einer WM war der elfte Platz in Schweden 2011. Erfolgreichste Werfer des über weite Strecken enttäuschenden Teams von Bundestrainer Alfred Gislason waren David Schmidt und Philipp Weber je vier Treffern. Nach dem verpassten Einzug ins Viertelfinale fliegt die Mannschaft am Dienstagmittag zurück nach Deutschland.

25. Januar: Pal Dardai wieder Chefcoach bei Hertha – Vertrag bis 2022

Pal Dardai wird wieder Cheftrainer von Hertha BSC. Der 44-Jährige tritt die Nachfolge von Bruno Labbadia an und bekommt einen Vertrag bis Ende Juni 2022, wie der Fußball-Bundesligist am Montag bekanntgab.

Pal Dardai

Pal Dardai kehrt als Cheftrainer auf die Bank von Hertha BSC Berlin zurück

© Soeren Stache/dpa

25. Januar: Chelsea entlässt Club-Legende Lampard – Thomas Tuchel soll wohl kommen

Der englische Premier-League-Club FC Chelsea hat sich nach nur 19 Monaten von Trainer Frank Lampard getrennt. Wegen anhaltend schwacher Leistungen in den vergangenen Wochen entschieden sich die Londoner dafür, die Club-Legende freizustellen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Thomas Tuchel sein Nachfolger werden, der erst vor wenigen Wochen bei Paris St. Germain gehen musste. Der bei Mainz 05 groß gewordene deutsche Trainer würde bei Chelsea auf die deutschen Nationalspieler Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger treffen – wobei Rüdiger zuletzt keine Rolle spielte. Eine offizielle Bestätigung, dass Tuchel künftig an der Stamford Bridge trainieren wird, gibt es bisher nicht. Tuchel selbst wollte sich bisher ebenfalls nicht äußern, meldete die Deutsche Presse-Agentur.

25. Januar: Buccaneers empfangen Titelverteidiger Chiefs zum Super Bowl in Tampa

Quarterback Legende Tom Brady und die Tampa Bay Buccaneers empfangen den Titelverteidiger Kansas City Chiefs zum Super Bowl. Die Buccaneers gewannen am Sonntag 31:26 gegen die Green Bay Packers und haben in der Partie um die Vince Lombardy Trophy am 7. Februar (Ortszeit) in Tampa als erstes Football-Team der NFL-Geschichte einen Heimvorteil. Die Chiefs bezwangen die Buffalo Bills im Finale der American Football Conference mit 38:24 und bekommen die Chance auf den zweiten Titel in Serie nach zuvor 50 Jahren ohne Meisterschaft. In Mahomes und Brady treffen die siegreichen Quarterbacks der beiden vergangenen Super Bowls aufeinander. Brady hat sechs Siege und damit mehr als jeder andere in der Geschichte der NFL.

24. Januar: Großkreutz beendet seine Profi-Karriere

Der frühere Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz beendet seine Profi-Karriere und wird künftig für eine Amateur-Mannschaft spielen. “Nach 15 Jahren ist es für mich an der Zeit, dem Profi-Fußball Tschüss zu sagen”, sagte der 32-Jährige in einem Video, das er am Sonntag auf seinem Instagram-Account veröffentlichte. “Ich hoffe, wir sehen uns mal auf den Amateur-Sportplätzen”, sagte er. Welchem Verein er sich anschließen will, gab Großkreutz nicht bekannt.

Nach jüngsten Medienberichten steht er vor einem Wechsel in die sechste Liga zum TuS Bövinghausen, Tabellenführer in der Staffel 2 der Westfalenliga.

In dem 2:39 Minuten langen Video an “Familie, Fans, Freunde und alle Weggefährten” lässt Großkreutz noch einmal seine Profi-Karriere Revue passieren. Mit Borussia Dortmund gewann der Allrounder zweimal die deutsche Meisterschaft sowie einmal den DFB-Pokal. 2014 wurde der Dortmunder mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister – allerdings ohne einen Einsatz im WM-Turnier. “Unfassbar, diese ganzen Momente”, sagte Großkreutz. Und: “Ich durfte meinen Traum leben.” Insgesamt absolvierte er sechs Länderspiele.

