News von heute: RKI setzt Impfziel für Deutschland – hohe Quote wegen Delta-Variante nötig

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

20 Uhr: Ex-Minister der Malediven wegen Kindesmissbrauch in Untersuchungshaft

Ein früherer Finanzminister der Malediven sitzt in Sri Lanka in Untersuchungshaft, weil er Sex mit einer 15-Jährigen gehabt soll. Am Montag wurde eine Freilassung gegen Kaution abgelehnt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ex-Minister Mohamed Ashmalee werde Vergewaltigung vorgeworfen.

Die 15-Jährige ist nach Polizeiangaben von ihrer Mutter an mindestens zwei Männer verkauft worden, die sie auf einer Website zur Prostitution angepriesen haben sollen. Während der vergangenen drei Monate sollen sie die Minderjährige in einem Hotel festgehalten und dort zum Sex mit mindestens 33 Männern, darunter dem Minister, gezwungen haben. Inzwischen seien 32 Personen festgenommen worden, auch die Mutter. Die Jugendliche befinde sich im Krankenhaus.

19.51 Uhr: Rätsel um drei Tote auf Golfplatz in USA – darunter Profi-Golfer

Die Polizei im US-Bundesstaat Georgia hat drei Leichen auf einem Golfplatz gefunden – eines der Opfer ist ein bekannter Profi-Golfer. Der Vorfall hatte sich bereits am Samstag in Kennesaw im Pinetree Country Club ereignet, wie die Polizei von Cobb County mitteilte. Die Beamten fanden dort Profi-Golfer Eugene “Gene” Siller mit einer Schusswunde am Kopf. Er sei noch vor Ort für tot erklärt worden.

In einem Pick-up-Truck in unmittelbarer Nähe wurden die Leichen zwei weiterer Menschen entdeckt – auch sie wiesen Schussverletzungen auf. Bei einem der beiden Opfer soll es sich um den Besitzer des Trucks gehandelt haben. Der oder die Schützen seien bisher nicht identifiziert worden und auf der Flucht, berichtete die Regionalzeitung “The Atlanta Journal-Constitution” unter Berufung auf die Polizei. Die Hintergründe des Vorfall waren noch unklar – die Polizei machte dazu keine Angaben. Medien berichten unter Berufung auf Zeugen, dass der Truck auf den Golfplatz gefahren sei und Golfer Siller habe nachsehen wollen, was passiert sei. Dabei sei er erschossen worden. 

19.06 Uhr: Nach Bootsunglücken dutzende Leichen vor Tunesiens Küste geborgen

Nach mehreren Bootsunglücken sind vor Tunesiens Küste 49 Leichen geborgen worden. Insgesamt sanken in den vergangenen fünf Tagen vier Boote in der Nähe der Stadt Sfax im Süden des Landes, sagte ein Sprecher der örtlichen Sicherheitskräfte der Deutschen Presse-Agentur. Die Menschen stammten demnach aus Ländern südlich der Sahara und waren auf dem Weg nach Europa. Da die Wetterbedingungen gerade stabil sind, versuchten derzeit besonders viele Menschen die Überfahrt nach Italien.

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens waren bereits am Samstag 43 Migranten ums Leben gekommen. 84 Menschen aus dem Sudan, Eritrea und Bangladesch konnten an Land gebracht werden. Auch vor anderthalb Wochen hatte die tunesische Marine 267 Migranten aus Seenot gerettet.

18.46 Uhr: Medien: Italienische Sängerin Raffaella Carrà mit 78 gestorben

Die italienische Sängerin, Schauspielerin und Entertainerin Raffaella Carrà ist nach einem Medienbericht im Alter von 78 Jahren gestorben. Die Nachrichtenagentur Ansa meldete unter Berufung auf Sergio Japino, mit dem Carrà lange zusammengearbeitet hatte: “Raffaela hat uns verlassen. Sie ist in eine bessere Welt gegangen.” Die beliebte Fernsehmoderatorin war laut Ansa seit einiger Zeit krank.

18.28 Uhr: CDU wirft Grünen-Mitgliedern Verbreiten von Verschwörungstheorien vor

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat Grünen-Mitgliedern und einigen ihrer Unterstützer das Verbreiten von Verschwörungstheorien vorgeworfen und einen sachlichen Wahlkampf angemahnt. So sei in die Welt gesetzt worden, die Union wolle, dass junge Menschen an Corona erkrankten, damit sie am 26. September nicht wählen könnten. Deshalb sei dazu aufgerufen worden, die Briefwahl zu beantragen. “Das sind klassische Verschwörungstheorien. Diese Art von Wahlkampf, der erhält von uns eine klare Absage”, sagte Ziemiak in Berlin nach Beratungen von Präsidium und Bundesvorstand der CDU. Auf wessen Aussage er sich bezog, sagte Ziemiak nicht. Vielmehr sagte er allgemein, “dass von Unterstützern der Grünen oder Grünen selbst Verschwörungstheorien verbreitet werden”, und nannte das Beispiel.

18.14 Uhr: Johnson bestätigt: England soll Corona-Maßnahmen ab 19. Juli beenden 

In England sollen am 19. Juli alle Corona-Maßnahmen beendet werden. Dann dürfen auch Nachtclubs wieder öffnen, Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen ebenso weg wie eine Zuschauerbegrenzung bei Großereignissen, wie der britische Premierminister Boris Johnson bestätigte. Er betonte, dass die verbindliche Entscheidung nach einer weiteren Überprüfung der Pandemie-Daten am kommenden Montag (12. Juli) getroffen werde. In Großbritannien hatte sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zuletzt deutlich erhöht. Es sei klar geworden, dass das Impfprogramm erfolgreich sei und es deutlich weniger Corona-Todesfälle gebe, obwohl die Zahl der Neuinfektionen gestiegen sei, sagte Johnson.

