News von heute: Witwe von IS-Terrorist Cuspert zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

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Die News von heute im stern-Ticker.

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Die News von heute im stern-Ticker: 

13.22 Uhr: Blattspitze aus Welterbe-Höhle belegt Speerjagd durch Neandertaler

Neandertaler auf der Schwäbischen Alb haben schon vor mehr als 65.000 Jahren mit komplexen Waffen Tiere gejagt. Das belege eine in der Welterbe-Höhle Hohler Fels gefundene Blattspitze, sagte der wissenschaftliche Direktor des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren, Nicholas Conard, bei der Vorstellung des Fundes. Der bearbeitete Jurahornstein sei Teil einer Lanze zur Großwildjagd gewesen, sagte Conard. “Für unsere Region haben wir den ersten Beleg überhaupt zu dieser Jagdtechnik der Neandertaler.”

Ähnliche Funde gab es laut Conard zuvor vor allem aus der Endzeit der Neandertaler etwa 10.000 Jahre später. Die Blattspitze lasse auch den Rückschluss zu, dass Neandertaler in Gruppen auf Großwildjagd gingen.

13.14 Uhr: NRW-Kabinett beschließt 200 Millionen Euro Soforthilfe für Flutopfer

In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskabinett 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe beschlossen. Das teilte die Landesregierung in Düsseldorf mit. “Viele Menschen stehen vor dem Nichts”, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

13.10 Uhr: Menschen in Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz teils traumatisiert

Nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr im Norden von Rheinland-Pfalz sind viele Menschen traumatisiert. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sei mit Kriseninterventionskräften unterwegs, um psychologische Hilfe zu leisten, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt bei einem Besuch im schwer betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler. Betroffen seien nicht nur Bürger, sondern auch Helfer.

Der Arzt Peter Maas, der in Bad Neuenahr-Ahrweiler Dienste in einer mobilen Arztpraxis übernommen hat, sagte, es kämen viele Patienten mit Verletzungen oder mit dem Wunsch nach Rezepten in den Container. “Was uns auffällt ist: Die äußeren Verletzungen sind oft sehr gering, aber wenn die Patienten dann bei uns sind und zum ersten Mal in einer Situation sind, in der sich zum ersten Mal um sie gekümmert wird, dass dann oft alle Dämme brechen und starke Emotionen hervorkamen. Auch damit gehen wir um.”

13.05 Uhr: Unrecht in der DDR – sieben Millionen Euro für Jugend-Projekte

Online-Spiele, virtuelle Rundgänge, Podcasts, Apps und mehr: Für solche Projekte zur Auseinandersetzung junger Menschen mit dem Unrecht in der DDR stellt der Bund sieben Millionen Euro bis Ende 2023 bereit. Das teilten Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Bundesstiftuung zur Aufarbeitung des SED-Unrechts mit. Laut Angaben werden in elf Bundesländern 44 Vorhaben unterstützt. Mit der Förderung über das Programm “Jugend erinnert” sollten junge Menschen die Chance bekommen, ihr Demokratieverständnis zu stärken, Haltung zu zeigen und sich aktiv für demokratische Grundwerte einzusetzen, teilte Grütters mit.

12.51 Uhr: Corona-Impf-Ziel in Afrika verzögert sich

In Afrika rückt das Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 ins kommende Jahr. “Wir bleiben sehr optimistisch, bis zum Jahresende 25 Prozent geimpft zu haben”, meinte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, der Africa CDC. Das ursprünglich für dieses Jahr anvisierte Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung sei somit kaum vor Ende 2022 zu erreichen. Die Länder Burundi, Eritrea und Tansania hätten nicht mal mit Impfungen begonnen – obwohl Tansania sich nun bei der Corona-Bekämpfung stärker engagiere.

12.27 Uhr: Vor Babyklappe gefundener Säugling beerdigt

Das Baby, das in der vergangenen Woche tot vor einer Babyklappe in Köln gefunden wurde, ist beigesetzt worden. Nach einer Trauerfeier wurde der Säugling auf dem Kölner Nordfriedhof beerdigt, wie der Sozialdienst katholischer Frauen mitteilte. Einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Frauenhauses, vor dessen Babyklappe der Säugling gefunden worden war, nahmen an der Trauerfeier teil. Der Junge war am Montag der vergangenen Woche tot im Freien vor der Babyklappe vor einem Frauenhaus entdeckt worden. Rechtsmediziner gehen nach der Obduktion davon aus, dass er bei der Geburt noch gelebt hat. Eine Mordkommission ermittelt.