Im Anschluss an seine Zeit beim BVB spielte er für Galatasaray Istanbul, den VfB Stuttgart, Darmstadt 98 und zuletzt bis Oktober 2020 für den Drittligisten KFC Uerdingen. “Es war vielleicht keine Bilderbuchkarriere”, sagte Großkreutz und erinnerte unter anderem an den Dönerwurf auf einen Kölner Fan. “Jetzt möchte ich einfach zurückkehren, wo ich hergekommen bin, nämlich im Amateur-Sport, mit Freunden, und die nächste Geschichte schreiben”, sagte Großkreutz

24. Januar: Hertha feuert Trainer Labbadia und Manager Preetz

Hertha BSC Berlin reagiert mit drastischen Konsequenzen auf die Fortsetzung der sportlichen Talfahrt .Einen Tag nach dem 1:4 gegen Werder Bremen trennt sich der Fußball-Bundesligist von Trainer Bruno Labbadia (54) und Langzeit-Manager Michael Preetz (53), wie der Verien am Sonntagmittag bestätigte. Labbadia hatte nach seiner erfolgreichen Rettungsmission in der Vorsaison die hohen Erwartungen bei Hertha in dieser Spielzeit nicht erfüllen können. Preetz muss nach 25 Jahren im Verein und fast elf Jahren als Manager die Verantwortung für die andauernde sportliche Misere übernehmen. Als Favorit für die vorläufige Labbadia-Nachfolge gilt Pal Dardai, der die Hertha bereits von 2015 bis 2019 trainierte und zuletzt als Jugendcoach beschäftigt war. 

Mit 17 Punkten rangiert der von Investor Lars Windhorst zum “Big City Club” ernannte Traditionsverein auch nach dem Auftakt der Rückrunde nur auf dem 14. Platz ganz knapp vor dem Relegationsrang. Dabei hatte der neue Geschäftsführer Carsten Schmidt den Januar zum Monat des Aufschwungs erklärt. Von den perspektivisch angestrebten Champions-League-Rängen ist man meilenweit entfernt.

Mit dem Aus von Preetz endet eine Berliner Fußball-Ära. Ein Vierteljahrhundert ist der gebürtige Düsseldorfer im Verein. Nach seiner Zeit als Spieler war er zunächst Assistent von Dieter Hoeneß. 2009 übernahm er dessen Posten als Manager. Über Mittelmaß kam die Hertha unter seiner Führung dauerhaft nie hinaus.

23. Januar: Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel für heute abgesagt

Wegen schlechter Witterung ist die für heute geplante Hahnenkamm-Abfahrt im Ski-Weltcup der Herren in Kitzbühel abgesagt worden. Regen im unteren Streckenabschnitt habe die Piste auf der legendären Streif zu stark in Mitleidenschaft gezogen, hieß es von den Veranstaltern. Bis zum Mittag wollten die Organisatoren nun über das Wettkampfprogramm für den Sonntag entscheiden. Eigentlich sollte zum Abschluss des Wochenendes ein Super-G gestartet werden.

22. Januar:  Gladbach siegt im wilden Borussen-Gipfel gegen Krisen-BVB

Wilder Schlagabtausch, krasse Abwehrfehler: Borussia Dortmund hat beim spektakulären Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach gleich den nächsten schweren Rückschlag kassiert. Der BVB blieb auch auswärts beim 2:4 (2:2) zum dritten Mal in Serie sieglos und muss mehr denn je um die Qualifikation zur Champions League bangen. Die nach wie vor in diesem Jahr unbesiegte Borussia vom Niederrhein zog nach dem ersten Sieg gegen die Westfalen seit fast sechs Jahren vorbei an Dortmund auf Rang vier in der Tabelle der Fußball-Bundesliga.

22. Januar: Real-Trainer Zidane positiv auf das Coronavirus getestet

Der Trainer spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, Zinédine Zidane, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Verein am Freitag mit. Zum Zustand des 48 Jahre alten Franzosen wurde zunächst nichts bekannt. Damit kann Zidane sein Team um Nationalspieler Toni Kroos nicht beim Liga-Spiel gegen den Tabellen-17. Deportivo Alavés am Samstag (21.00 Uhr) coachen. Ein Sieg in der Partie wäre für den Coach enorm wichtig, denn nach der 1:2-Pokalblamage gegen den Drittligisten CC Alcoyano am Mittwoch steht Zidane bei den Königlichen schwer in der Kritik. Zudem könnte Reals Rückstand in der Meisterschaft auf Spitzenreiter und Stadtrivale Atlético Madrid, der am Sonntagabend gegen den FC Valencia spielt, bei einer Niederlage noch größer werden. Dieser beträgt bereits jetzt sieben Punkte, Real hat zudem eine Partie mehr bestritten. Zizou werde am Samstag von Co-Trainer David Bettoni vertreten, berichteten die Sportzeitungen “AS” und “Mundo Deportivo”