17.57 Uhr: Nach Haussprengung in Florida drei weitere Leichen entdeckt

Nach der Sprengung des bei Miami Beach teilweise eingestürzten Wohnkomplexes haben die Einsatzkräfte drei weitere Leichen in den Trümmern gefunden. Damit steige die offizielle Zahl der Toten auf 27, sagte Bezirksbürgermeisterin Daniella Levine Cava. 118 Menschen gelten weiterhin als vermisst, wobei unklar ist, wie viele von ihnen sich zum Unglückszeitpunkt tatsächlich in dem strandnahen Gebäude aufhielten.

Die gezielte Sprengung der noch stehenden Gebäudereste sei am späten Sonntagabend wie geplant verlaufen, sagte Levine Cava weiter. Der Wohnkomplex mit rund 130 Einheiten war am 24. Juni aus noch ungeklärten Gründen teilweise eingestürzt. Seither wurde quasi rund um die Uhr mit Spürhunden, Spezialkameras und schwerem Gerät nach Verschütteten gesucht. Die Sprengung sollte eigentlich erst in einigen Wochen erfolgen, war nun aber vorgezogen worden.

17.45 Uhr: Staatsanwaltschaft Berlin will gegen AfD-Chef Meuthen ermitteln

Die Berliner Staatsanwaltschaft will Ermittlungen gegen den Vorsitzenden der AfD, Jörg Meuthen, aufnehmen. Dazu wurde beim Europäischen Parlament ein Antrag auf Aufhebung seiner Immunität gestellt, wie Parlamentspräsident David Sassoli in Straßburg sagte. Worum genau es bei den Ermittlungen gehen soll, sagte er nicht. Meuthen sitzt für die AfD im Europaparlament. Seine parlamentarische Immunität schützt ihn weitgehend vor Strafverfolgung. Sassoli verwies den Fall an den zuständigen Rechtsausschuss des EU-Parlaments. Eine finale Entscheidung über Meuthens Immunität könnte dann in einigen Monaten im Plenum erfolgen.

17.40 Uhr: Wieder Raketenbeschuss auf Luftwaffenbasis im Irak

Auf einer Luftwaffenbasis von Truppen der internationalen Koalition im Irak sind erneut Raketen eingeschlagen. “Es gibt keine Verletzten”, erklärte der Sprecher des Bündnisses, Wayne Marotto, via Twitter. Insgesamt hätten drei Raketen den Umkreis des Stützpunktes Ain al-Assad im Westen des Landes getroffen. Schäden würden derzeit noch untersucht. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr erklärte über Twitter, alle deutschen Soldaten seien wohlauf.

In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Raketen auf Stützpunkte im Irak abgefeuert, die von der US-Armee genutzt werden. Im Verdacht stehen dabei Milizen, die eng mit dem Iran verbunden sind. Sie fordern den Abzug der US-Truppen aus dem Irak. Die von den USA angeführte Koalition unterstützt Iraks Armee im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

17.34 Uhr: Stiefvater stirbt nach Verletzung mit Messer – 15-Jähriger verhaftet

Weil er seinen Stiefvater so mit einem Küchenmesser verletzt haben soll, dass der 44-Jährige starb, ist ein 15-Jähriger aus dem Kreis Kusel in Rheinland-Pfalz verhaftet worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und das Polizeipräsidium Westpfalz mit. Zum Tathergang oder dem Motiv machten sie zunächst keine Angaben. Der Mann sei in der gemeinsamen Wohnung gestorben, hieß es. Der Jugendliche flüchtete nach der Tat am Samstagabend, wurde jedoch in der Nacht festgenommen und in eine Jugendstrafanstalt gebracht. “Dem 15-Jährigen wird in rechtlicher Hinsicht Totschlag vorgeworfen”, hieß es. Der Verdächtige schweige zu den Vorwürfen.

17.27 Uhr: Schwestern bei Blitzeinschlag in Norwegen ums Leben gekommen

Zwei Schwestern sind bei einem Blitzeinschlag auf einem Berg in Norwegen ums Leben gekommen. Wie die Polizei der Provinz Møre und Romsdal mitteilte, handelte es sich um eine Zwölfjährige und eine 18-Jährige, die am Sonntagnachmittag auf dem Melshornet in der Gemeinde Hareid vom Blitz getroffen worden waren. Beide stammten aus Oslo. Eine dritte Schwester sei schwer verletzt worden und liege in Bergen im Krankenhaus. Nach Angaben des Gemeindevorsitzenden Bernt Brandal hatten sich die Schwestern im Urlaub befunden.

17.25 Uhr: Luxemburgs Premier nach Covid-19 Infektion weiter im Krankenhaus

Der an Covid-19 erkrankte Luxemburger Premierminister Xavier Bettel muss wegen anhaltender Krankheitssymptome länger im Krankenhaus bleiben. Wie die Regierung mitteilte, steht der 48-Jährige unter ständiger ärztlicher Beobachtung. Bei ihm sei am Wochenende eine unzureichende Sauerstoffsättigung festgestellt worden. Sein Zustand gelte als ernst, aber stabil. Er müsse schätzungsweise noch zwei bis vier Tage im Krankenhaus bleiben.

17.11 Uhr: Aserbaidschan – Feuer im Kaspischen Meer wegen eines Vulkanausbruchs

Die Südkaukasus-Republik Aserbaidschan hat das große Feuer unweit eines Erdgasfeldes im Kaspischen Meer mit einem Vulkanausbruch erklärt. Es habe sich um einen Schlammvulkan gehandelt, der Methan und andere brennbare Gase ausstoße, teilte das staatliche Öl- und Gasunternehmen Socar laut aserbaidschanischen Medien mit.

Die Behörden hatten zuvor Berichte über eine mögliche Explosion auf einer Offshore-Plattform dementiert und einen Unfall dort ausgeschlossen. In der autoritär geführten Ex-Sowjetrepublik ist es allerdings kaum möglich, Informationen unabhängig zu überprüfen. Am späten Sonntagabend hatten Menschen Videos von riesigen Flammen vor der Küste Aserbaidschans veröffentlicht. Einige Medien hatten daraufhin berichtet, es könnte eine Explosion auf einer Offshore-Plattform gegeben haben.