12.09 Uhr: Fridays for Future will am Freitag auf Demos Flutopfern gedenken

Nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat die Klimaschutzbewegung Fridays for Future bundesweite Proteste für Freitag angekündigt. Unter dem Motto “Die Klimakrise ist hier” wollen die Aktivisten und Aktivistinnen besseren Klimaschutz einfordern und der Todesopfer der verheerenden Unwetter gedenken, wie Fridays for Future mitteilte. Bei den Demos wollten sie Spenden für die Flutopfer sammeln und in betroffenen Regionen bei Aufräumaktionen helfen.

Laut Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer soll es in den kommenden Monaten immer wieder groß angelegte Fridays-for-Future-Proteste geben. “Wir werden in den nächsten Monaten in jeder Ecke des Landes und jeder Generation mobilisieren, hunderte Proteste organisieren und dafür sorgen, dass im besten Falle Menschen überall anfangen, die Klimakatastrophe – und die eigene Stimme bei der Wahl – so ernst zu nehmen wie möglich”, sagte sie der “Rheinischen Post”.

12.06 Uhr: Merkel zieht Bilanz: Fünf Krisen in meiner Amtszeit

In ihrer 16-jährigen Amtszeit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aus eigener Sicht nur Krisen zu bewältigen gehabt, die ihre Ursachen nicht in Deutschland hatten. Die CDU-Politikerin zählt dazu die Finanzkrise von 2007, die Euro-Rettung, die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015, den Klimawandel und die Corona-Pandemie.

“Was meine Amtszeit schon durchzogen hat immer, ist, dass wir halt nicht alleine mit nationaler Politik unsere Herausforderungen bewältigen können, sondern dass wir Teil einer Weltgesamtheit sind, und das ja auch das Thema, das wir bei Klima sehen”, sagte Merkel in Berlin.

“Wir alleine werden das Weltklima nicht verändern können. Wir alleine werden die Pandemie nicht bekämpfen können”, sagte Merkel. Sie fügte hinzu: “Aber die Art und Weise, wie wir es machen, kann Beispiel sein für andere, dem zu folgen.”

12.05 Uhr: Plauder-App Clubhouse ist nun für jeden zugänglich

Die Talk-App Clubhouse hat jetzt für alle interessierten Nutzerinnen und Nutzer geöffnet: Jede und jeder weltweit “sollte Zugang zu sinnvollen Unterhaltungen haben”, erklärten die Gründer Paul Davison und Rohan Seth. Bislang war die App nur über eine Einladung eines aktiven Nutzers zugänglich. 

Clubhouse gibt sich wie ein virtueller Salon zum Plaudern mit Freunden und anderen Kontakten in verschiedenen Räumen. Die Plattform stellt mittlerweile gut eine halbe Million Chat-Räume pro Tag zur Verfügung. Jede und jeder mit einem Apple-, Android- oder Google-basiertem Smartphone kann die App nun herunterladen.

11.41 Uhr: Witwe von IS-Terrorist Cuspert zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Im Hamburger Prozess um die Versklavung zweier Jesidinnen ist die 37-jährige Omaima A. am Donnerstag zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Das Hanseatische Oberlandesgericht war überzeugt, dass die Witwe des IS-Terroristen und Rappers Denis Cuspert (“Deso Dogg”) als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form der Versklavung nach dem Völkerstrafgesetzbuch leistete (Az.: 4 St 1/21).

Einbezogen in die Gesamtfreiheitsstrafe wurde eine bereits rechtskräftige Verurteilung zu dreieinhalb Jahren. Nach einer Verständigung auf einen Strafrahmen hatte die Angeklagte zu Prozessbeginn eingeräumt, dass sie 2016 ihre Wohnung in der syrischen Stadt Rakka von versklavten Jesidinnen einer Freundin reinigen ließ. Die in Hamburg geborene Deutsch-Tunesierin distanzierte sich vom IS und bedauerte ihr “Fehlverhalten”.