21. Januar: WM-Viertelfinale für deutsche Handballer kaum noch zu erreichen

Die deutschen Handballer haben kaum noch Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Ägypten. Durch die 28:32 (13:16)-Niederlage gegen Europameister Spanien im ersten Hauptrundenspiel in Kairo hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason den Sprung in die K.o.-Runde nicht mehr in der eigenen Hand. Angesichts von nun 2:4-Punkten muss die DHB-Auswahl ihre nächsten beiden Hauptrundenpartien gegen Brasilien am Samstag und Polen am Montag gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe hoffen, um die Minimalchance zu wahren. Bester Werfer der deutschen Mannschaft war Timo Kastening mit sieben Treffern.

21. Januar: DFB sperrt Unions Hübner nach Amiri-Streit – kein Rassismus-Vergehen

Nach der großen Aufregung um eine Beleidigung gegen Nationalspieler Nadiem Amiri sehen die Ermittler des DFB keine Anhaltspunkte für rassistische Äußerungen. Union-Verteidiger Florian Hübner reagiert erleichtert. Seine Sperre wegen der Verbal-Attacke akzeptiert er. Beleidigung ja, Rassismus nein. Union Berlins Abwehrspieler Florian Hübner ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes nach dem Streit mit Bayer Leverkusens Nadiem Amiri für zwei Spiele gesperrt worden. Für den Vorwurf einer rassistischen Beleidigung fanden die Ermittler des DFB-Kontrollausschusses allerdings keine Anhaltspunkte. Hübner fehlt den Eisernen in der Fußball-Bundesliga somit wegen unsportlichen Verhaltens in den Partien am Samstag beim FC Augsburg und eine Woche später gegen Borussia Mönchengladbach. Der 29-Jährige muss zudem eine Geldstrafe von 20.000 Euro bezahlen. Gegen Amiri waren keine Ermittlungen eingeleitet worden.

Leverkusens Jonathan Tah hatte von einer rassistischen Beleidigung gegen Amiri berichtet, die er jedoch selbst nicht gehört hatte. Einen Zeugen für die kolportierte Wortwahl “Scheiß Afghane” gab es letztlich offenbar nicht mehr. Wie Tah zu den Anschuldigungen kam, ist weiter unklar. Wie der DFB mitteilte, konnte auch Amiri im Laufe der Ermittlungen nicht ausschließen, “dass die Wortwahl eine andere war”.

21. Januar: Ronaldo hat die meisten Tore aller Zeiten geschossen

Seinen Weltrekord von 760 Pflichtspieltoren feierte Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo diesmal nicht, sondern stellte sein Team in den Mittelpunkt. “Das ist das Juve, das wir lieben, dem wir vertrauen, und es ist dieser Geist, der uns zu den Siegen bringt, die wir wollen. Gut gemacht, Jungs!”, schrieb der 35-Jährige in den Sozialen Medien, nachdem er am Mittwochabend Meister Juventus Turin zum 2:0-Sieg im italienischen Supercup gegen Pokalsieger SSC Neapel geführt hatte. Es war Ronaldos 33. Titel – eine ebenfalls beeindruckende Marke. Ronaldos Tor in der 64. Minute ist nun laut zahlreicher Statistiken Weltrekord, kein Spieler erzielte so viele Pflichtspieltore für seine Vereine und die Nationalelf wie der fünfmalige Weltfußballer aus Portugal – Real Madrid (450), Manchester United (118), Juventus Turin (85), Sporting Lissabon (5), Nationalmannschaft (102). Damit löste er den 2011 gestorbenen Österreicher Josef Bican ab, der auf 759 Tore kam. “Am 7. Oktober 2002 erzielte Ronaldo sein erstes Tor. Heute hat er das historische 760. Tor geschossen», twitterte sein Ausbildungsverein Sporting Lissabon. «Der beste Torschütze der Geschichte. Ein Talent von einem anderen Planeten.”