17.09 Uhr: Norwegen verschiebt nächste Corona-Lockerungen wegen Delta-Variante

Die Norwegerinnen und Norweger müssen wegen Sorgen vor der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus auf die nächste Lockerungsstufe bei den staatlichen Beschränkungen warten. Die Öffnungsstufe vier werde auf Empfehlung der Gesundheitsbehörden bis mindestens Ende Juli oder Anfang August aufgeschoben, teilte die Regierung mit. Dies liege an Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Infektionsentwicklung und der Delta-Variante sowie der Impfstoffversorgung. Es gebe ein Risiko, dass die zunächst in Indien aufgetauchte Virus-Variante eine vierte Infektionswelle unter Nicht- oder Einfach-Geimpften sowie unter gefährdeten Gruppen auslösen könnte, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg auf einer Pressekonferenz in Oslo.

17 Uhr: EU-Rechnungshof – Steuerzahler müssen oft für Umweltschäden zahlen

Steuerzahler müssen laut Europäischem Rechnungshof in vielen Fällen statt der eigentlichen Verursacher für Umweltverschmutzung aufkommen. Dabei gelte in der EU eigentlich das sogenannte Verursacherprinzip, kritisierten die Prüfer in einem Bericht. Sprich, wer für einen Schaden verantwortlich sei, müsste für ihn aufkommen. “Bislang werden diese Kosten jedoch viel zu oft auf die europäischen Steuerzahler abgewälzt”, sagte Viorel Stefan, das für den Bericht zuständige Mitglied des Europäischen Rechnungshofs. Als Beispiel werden unter anderem landwirtschaftliche Betriebe genannt. Bei diesen sogenannten diffusen Quellen sei das Verursacherprinzip besonders schwierig anzuwenden. Das sind Quellen bei denen konkrete Verursacher schwer zu ermitteln sind.

16.39 Uhr: Lauterbach schlägt Impfungen in Ausgehmeilen vor

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vorgeschlagen, künftig auch in Ausgehmeilen gegen das Coronavirus zu impfen. Es solle an an Freitag- und Samstagabenden “mobile Impfstationen an belebten Plätzen geben, wo sich viele Leute treffen, auch vor Bars und Klubs”, sagte Lauterbach dem Portal “Business Insider”. Man solle “mit den Impfungen dorthin gehen, wo die Menschen sind”. “Die Hürden zur Impfung müssen so weit wie möglich abgesenkt werden”, betonte Lauterbach. In Israel und den USA seien mit ähnlichen Angeboten große Erfolg erzielt worden. In Deutschland wird bislang vor allem in Impfzentren und Arztpraxen geimpft.

16.38 Uhr: RKI setzt Impfziel – hohe Impfquote wegen Delta nötig

Im Kampf gegen die Delta-Variante sollten laut Berechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein. “Bei rechtzeitigem Erreichen dieser Impfquote scheint eine ausgeprägte 4. Welle im kommenden Herbst/Winter unwahrscheinlich”, heißt es in dem Papier, das heute veröffentlicht wurde. Dennoch müsse sich die Bevölkerung weiter an die Basishygienemaßnahmen halten. Möglicherweise sei es auch notwendig, bei ansteigenden Infektionszahlen Kontakte “zu einem gewissen Grad” zu reduzieren.

16.32 Uhr: Grünen-Bundesgeschäftsführer – Baerbock bleibt Kanzlerkandidatin

Trotz anhaltender Diskussionen um ihr Buch soll Annalena Baerbock Grünen-Kanzlerkandidatin bleiben. “Wir gehen als Team, als grünes Team, gemeinsam in diesen Wahlkampf mit Annalena Baerbock an der Spitze”, sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner in Berlin. “Daran ändert sich nichts.”

Seit Anfang vergangener Woche macht der österreichische Medienrechtler Stefan Weber immer mehr Stellen in Baerbocks Buch “Jetzt. Wie wir unser Land erneuern” publik, an denen sich auffallende Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zuvor war bekannt geworden, dass sie Sonderzahlungen verspätet an den Bundestag gemeldet hatte. Partei und Kandidatin mussten zudem Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren.

16.07 Uhr: Österreicher auf Toilette von Schlange gebissen

Beim morgendlichen Gang auf die Toilette ist ein Österreicher von einer Schlange gebissen worden. Wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die österreichische Polizei berichtete, hatte sich der 65-jährige Mann aus Graz auf die Kloschüssel gesetzt und ein Zwicken verspürt. Als er einen Blick in die Schüssel warf, schaute ihn eine 1,6 Meter lange Albino-Netzpython an. De Mann wurde leicht verletzt und in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Die Schlange war dem Bericht zufolge aus der Wohnung eines Nachbarn entwischt und offenbar über die Kanalisation in die Toilette des 65-Jährigen gelangt. Sie wurde von einem Reptilien-Experten aus der Toilette geholt und ihrem 24-jährigen Besitzer übergeben. Der junge Mann, der demnach elf Würgeschlangen und einen Gecko besitzt, wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt. 

16.02 Uhr: Ein Toter und 29 Verletzte bei Explosion und Feuer in Plastikfabrik in Bangkok

Bei einer Explosion und einem Feuer in einer Plastikfabrik in Bangkok ist ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. 29 Menschen wurden nach Angaben der thailändischen Behörden verletzt, als es in der Fabrik der taiwanischen Firma Ming Dih Chemical aus zunächst ungeklärter Ursache zu einer Explosion kam. Die riesige schwarze Rauchwolke über dem Fabrikgelände im Bezirk Bang Pli am Stadtrand von Bangkok war bis ins 35 Kilometer entfernte Stadtzentrum zu sehen. Die Fabrik, in der nach Behördenangaben Styropor hergestellt wird, liegt in der Nähe des internationalen Flughafens der thailändischen Hauptstadt.