11.08 Uhr: 31 Straftaten in Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz registriert

In den rheinland-pfälzischen Hochwassergebieten hat die Polizei bisher 31 Straftaten festgestellt. Davon seien 25 mit Eigentumsbezug, berichtete Innenminister Roger Lewentz (SPD) in einer Sondersitzung von drei Fachausschüssen des Landtags in Mainz. Es habe vier vorläufige Festnahmen gegeben. Konkrete Hinweise zu Plünderungen lägen aber nicht vor. “Bisherige Meldungen über eine angebliche Vielzahl von Plünderungen haben sich bislang nicht bestätigt.”

10.57 Uhr: RKI erwartet für Herbst und Winter Anstieg der Corona-Infektionszahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet für den Herbst und Winter in Deutschland noch einmal einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen und eine “fortgesetzte globale Zirkulation des Virus”. Deutschland befinde sich mit den steigenden Impfquoten in der Übergangsphase vom pandemischen in ein endemisches Geschehen, erklärte das RKI in Berlin. Wann dieser Übergang abgeschlossen sein werde, könne derzeit aber noch nicht genau vorausgesagt werden.

Wenn ein Virus endemisch ist, bedeutet das, dass es nicht mehr verschwindet und in der betreffenden Weltregion zu bestimmten Zeitpunkten immer wieder Infektionen auftreten. Eine Pandemie ist dagegen eine Krankheit, die sich weltweit schnell ausbreitet. 

Herdenimmunität im Sinne der kompletten Auslöschung des Virus sei nicht realistisch, schätzt das RKI. Das Institut empfiehlt grundsätzlich, dass die Basis-Schutzmaßnahmen bis zum Frühjahr eingehalten werden sollten: Vor allem wenn gefährdete Menschen dabei seien, sollte in Innenräumen wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr weiter Maske getragen, Abstand gehalten, gelüftet und auf Hygiene geachtet sowie die Corona-Warn-App genutzt werden. 

10.56 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in USA steigt wieder – mehr als 52.000 Fälle

In  den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen wieder zu. Mit 52.032 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden rund 20.000 mehr als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion blieb mit 333 vergleichsweise stabil. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4461 Toten verzeichnet.

Nach jüngsten Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC ist die besonders ansteckende Delta-Variante inzwischen für rund 83 Prozent aller erfassten Infektionen im Land verantwortlich. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Infizierten nahm zuletzt wieder zu und soll laut CDC-Prognose in den kommenden Wochen weiter ansteigen.

10.53 Uhr: Frauen sollen in britischen Quarantäne-Hotels besser geschützt werden 

Nach Berichten von sexuellen Übergriffen in britischen Quarantäne-Hotels sollen alleinreisende Frauen künftig besser geschützt werden. Soweit wie möglich sollten sie weibliche Wachen zur Seite gestellt bekommen, wie die BBC berichtete. Das Gesundheitsministerium soll diese Änderung veranlasst haben, nachdem der Sender über mehrere Fälle berichtet hatte, bei denen männliche Wachen Frauen sexuell belästigt hatten. Sollte die Begleitung durch eine weibliche Wache nicht möglich sein, sollen alleinreisende Frauen den neuen Richtlinien zufolge stattdessen von zwei männlichen Wachen begleitet werden.

Eine Betroffene, die im April in einem Quarantäne-Hotel belästigt wurde, kritisierte diese Änderung im Gespräch mit der BBC. Die Begleitung durch zwei männliche Wachen würde das Risiko eher erhöhen als verringern. Während ihres Aufenthalts habe eine Gruppe von männlichen Sicherheitsmitarbeitern beobachtet, wie jemand sie belästigt habe und sei nicht eingeschritten.

10.50 Uhr: Deutschland will Flüge afghanischer Ortskräfte unterstützen

Die Bundesregierung will gefährdete Ortskräfte aus Afghanistan nun auch bei der Reise nach Deutschland unterstützen. Dazu wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Übernahme der Flugkosten vorbereitet. Das Thema war in Berlin auch am Rande der Sitzung des Kabinetts besprochen worden. Auf dem Tisch lagen am Donnerstag Pläne, mindestens die Flugtickets für die Ortskräfte zu bezahlen. Debattiert wurde aber auch, Charterflüge aus Afghanistan zu organisieren. Vor allem das Verteidigungsministerium hatte gedrängt, mehr zur Unterstützung gefährdeter, einheimischer Mitarbeiter zu tun, die der Bundeswehr beim Einsatz in dem Land geholfen hatten.