21. Januar: Gemeinsames Statement – Fifa und Uefa gegen Super League

Der Fußball-Weltverband Fifa und die sechs Kontinentalverbände um die Uefa haben sich deutlich gegen eine europäische Super League ausgesprochen. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten die Spitzenverbände am Donnerstag «mit Nachdruck», dass ein solcher Zusammenschluss weder von der Fifa noch von einer der Konföderationen anerkannt würde. “Vereine oder Spieler, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, dürften folglich an keinem von der Fifa oder der jeweiligen Konföderation organisierten Wettbewerb teilnehmen”, hieß es weiter. «Die Teilnahme an globalen und kontinentalen Wettbewerben sollten sich die Teams immer auf dem Platz verdienen.» Die Mitteilung war unter anderem mit den Namen von Fifa-Präsident Gianni Infantino und Uefa-Chef Aleksander Ceferin versehen.

20. Januar: NFL nominiert erstmals eine Schiedsrichterin für den Super Bowl 

Beim Super Bowl der NFL kommt in diesem Jahr erstmals eine Frau im Schiedsrichtergespann zum Einsatz. Sarah Thomas ist zum Ende ihrer sechsten Saison in der wichtigsten Football-Liga eine der insgesamt sieben Unparteiischen beim Endspiel um die Meisterschaft am 7. Februar in Tampa Bay. Das teilte die Liga am Dienstag mit. Hauptschiedsrichter ist Carl Cheffers. Thomas war 2015 von der NFL als erste Vollzeit-Schiedsrichterin engagiert worden.

Die Super-Bowl-Teilnehmer werden am kommenden Sonntag ermittelt. Dann treffen in der National Football Conference (NFC) die Green Bay Packers auf die Tampa Bay Buccaneers und in der American Football Conference (AFC) Titelverteidiger Kansas City Chiefs auf die Buffalo Bills. 

18. Januar: Möglicher Verstoß gegen Corona-Ordnung: Gladbach streicht Embolo

Wegen eines möglichen Corona-Verstoßes hat Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach Stürmer Breel Embolo “vorsorglich” aus dem Kader für das Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen gestrichen. Das teilte der Club am Montagabend mit. Zuvor sei bekannt geworden, dass der Schweizer Nationalspieler “möglicherweise gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen” habe, hieß es weiter. Damit steht der 23-Jährige nicht im Aufgebot für die Partie am Dienstagabend (18.30 Uhr/Sky). Auch ins Mannschaftstraining wird Embolo erst wieder einsteigen, wenn negative Corona-Tests von ihm vorliegen, wie die Borussia weiter mitteilte. Worin die möglichen Verfehlungen des Schweizers bestanden, ließ der Verein zunächst offen.

18. Januar: Nach internationalem Druck – keine Eishockey-WM in Belarus

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat Co-Gastgeber Belarus angesichts des großen politischen und wirtschaftlichen Drucks die Weltmeisterschaft in diesem Jahr entzogen. Die Entscheidung des Exekutiv-Komitees der IIHF am Montag bei einer Videokonferenz sei aufgrund “von Sicherheitsbedenken” getroffen worden, teilte der Verband mit. Die Kritik war angesichts der Machenschaften von Machthaber Alexander Lukaschenko zuletzt immer größer geworden. IIHF-Präsident René Fasel bezeichnete den WM-Entzug als “bedauerlich”, aber “unvermeidlich”. Binnen einer Woche soll entschieden werden, wo die WM, die vom 21. Mai bis 6. Juni im lettischen Riga und im belarussischen Minsk geplant war, nun stattfinden soll. Im Gespräch waren zuletzt nur Riga oder die Ausweichnationen Dänemark oder die Slowakei. Am 25. und 26. Januar tagt das Exekutiv-Komitee erneut. Spätestens dann soll Klarheit geschaffen werden, wo die WM nun stattfindet.17. Januar: Zweites WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde abgesagt.

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus und Eishockey-Hobbyspieler, ist die Weltmeisterschaft in seinem Land los

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus und Eishockey-Hobbyspieler, ist die Weltmeisterschaft in seinem Land los

© Andrei Pokumeiko / DPA

Das für Sonntagabend geplante zweite WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde ist wegen mehrerer Corona-Fälle im Team der Afrikaner abgesagt worden. Dies teilte der Weltverband IHF am Sonntagmittag offiziell mit. Die Partie wird mit 10:0 für die DHB-Auswahl gewertet, die damit vorzeitig die Hauptrunde bei den Titelkämpfen in Ägypten erreicht hat.

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