15.34 Uhr: Maas: Abschiebungen nach Afghanistan noch vertretbar 

Bundesaußenminister Heiko Maas hält Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan trotz der sich immer weiter verschlechternden Sicherheitslage noch für vertretbar. “Bisher gab es sicherlich eine Zunahme von Gewalt, die es auch in der Vergangenheit gegeben hat. Sollte sich das weiter dramatisieren, wird sich das auch in unseren Berichten niederschlagen”, sagte Maas am Montag in Madrid. “Welche Auswirkungen das dann auf die Frage hat, ob Menschen noch abgeschoben werden können nach Afghanistan, wird man dann sehen. Bei dem was, wir bisher an Informationen haben, halte ich die bisherige Praxis aber nach wie vor für vertretbar.”

15.01 Uhr: Streit beigelegt – “Ever Given” darf Suezkanal am Mittwoch verlassen

Monatelang gab es Streit um die Blockade des Suezkanals durch den Frachter “Ever Given” – nun haben beide Seiten eine Einigung erzielt. Das Containerschiff solle an diesem Mittwoch freikommen, teilte ein Sprecher des japanischen Schiffseigners Shoei Kisen Kaisha am Montag auf Anfrage mit. Details zur Vereinbarung mit der ägyptischen Kanalbehörde nannte er nicht. Nach wochenlangen und umfangreichen Verhandlungen habe es eine “grundsätzliche Einigung” gegeben, hatte die britische Anwaltskanzlei Stann Marine kürzlich bekanntgegeben. Sie vertritt die Eigentümer sowie Versicherer der “Ever Given”.

14.41 Uhr: Feiernder Italien-Fan springt Frau aufs Autodach – Polizei sucht ihn 

Ungewöhnliche Fahndung im sauerländischen Menden: Die Polizei sucht einen Fan der italienischen Nationalmannschaft, der einer Frau nach dem Einzug ins Halbfinale auf das Autodach gesprungen ist. Wie die Polizei mitteilte, hatte die Frau am späten Freitagabend wegen jubelnder Fans auf einer Straße in der Innenstadt stoppen müssen. Einer der Feiernden sprang ihr aufs Dach – und hinterließ laut Polizei eine Beule. “Der Sachschaden liegt bei rund 1000 Euro”, sagte ein Sprecher. Der “Dachspringer” – so die Polizei wörtlich – sei in der feiernden Menge verschwunden. Nun werde er gesucht, sagte der Sprecher.

14.38 Uhr: Ermittlungen nach Tod von Kleinkind in Fuldakanal eingestellt 

Nach dem Tod eines zweijährigen Kleinkinds vergangenen Dezember im Fuldakanal hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Es sei von einem tragischen Unfallgeschehen auszugehen, Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht, teilte die Staatsanwaltschaft in Fulda mit. So sei das Mädchen eindeutig ertrunken, Anzeichen einer Gewalteinwirkung gebe es nicht. Die Staatsanwaltschaft hatte die Tagesmütter der Zweijährigen befragt, die Wohnung der Familie untersucht sowie die Abgrenzung des Grundstücks zum Fuldakanal geprüft. Das Mädchen war abends unbeobachtet aus der elterlichen Wohnung entwichen. Nach einer Suchaktion entdeckten Taucher die Leiche des Kinds in dem neben dem Grundstück des Elternhauses gelegenen Kanal.

14.34 Uhr: Preise für Baumaterial im Mai massiv gestiegen

Ob Holz, Stahl oder Dämmmaterial: Baustoffe sind im Mai deutlich teurer gewesen als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, verteuerten sich die Erzeugerpreise allein bei Konstruktionsvollholz um 83,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Stahl- und Ölpreise treiben die Kosten auf dem Bau in die Höhe. Einen deutlichen Preisanstieg gibt es laut Statistik auch bei Dachlatten, die im Mai um fast die Hälfte teurer waren als ein Jahr zuvor (45,7 Prozent), sowie bei Bauholz, das 38,4 Prozent mehr kostete als im Mai 2020. Beim Stahl war Betonstahl in Stäben im Mai um 44,3 Prozent teurer, Betonstahlmatten kosteten 30,4 Prozent mehr als im Mai 2020. Betonstahl wird unter anderem zur Verstärkung von Bodenplatten, Decken oder Wänden eingesetzt. “Hauptgründe für die anziehenden Holz- und Stahlpreise dürfte die steigende Nachfrage im In- und Ausland während der Corona-Pandemie sein”, erklärte das Bundesamt und führte zudem “Probleme in der Versorgung mit Rohstoffen” als Ursache an. 

14.31 Uhr Polizist kniet auf Mann – Staatsanwaltschaft München prüft Einsatz

Die Staatsanwaltschaft München I überprüft einen Einsatz der Bundespolizei in einer Münchner S-Bahn-Station vom Februar 2020. Das Nachrichtenmagazin “Focus” hatte am Montag ein Video des Einsatzes veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie ein Polizist auf Kopf- und Halsregion eines um Hilfe rufenden Mannes kniet. “Das Vorgehen von der Polizei wird von uns überprüft”, sagte nun die Sprecherin der Behörde, Anne Leiding, der Deutschen Presse-Agentur. Es handle sich um Vorermittlungen, um zu klären, ob ein Verfahren eingeleitet wird. Das Video stammt nach Angaben der Bundespolizei aus einer Polizisten-Bodycam. Wie es an die Öffentlichkeit gelangte, war zunächst unklar. Gegen den Mann, auf dessen Hals der Polizist kniete, läuft bereits ein Ermittlungsverfahren – eben wegen jenes Einsatzes. “Die Bundespolizei hat den Vorgang bei der Staatsanwaltschaft München I angezeigt”, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen auf und erhob daraufhin im August 2020 Anklage wegen Körperverletzung, Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

14.28 Uhr: 140 Schüler aus Internat in Nigeria entführt

Bewaffnete Angreifer haben im Nordwesten Nigerias 140 Schüler aus einem Internat entführt. Von 165 Schülern, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs in dem Internat aufgehalten hätten, seien nur 25 den Entführern entkommen, sagte der Lehrer Emmanuel Paul von der betroffenen Bethel Baptist High School im Bundesstaat Kaduna der Nachrichtenagentur AFP. “Wir haben keine Ahnung, wohin die Schüler gebracht wurden.” Die bewaffneten Männer seien über einen Zaun geklettert, um auf das Schulgelände zu gelangen, berichtete Paul. “Alles deutet darauf hin, dass sie zu Fuß gekommen sind.”