10.35 Uhr: DWD-Klimaforscher: Unwetterkatastrophe war “Jahrhundertereignis”

Die extremen Starkregenfälle, die in der vergangenen Woche in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Hochwasserkatastrophe auslösten, sind nach Einschätzung von Klimaforschern “mindestens als Jahrhundertereignis” einzustufen. In der klimatologischen Einordnung des Deutschen Wetterdienstes hieß es, an einer ungewöhnlich großen Zahl von Stationen im Westen seien bisherige Rekorde weit übertroffen wurden.

Innerhalb weniger Stunden oder Tage sei im Mittel über ganze Flusseinzugsgebiete das 1,5 bis zweifache des mittleren Niederschlages im Juli bezogen auf die Referenzperiode 1991-2020 erreicht worden.

Die Extremniederschläge stehen zudem in einer Serie von Starkregen-Ereignissen seit Mai, so die DWD-Klimafachleute. Bereits jetzt rangiere das Jahr 2021 unter den Top fünf der Jahre mit den meisten aufgetretenen Einzelereignissen seit 2001. Grund zur Entwarnung gebe es nicht.

10.34 Uhr: Kranhaken erschlägt 37-Jährigen auf Baustelle

Der herabstürzende Haken eines Krans hat einen 37 Jahre alten Bauarbeiter in Waldhäuser in Bayern erschlagen. Der Mann wurde am Kopf getroffen und war sofort tot, wie die Polizei mitteilte. Der Kranhaken samt Umlenkrolle war wegen eines gerissenen Seiles abgestürzt. Warum das Seil riss, war zunächst unklar und wird von der Kriminalpolizei Passau untersucht. Den Kran hatte der 37-Jährige selbst bedient.

10.13 Uhr: Gedenken an Opfer der Terroranschläge in Norwegen begonnen

In Norwegen haben die Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Opfer der Terroranschläge in Oslo und auf der Insel Utøya vor genau zehn Jahren begonnen. “Der Terror des 22. Juli war ein Angriff auf unsere Demokratie”, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg auf einer ersten Zeremonie am Morgen im Osloer Regierungsviertel, wo die Anschläge des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 ihren Anfang genommen hatten. Man dürfe niemals akzeptieren, dass jemand zur Gewalt greife, um Andersdenkende aufzuhalten. Im Anschluss wurden die Namen aller 77 Todesopfer der Angriffe verlesen.

Im Laufe des Tages waren mehrere weitere Gedenken geplant, darunter auch eines auf Utøya selbst. Bei einer nationalen Gedenkveranstaltung am Abend wollte König Harald V. eine Ansprache halten.

9.51 Uhr: Luftwaffe erkundet Flutschäden mit Überwachungsflugzeug A319OH

Die Bundeswehr will die Schäden nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschland genauer aus der Luft erkunden. Nachdem am Vortag eine Tornado-Aufklärungsmaschine über der Eifel unterwegs war, sollte am Donnerstag das für Rüstungskontrollflüge vorgesehene Überwachungsflugzeug A319OH (“offener Himmel”) über dem Katastrophengebiet fliegen, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Mit hochsensiblen Kameras an Bord sei eine weitere Lageverdichtung möglich. Die Aufnahmen sollen vom Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen ausgewertet werden.

9.22 Uhr: Australiens Premier entschuldigt sich für langsame Impfkampagne

Australiens Premierminister Scott Morrison hat wegen der langsamen Impfkampagne gegen das Coronavirus um Entschuldigung gebeten. “Es tut mir Leid, dass wir die erhofften Zielmarken nicht erreichen konnten”, sagte Morrison. Die Behörden in der Metropole Sydney hatten zuvor angekündigt, dass es wegen des anhaltenden Anstiegs der Ansteckungszahlen wohl zu längerfristigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen wird.

Morrison steht derzeit stark unter Druck. Die lange Zeit sehr niedrigen Ansteckungszahlen in Australien waren zuletzt so schnell angestiegen wie seit Beginn der Pandemie nicht. Zugleich sind nur rund elf Prozent der Bevölkerung geimpft – eine der niedrigsten Impfraten unter den reicheren Ländern.