Ein Polizeisprecher bestätigte den Angriff auf das Internat am frühen Montagmorgen. Zur Zahl der entführten Schüler machte er keine Angaben. Eine Rettungsaktion sei im Gange. 

14.28 Uhr: Löfven wieder als schwedischer Ministerpräsident vorgeschlagen

Der zurückgetretene schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven erhält eine neue Chance, Regierungschef zu werden. Parlamentspräsident Andreas Norlén schlug ihn für das Amt des Ministerpräsidenten vor. Darüber solle am Mittwoch im Stockholmer Reichstag abgestimmt werden, sagte Norlén auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Löfven. Löfven habe ihm mitgeteilt, dass er eine Lösung gefunden habe, um eine rot-grüne Regierung zu bilden.

Die rot-grüne Minderheitsregierung des Sozialdemokraten Löfven war vor zwei Wochen im Zuge eines Mietpreis-Streits mit der Linkspartei per Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden. Löfven hatte daraufhin eine Woche Zeit, um sich zwischen Rücktritt und Neuwahl zu entscheiden. Am vergangenen Montag reichte er seinen Rücktritt ein, worauf die Suche nach einer neuen Regierung aufgenommen wurde. Der Chef der Moderaten, Ulf Kristersson, war als Erstes mit der Regierungssuche beauftragt worden, gab aber vor Ablauf der Frist auf. Als nächstes war dann Löfven an die Reihe gekommen.

14.22 Uhr: Mann verletzt türkische Familie in Lübeck mit Reizgas

Ein Mann hat in Lübeck eine türkische Familie mit Reizgas verletzt. Es gebe Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in der schleswig-holsteinischen Stadt mit.

Nach ersten Ermittlungen trafen am Samstag eine vierköpfige türkische Familie und ein Ehepaar zufällig auf einem Fußgängerüberweg aufeinander. Aus bisher nicht bekannten Gründen soll es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein, in dessen Folge ein 51-Jähriger ein Tierabwehrspray einsetzte. Der 45-jährige türkische Familienvater und zwei vier und acht Jahre alte Kinder wurden verletzt. Sie wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Beschuldigte und seine 49-jährige Ehefrau hatten jeweils ein Tierabwehrspray sowie ein Einhandmesser und einen Teleskopschlagstock dabei. Die Beamten beschlagnahmten diese nach dem Waffengesetz verbotenen Gegenstände.

14.10 Uhr: 21 Flüchtlinge bei Bootsunglück vor tunesischer Küste gestorben

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens sind 21 Flüchtlinge ums Leben gekommen, die über das Mittelmeer nach Europa wollten. 50 Insassen seien gerettet worden, teilte die Nationalgarde mit. Demnach war das Boot am Sonntag vor der der Küste der Hafenstadt Sfax gekentert. Die Flüchtlinge stammten den Angaben zufolge aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. 

14.05 Uhr: Niederländischer König steuerte Flugzeug selber nach Berlin

Der niederländische König Willem-Alexander saß bei seinem Flug zum Staatsbesuch in Berlin mit im Cockpit des Regierungsflugzeugs. Nach Mitteilung des Hofes flog Willem-Alexander die Boeing am Morgen von Den Haag nach Berlin. Ungewöhnlich ist das nicht. Willem-Alexander hat seit langem einen Flugschein für Passagiermaschinen und flog auch regelmäßig als Copilot auf Linienflügen der KLM mit. Eine bestimmte Anzahl von Flugstunden muss jeder Pilot im Jahr für seine Lizenz absolvieren.

13.45 Uhr: Schlange in der Toilette – Österreicher auf dem Klo gebissen

Beim morgendlichen Toilettengang ist ein Österreicher von einer Schlange gebissen worden. Als er sich auf die Klomuschel gesetzt hatte, habe der 65-Jährige ein Zwicken im Bereich der Genitalien gespürt, berichtete die Polizei. Der Blick ins Klo zeigte ihm einen 1,6 Meter langen Albino-Netzpython. Das Reptil war aus der Wohnung des Nachbarn entwischt und auf noch unklarem Weg – möglicherweise über die Kanalisation – in die Toilette gelangt. Ein alarmierter Reptilien-Experte barg die Schlange, reinigte sie und übergab sie an den 24-jährigen Besitzer, der in seiner Wohnung in Graz insgesamt elf ungiftige Würgeschlangen hält. Der 65-Jährige erlitt lediglich leichte Verletzungen. Der Reptilienfreund wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung angezeigt.

13.36 Uhr: Mehr als 1000 afghanische Soldaten suchen Zuflucht in Tadschikistan

Mehr als 1000 afghanische Soldaten sind aus Angst um ihr Leben vor den islamistischen Talibankämpfern in die zentralasiatische Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan geflohen. Sie seien als Zeichen guter nachbarschaftlicher Beziehungen in der Nacht ins Land gelassen worden, teilten die tadschikischen Grenztruppen in der Hauptstadt Duschanbe mit. Bereits in den Tagen zuvor waren Angehörige der afghanischen Regierungstruppen in der Provinz Badachschan vor den Taliban geflüchtet.

Die Islamisten sind im Norden Afghanistans auf dem Vormarsch und haben dort zahlreiche Bezirke unter ihre Kontrolle gebracht. Der tadschikische Präsident Emomali Rachmon zeigte sich bei einem Telefonat mit seinem afghanischen Kollegen Aschraf Ghani besorgt wegen der Spannungen in der Grenzregion. Nach Angaben des Grenzschutzes in Duschanbe hat Tadschikistan weiter die Kontrolle. Besorgt wegen der Lage zeigte sich aber auch Russland.