9.13 Uhr: Deutschpop-Star Helene Fischer startet geheimnisvollen Countdown

Deutschpop-Sängerin Helene Fischer (36, “Atemlos”) hat einen mysteriösen Countdown gestartet. Auf ihrer Webseite wird in orange-farbener Schrift auf schwarzem Hintergrund in Sekundenschritten auf die Nacht vom 5. zum 6. August heruntergezählt. Welches Ereignis mit Ende ihres 37. Geburtstags, den sie am 5. August feiert, ansteht, wird bislang nicht weiter erklärt.

Auch in den Sozialen Medien gab sich Fischer geheimnisvoll. Auf ihrem Instagram-Account fanden sich keine Fotos von der Sängerin, ihr Profilbild zeigte auf Instagram wie auch auf Facebook und Twitter nur einen orangenen Kreis auf schwarzem Hintergrund. Die Hintergründe dieses Internet-Auftritts sind noch unklar, Fans spekulierten jedoch über ein neues Album.

8.51 Uhr: Anwohner von Erftstadt-Blessem dürfen zum Aufräumen in Häuser zurück

Im Katastrophengebiet Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen dürfen einige Anwohner voraussichtlich schon von heute an dauerhaft in ihre Häuser zurück. Voraussetzung sei, dass die Standsicherheit der Gebäude gewährleistet ist, teilte Landrat Frank Rock mit. Dies werde ab dem Vormittag durch den Geologischen Dienst überprüft. Ist dies geschehen, müsse “den Blessemer Bürgern auch die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Häuser und Wohnungen wieder dauerhaft zu betreten, insbesondere um Aufräumarbeiten zu leisten”, sagte Rock. Dies könne noch am Donnerstag geschehen.

Der Einlass in das Gebiet nach der Flut in der vergangenen Woche werde zunächst nur Blessemer Bürgern erlaubt. Für sie werde ein Shuttleservice eingerichtet. Teams von Feuerwehr, Polizei und Psychologen stünden bereit.

8.35 Uhr: Niedersachsen schließt tägliche Corona-Tests in Schulen nicht aus

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will nach den Sommerferien die Corona-Testfrequenz in den Schulen erhöhen. Möglicherweise solle statt zweimal wöchentlich täglich getestet werden, sagte der Minister der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Niemand wird nach den Sommerferien ohne einen negativen Corona-Test in die Schule gehen”, sagte Tonne.

8.35 Uhr: Wieder Gewitter und Starkregen in NRW am Wochenende möglich

Nach einigen Tagen Sonnenschein drohen in Nordrhein-Westfalen am Wochenende wieder Schauer und Gewitter mit Starkregen. “Es kann theoretisch und punktuell in den Unwetterbereich gehen”, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wo und ob die Unwetter stattfinden könne noch nicht abgeschätzt werden. Am Freitag scheine zunächst noch die Sonne, vor allem im Südwesten.

Am Samstag soll nach Angaben des DWD von Südwesten dann Bewölkung aufziehen. Zunächst regne es in der Eifel, im Laufe des Nachmittags breiten sich die Niederschläge aus, so die Meteorologin. Die Temperaturen steigen von maximal 28 Grad am Freitag auf bis zu 29 Grad am Samstag. Das unbeständige Wetter setze sich am Sonntag und Montag fort. An beiden Tagen müsse man mit Gewittern rechnen, berichtete die Meteorologin. 

8.26 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Überschwemmungen in China steigt auf 33 

Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Überschwemmungen in der chinesischen Provinz Henan und ihrer Hauptstadt Zhengzhou ist auf mindestens 33 gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, würden zudem mindestens acht Menschen noch vermisst. Seit vergangenem Freitag, als die schweren Regenfälle begannen, seien mindestens 376.000 Menschen in der Provinz aus Gefahrengebieten in Sicherheit gebracht worden.

8.22 Uhr: Deutsche Bahn muss sieben Zugstrecken im Hochwassergebiet komplett neu bauen

Nach der Hochwasserkatastrophe im Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen muss die Deutsche Bahn sieben Strecken komplett neu bauen oder sanieren. “Das wird eine Mammut-Aufgabe”, sagte eine Bahn-Sprecherin im Deutschlandfunk. Das gesamte Ausmaß der Schäden sei noch nicht zu ermessen; der Konzern schätzt die Schäden allein an der Infrastruktur aktuell auf 1,3 Milliarden Euro; dazu komme der fehlende Umsatz, sagte die Sprecherin. 

Im Hochwassergebiet seien Strecken unterspült oder Schotter weggespült. “Wir können noch nicht ermessen, wann so eine Strecke wieder sicher befahrbar sein wird”, sagte die Sprecherin. Insgesamt sind nach Angaben der Bahn 600 Kilometer Schiene zerstört und 80 Bahnhöfe teils schwer beschädigt. 

8.07 Uhr: Nach Fußball-Krawallen: Rund 800 Polizisten durchsuchen Wohnungen

Rund 800 Polizisten haben in Sachsen und Brandenburg Wohnungen von Tatverdächtigen von schweren Fußball-Krawallen durchsucht. Die Aktion am Morgen betraf 56 Wohnungen, die meisten in Dresden und Umgebung. Ziel sei es, Beweismittel sicherzustellen, insbesondere Tatkleidung, Handys und Pyrotechnik, teilte die Polizei mit. Die Ermittler der “Soko Hauptallee” würden bei den Durchsuchungen von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei unterstützt.

Vier Tatverdächtige im Alter von 20 bis 31 Jahren wurden demnach festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, bei den Ausschreitungen im Mai am Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion eine aktive Rolle gespielt und Polizisten mit Flaschen beworfen zu haben. Die vier Verdächtigen, die bereits “einschlägig in Erscheinung getreten” seien, sollten am Donnerstag einem Richter vorgeführt werden. Insgesamt ermittelt die Polizei gegen 70 Personen.

7.20 Uhr: Biden nominiert Witwe von Ted Kennedy als US-Botschafterin in Österreich

Victoria Kennedy soll neue US-Botschafterin in Österreich werden. Präsident Joe Biden habe die Witwe des verstorbenen US-Senators Ted Kennedy für den Posten nominiert, teilte das Weiße Haus mit. Als neuen Botschafter in Kanada schlug Biden demnach den Geschäftsmann David Cohen vor. Neuer Botschafter in Slowenien soll nach dem Willen des Präsidenten die Anwältin Jamie Harpootlian werden. Die Personalien müssen noch vom Senat bestätigt werden.

Victoria Kennedy war bislang als Anwältin in der Kanzlei Greenberg Traurig tätig. Zudem ist sie Mitgründerin und Präsidentin des Edward M. Kennedy Instituts, das im Bereich der politischen Bildung aktiv ist. Kennedy setzt sich seit langem für ein schärferes Waffenrecht in den USA ein.

Ted Kennedy war der Bruder des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, der 1963 einem Attentat zum Opfer fiel, und des 1968 ebenfalls ermordeten Justizministers Robert Kennedy. Ted Kennedy saß an der Seite von Biden jahrzehntelang im US-Senat. 2009 erlag er einem Krebsleiden.

6.30 Uhr: DAK-Gesundheit: Erkältungssaison 2021 nahezu komplett ausgefallen

Die Zahl der Krankmeldungen ist nach Angaben der DAK-Gesundheit in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 3,7 Prozent gefallen. Das bedeutet, dass im ersten Halbjahr durchschnittlich 3,7 Prozent der DAK-Versicherten arbeitsunfähig gemeldet waren. Das sei ein enormer Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und zum ersten Halbjahr 2019, als der Krankenstand jeweils 4,2 Prozent betragen habe, teilte die Krankenversicherung mit. Von Januar bis Juni 2021 hatten DAK-versicherte Arbeitnehmer durchschnittlich 6,7 Fehltage und damit 22 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020.

Ein besonders großes Minus habe es bei den Atemwegserkrankungen gegeben, hieß es. Auf je 100 Versicherte kamen im gesamten Halbjahr nur 48 Fehltage – in den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren es 92 mehr gewesen, wie die Auswertung der Daten ergab. “Die Erkältungssaison 2021 ist nahezu komplett ausgefallen”, sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Er erklärte das mit den Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Pandemie und plädierte dafür, sich auch künftig in Erkältungszeiten ein Beispiel an Asien zu nehmen: “Die Maske ist im Kampf gegen Krankheitserreger so einfach wie wirkungsvoll.”

5.46 Uhr: Einen Tag vor Zeremonie: Direktor von Olympia-Eröffnungsfeier gefeuert

Einen Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio ist deren künstlerischer Leiter gefeuert worden. Show-Direktor Kentaro Kobayashi stolperte über einen alten Sketch, in dem er sich über den Holocaust lustig gemacht hatte, wie die Organisatoren der Spiele erklärten. 