13.18 Uhr: Bundesregierung plant keine Strafen bei versäumten Corona-Impfterminen

Die Bundesregierung hat keine Pläne, Bußgelder für versäumte Corona-Impftermine einzuführen. Die Regierung habe keine Planungen für Strafzahlungen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Er appellierte aber an die Bürgerinnen und Bürger, Termine rechtzeitig abzusagen. Grundsätzlich rief er dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

“Impftermine sind wertvoll”, sagte Seibert. Er appelliere deshalb an alle Menschen, die einen Termin nicht wahrnehmen wollten oder könnten, diesen so rechtzeitig wie möglich abzusagen. Seibert rief die Bürgerinnen und Bürger zudem auf: “Lassen Sie sich impfen.” Die Impfungen schützten vor einer potenziell schweren Krankheit, sie schützten aber auch die Mitmenschen.

Auch das Bundesgesundheitsministerium wandte sich gegen Forderungen nach Bußgeldern bei geschwänzten Impfterminen. “Wir wollen motivieren und nicht abschrecken”, sagte eine Ministeriumssprecherin.

13.04 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Taliban-Angriff auf Stützpunkt in Afghanistan

Im Westen Afghanistans haben militant-islamistische Taliban nach Behördenangaben mindestens 16 Soldaten getötet. Die Kämpfer hätten in der Nacht einen Stützpunkt in der Provinz Herat angegriffen, teilten örtliche Ratsmitglieder mit. Die Extremisten sind dort in vielen Bezirken aktiv und greifen häufiger Sicherheitskräfte an. Ein Viertel der Bezirke im Land haben die Taliban seit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen Anfang Mai erobert. Allein am Wochenende nahmen sie nach Behördenangaben mindestens 28 Bezirke in mindestens acht Provinzen ein. Die USA kündigten indes an, den Abzug der eigenen Truppen bis Ende August abzuschließen. Die Bundeswehr hatte am vergangenen Dienstag ihre letzten verbliebenen Soldaten aus dem Norden des Landes ausgeflogen.

12.19 Uhr: 23-Jähriger findet Sturmgewehr an Bundesstraße in Frankfurt am Main

An der Bundesstraße 3 in Frankfurt am Main hat ein 23-Jähriger ein funktionsfähiges Sturmgewehr gefunden. Die Waffe vom Typ Norinco CQ-A habe am Sonntag im Stadtteil Berkersheim an der Böschung neben der Straße gelegen, teilte die Polizei mit. Der junge Mann habe das Gewehr mitgenommen und zu einer Polizeiwache gebracht. Eine Absuche des Fundorts führte den Angaben zufolge nicht zu weiteren Funden oder Hinweisen. Die Polizei bat mögliche Zeugen, sich zu melden.

12.19 Uhr: Vatikan: Papst geht es nach Darmoperation gut

Papst Franziskus soll nach seiner Darmoperation noch eine Woche im Krankenhaus bleiben. Dieser Zeitraum gilt, sofern keine Komplikationen auftreten, wie Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mitteilte. Dem Oberhaupt der katholischen Kirche gehe es gut. Der 84-Jährige hatte sich am Sonntag nach dem traditionellen Angelus-Gebet vor Pilgern und Gläubigern im Vatikan für den geplanten Eingriff in die Poliklinik Agostino Gemelli in Rom begeben.

Bruni zufolge dauerte die Operation am Abend etwa drei Stunden. Der Eingriff war notwendig, weil Franziskus eine Darm-Erkrankung hatte, eine sogenannte Divertikulitis. Diese kann Bauchschmerzen und Fieber verursachen. Grund dafür sind entzündete Ausstülpungen an der Darmwand. Die Erkrankung ist bei älteren Menschen nicht unüblich. Bei der Operation entfernten die Ärzte nach Vatikan-Angaben Teile des Dickdarms.

12.19 Uhr: Deutsche Umwelthilfe und Jugendliche reichen neue Klimaklagen in Ländern ein

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat gemeinsam mit Kindern und jungen Erwachsenen fünf neue Klimaklagen auf Länderebene eingereicht. Darin fordern sie die Verabschiedung von Landesklimaschutzgesetzen, die dem Pariser Klimaschutzabkommen und dem Grundgesetz entsprechen, wie die DUH erklärte. Exemplarisch für alle Bundesländer gehen die Umweltschützer demnach juristisch gegen Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen vor.

In ihren Klimaklagen und Verfassungsbeschwerden fordern die Beteiligten unter anderem verbindliche Klimaschutzprogramme und Maßnahmen wie den Ausbau der Windkraft oder eine beschleunigte Verkehrswende. Fast alle davon wurden am Freitag eingereicht. Die Verfassungsbeschwerde für Nordrhein-Westfalen werde dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt, sobald die in der vergangenen Woche verabschiedete Neufassung des Klimaschutzgesetzes des Landes veröffentlicht sei.

Ende April hatten mehrere junge Menschen mit ihren Verfassungsbeschwerden vor dem Bundesverfassungsgericht Erfolg: Das Gericht befand das deutsche Klimaschutzgesetz für teilweise verfassungswidrig. Der Gesetzgeber muss demnach die Fortschreibung der Minderungsziele für die Zeit nach 2030 bis Ende kommenden Jahres genauer regeln.

News von heute: RKI setzt Impfziel für Deutschland – hohe Quote wegen Delta-Variante nötig

12.01 Uhr: Wild gewordener Sumatra-Elefant tötet Farmer

Ein wild gewordener Sumatra-Elefant hat in der indonesischen Provinz Aceh einen Farmer angegriffen und getötet. Der Mann habe am Wochenende zusammen mit anderen Anwohnern versucht, eine Herde Dickhäuter davon abzuhalten, die Felder zu plündern, sagte Agus Arianto, der Chef der örtlichen Naturschutzbehörde. Dabei sei er attackiert worden. “Dieser Mensch-Tier-Konflikt dauert schon seit einiger Zeit an, und wir müssen Maßnahmen ergreifen, um ihn zu stoppen”, so Arianto.

Ein Behördensprecher erklärte, der Elefant habe randaliert, nachdem ein Hund in der Gegend gebellt habe. “Das Opfer ist auf einen Baum geklettert, um dem Elefanten zu entfliehen, aber der Baum war zu niedrig”, sagte Iwan Ilham Abadi. “Der Elefant hat ihn mit dem Rüssel gepackt und zu Boden geworfen.” Der Farmer sei später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben.