Es habe sich herausgestellt, dass Kobayashi bei einem früheren Auftritt Wörter genutzt habe, “die sich über eine tragische geschichtliche Tatsache lustig gemacht haben”, sagte Olympia-Cheforganisatorin Seiko Hashimoto. Das Organisationskomitee habe deshalb entschieden, ihn von seinem Posten zu entbinden.

Es ist die jüngste in einer Reihe von Pannen. Anfang der Woche war einer der Komponisten für die Eröffnungsfeier wegen Mobbens von behinderten Mitschülern während seiner Schulzeit zurückgetreten. Im Februar hatte der damalige Olympia-Cheforganisator Yoshiro Mori wegen frauenfeindlicher Äußerungen sein Amt niederlegen müssen. Im März musste der damalige Kreativdirektor für die Eröffnungs- und Abschlussfeier gehen, weil er geplant hatte, ein Plus-Size-Model als “Olympig” – olympisches Schwein – bei der Eröffnungsfeier ins Stadion einschweben zu lassen.

5.18 Uhr: Heil sagt Arbeitsagentur-Hilfen für Hochwassergebiete zu

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Unternehmen und Arbeitnehmern in den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen mehr Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit zugesichert. “In dieser dramatischen Krise geht es um einen Dreiklang: erstens den Menschen akut zu helfen, zweitens eine finanzielle Soforthilfe zu schaffen und drittens nach dem Wiederaufbau der Infrastruktur die längerfristige Unterstützung für Unternehmen und Arbeitsplätze sicherzustellen”, sagte Heil der “Rheinischen Post”.

Mit Mitteln der Bundesagentur sollten verstärkt  Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen gesichert werden. Kurzarbeitergeld könne den Beschäftigten und Unternehmen in den betroffenen Regionen “in ihrer Not helfen”. Der Minister kündigte eine Prüfung der Frage an, ob die in der Corona-Krise verbesserten Kurzarbeitergeld-Regeln über Ende September hinaus verlängert werden sollten.

4.45 Uhr: MDR will Klimaberichterstattung ausbauen

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will seine Berichterstattung über den Klimawandel ausbauen. “Was wir im Haus gerade vorantreiben, ist, unsere Kompetenz im Klimabereich zu verstärken. Ich würde sogar von Klimajournalismus sprechen”, sagte Intendantin Karola Wille der Nachrichtenagentur DPA. Man wolle Wissenschaftsjournalismus stärken und damit eines der größten Transformationsthemen kontinuierlich in die verschiedenen Felder und Formate der journalistischen Arbeit einbeziehen.

Der Sender plant nach der Bundestagswahl eine Art “Klimaherbst” mit publizistischen Angeboten. Klimaberichterstattung dürfe sich auf kein einzelnes Format beschränken. Wille betonte auch: “Wir leben in einer Region, die beim Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft zu den Vorreitern in Deutschland zählt, damit einher geht eine Vielzahl von Innovationen in Wirtschaft, Forschung und Infrastruktur.” Dies solle sichtbarer werden – etwa mit dem wöchentlichen multimedialen MDR-Klima-Update ab diesem Freitag. Man baue im Hause auch Experten auf, die crossmedial über den Klimawandel berichten sollen.

4.00 Uhr: Norwegen gedenkt der Opfer des Rechtsextremisten Breivik

In Norwegen wird heute der Opfer der Anschläge des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik in Oslo und Utøya vor zehn Jahren gedacht. Am 22. Juli 2011 hatte Breivik im Regierungsviertel von Oslo acht Menschen mit einer Bombe getötet. Danach setzte er auf die kleine Insel Utøya über und erschoss dort 69 Menschen, die meisten von ihnen Teilnehmer eines von der Arbeiterpartei organisierten Sommercamps für Jugendliche. 

Die meisten der Opfer des Attentats auf der Insel Utøya waren jünger als 20 Jahre, das jüngste erst 14. Der Anschlag, bei dem auch dutzende Menschen verletzt wurden, löste in Norwegen und international Entsetzen aus. Breivik, der zum Zeitpunkt der Tat 32 gewesen war, wurde 2012 zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 

kng / fs AFP DPA

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