11.44 Uhr: Alle Ortsschilder von schwäbischem Gunningen erneut gestohlen

Die Ortsschilder der schwäbischen Gemeinde Gunningen scheinen es Dieben besonders angetan zu haben. Am Wochenende seien sämtliche Ortsschilder entwendet worden, teilte das Polizeipräsidium Konstanz mit. Bereits im vergangenen Jahr hatten bis heute unbekannt gebliebene Diebe die Ortsschilder geklaut. Die Diebe entfernten laut Polizei an allen fünf Einfallstraßen die Ortsschilder. Den Sachschaden bezifferten die Ermittler auf rund 600 Euro. Nach dem Diebstahl im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Tempo-50-Schilder am Ortseingang aufgestellt, damit Autofahrer nicht zu schnell durch das Dorf fahren. Auch der Gemeinderat befasste sich damals mit dem Diebstahl. Was die Ortsschilder so begehrt macht, ist ebenfalls ungeklärt.

11.26 Uhr: Ein Toter und 27 Verletzte bei Explosion und Feuer in Plastikfabrik in Bangkok

Bei einer Explosion und einem Feuer in einer Plastikfabrik in Bangkok ist ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. 27 Menschen wurden nach Angaben der thailändischen Behörden verletzt, als es in der Fabrik der taiwanischen Firma Ming Dih Chemical aus zunächst ungeklärter Ursache zu einer Explosion kam.

Die riesige schwarze Rauchwolke über dem Fabrikgelände im Bezirk Bang Pli am Stadtrand von Bangkok war bis ins 35 Kilometer entfernte Stadtzentrum zu sehen. Die Fabrik liegt in der Nähe des internationalen Flughafens der thailändischen Hauptstadt. Ein Umkreis von 500 Metern um die Fabrik wurde zur Gefahrenzone erklärt. Tausende Anwohner wurden über Lautsprechdurchsagen aufgefordert, aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen zu verlassen. 

10.54 Uhr: Nach Gardasee-Crash: Verdächtiger Deutscher stellt sich

Im Fall des tödlichen Bootsunglücks auf dem Gardasee hat sich der Verdächtige aus Deutschland gestellt. Er sitze nun in Untersuchungshaft in der norditalienischen Stadt Brescia, erklärte ein Sprecher seines Anwaltsbüros der Nachrichtenagentur DPA. Demnach hatte sich der 52 Jahre alte Münchener in der Nacht im Ort Brenner in Südtirol an der italienisch-österreichischen Grenze den Behörden überstellt. Die Carabinieri hätten ihn dann nach Brescia gefahren.

Die Behörden hatten ihn zuvor per europäischem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit einem gleichaltrigen Deutschen vor etwas mehr als zwei Wochen in einem Motorboot das Boot eines italienischen Paares auf dem Gardasee gerammt zu haben. Ein 37 Jahre alter Mann und seine 25-jährige Begleiterin verloren dabei ihr Leben. Die beiden Deutschen sollen nicht zum Helfen angehalten haben, weshalb die Staatsanwaltschaft wegen unterlassener Hilfeleistung und Totschlags ermittelt. Laut ihres Verteidigers hatten die beiden ausgesagt, den Zusammenprall nicht bemerkt zu haben. Der nun verhaftete Mann soll das Motorboot damals gelenkt haben.

10.39 Uhr: Niederländisches Königspaar zu dreitägigem Staatsbesuch in Berlin eingetroffen

Das niederländische Königspaar ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Berlin eingetroffen. König Willem-Alexander und Königin Máxima landeten am Vormitag auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg und werden zunächst von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue empfangen.

Geplant sind außerdem ein Besuch im Anne-Frank-Zentrum, eine Kranzniederlegung in der Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und ein Besuch des Robert-Koch-Instituts (RKI). Am späteren Nachmittag nimmt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Königspaar am Brandenburger Tor und später im Roten Rathaus in Empfang.

9.26 Uhr: Streit um “Ever Given” nach Blockade des Suezkanals beigelegt

m Streit um die tagelange Blockade des Suezkanals durch den Frachter “Ever Given” gibt es eine Einigung. Das Containerschiff solle an diesem Mittwoch freikommen, teilte ein Sprecher des japanischen Schiffseigners Shoei Kisen Kaisha auf Anfrage mit. Details zur Vereinbarung mit der ägyptischen Kanalbehörde nannte er nicht. Nach wochenlangen und umfangreichen Verhandlungen habe es eine “grundsätzliche Einigung” gegeben, hatte die britische Anwaltskanzlei Stann Marine kürzlich bekanntgegeben. Sie vertritt die Eigentümer sowie Versicherer der “Ever Given”.

9.25 Uhr: Hunderte Migranten bei nächtlichem Einsatz im Mittelmeer gerettet

Die privaten Seenotretter des Schiffs “Ocean Viking” haben in einem großen Einsatz einige Hundert Bootsmigranten im zentralen Mittelmeer geborgen. Insgesamt habe die Crew in der Nacht fast 370 Menschen in libyschen Gewässern von einem Holzboot an Bord genommen, teilte SOS Mediterranee am Morgen mit.

8.38 Uhr: Lösegeld-Hacker wollen 70 Millionen Dollar

Die Hackergruppe, die am Wochenende hunderte Unternehmen mit Erpressungssoftware angegriffen hat, verlangt 70 Millionen US-Dollar für einen Generalschlüssel zu allen betroffenen Computern. Der Betrag solle in der Digitalwährung Bitcoin bezahlt werden, hieß es in einem Blogeintrag, über den unter anderem die IT-Sicherheitsfirma Sophos in der Nacht berichtete.

Die Hackergruppe REvil nutzte eine Schwachstelle beim amerikanischen IT-Dienstleister Kaseya, um dessen Kunden mit einem Programm zu attackieren, das Daten verschlüsselt und Lösegeld verlangt. REvil behauptet, mehr als eine Million Computer sei infiziert worden. Von unabhängiger Seite war das Ausmaß der Schäden bisher kaum zu überblicken. Die IT-Sicherheitsfirma Huntress sprach von mehr als 1000 Unternehmen, bei denen Systeme verschlüsselt worden seien. Kaseya selbst berichtete, dass weniger als 40 Kunden betroffen gewesen seien. Allerdings waren darunter auch wiederum Dienstleister, die ihrerseits mehrere Kunden haben. So entstand eine Art Domino-Effekt.

News von heute: RKI setzt Impfziel für Deutschland – hohe Quote wegen Delta-Variante nötig

8.00 Uhr: Reporter ohne Grenzen listet Orbán als Feind der Pressefreiheit auf

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) führt in ihrer turnusmäßigen Liste der “Feinde der Pressefreiheit” erstmals einen Regierungschef aus der Europäischen Union auf: den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. “Seit Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei 2010 an die Regierung gekommen sind, haben sie Ungarns Medienlandschaft Schritt für Schritt unter ihre Kontrolle gebracht”, kritisierte die Journalistenvereinigung. “Die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender wurden in der staatlichen Medienholding MTVA zentralisiert, zu der auch Ungarns einzige Nachrichtenagentur MTI gehört”, schreib RSF. “Die regionale Presse ist seit dem Sommer 2017 vollständig im Besitz Orbán-freundlicher Unternehmer. Im Herbst 2018 wurden fast 500 regierungsnahe Medienunternehmen in einer Holding zusammengefasst, um ihre Berichterstattung zentral zu koordinieren.” Die Liste mit “Feindinnen und Feinden der Pressefreiheit” umfasst 37 Staatsoberhäupter und Regierungschefs, die in besonders drastischer Weise die rücksichtslose Unterdrückung der Pressefreiheit verkörpern.

7.49 Uhr: Philippinische Militärmaschine abgestürzt: 50 Tote und 53 Verletzte

Nach dem Absturz eines Militärflugzeugs auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer auf 50 gestiegen. Bei den Toten handele es sich um 47 Soldaten in der Maschine und drei Zivilisten am Boden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Weitere 49 Soldaten und vier Zivilisten seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es. Augenzeugen zufolge war es einigen der Überlebenden gelungen, aus dem Militärflugzeug zu springen, bevor es inmitten von Bäumen aufprallte und in Flammen aufging. Das Flugzeug des Typs C-130 Hercules mit 96 Insassen hatte am Sonntag die Landebahn auf der Insel Jolo verpasst und war beim Versuch, wieder durchzustarten, abgestürzt.

7.38 Uhr: Großbrand nach Explosion in Chemiefabrik bei Bangkok – 21 Verletzte

In Thailand ist es in einer Chemiefabrik zu einer schweren Explosion gekommen. Mindestens 21 Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, berichtete die Zeitung “Bangkok Post”. Die Fabrik in Samut Prakan am südöstlichen Stadtrand von Bangkok habe Plastikschaum hergestellt. In umliegenden Wohngegenden soll es zu schweren Schäden gekommen sein, als die Produktionsstätte in der Nacht aus noch ungeklärter Ursache explodierte. Anschließend brach ein Großbrand aus, den die Feuerwehr erst am frühen Morgen unter Kontrolle bringen konnte. Auf dem Gelände der Ming Dih Chemical Company seien in fünf oder sechs Lagerhallen etwa 50 Tonnen Chemikalien gelagert worden, hieß es. Die Fabrik im Distrikt Bang Phli liegt in der Nähe des Großflughafens Suvarnabhumi International Airport.

7.09 Uhr: Iranisches Akw Buschehr wieder hochgefahren

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist zwei Wochen nach der vorübergehenden Abschaltung wieder ans Netz gegangen. Die Anlage sei wieder in Betrieb, sagte Akw-Chef Mahmud Dschafari, der auch Vize-Vorsitzender der iranischen Atomenergiebehörde ist. Der vor zwei Wochen festgestellte “technische Fehler” sei behoben worden.  Das Atomkraftwerk Buschehr ist das einzige des Iran. Es liegt im Süden in der Provinz Buschehr am Persischen Golf. Da die Gegend erdbebengefährdet ist, blicken die Anrainerstaaten mit Sorge auf das Akw.

Linke steht ein Mann im Anzug, auf dem Milchshake-Flecken sind, rechte zieht eine Hand eine Tattoo-Vorlage vom Bein eines Mannes

7.07 Uhr: Seit 30 Jahren mit dem Kanu zur Arbeit

Seit 30 Jahren paddelt Robert Grein mit dem Kanu von Baden-Württemberg über den Main zu seiner Arbeit in Bayern – egal ob Regen, Wind oder Schnee. “Mit dem Boot brauche ich etwa eine Viertelstunde ans andere Ufer”, sagte der 58-Jährige. Mit dem Auto müsste der Lackierer aus Wertheim im Main-Tauber-Kreis sonst einen Umweg zu seiner Arbeit im unterfränkischen Stadtprozelten im Landkreis Miltenberg fahren. Auf die 30 Jahre hochgerechnet habe er eigenen Angaben nach etwa 300.000 Fahrtkilometer gespart – das wäre fast siebeneinhalb Mal um den Äquator.

6.40 Uhr: Post scannt knapp zwei Millionen Corona-Einreiseanmeldungen ein

Die Einreiseanmeldung aus Corona-Risikogebieten hat bei der Post einem Bericht zufolge für mächtigen bürokratischen Aufwand gesorgt: Obwohl die Registrierung üblicherweise digital erfolgt, musste die Post seit September knapp zwei Millionen solcher Anmeldungen in Papierform bearbeiten, wie die Düsseldorfer “Rheinische Post” unter Berufung auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion schreibt. Hintergrund ist, dass Einreisende aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland die Gesundheitsbehörden informieren müssen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, scannte die Post 1,82 Millionen Anmeldungen in Papierform ein und gab sie an die zuständigen Behörden weiter.

6.30 Uhr: 76 Würstchen in zehn Minuten: Hotdog-Wettesser bricht eigenen Rekord

Mehr als 22.000 Kalorien in zehn Minuten: Mit 76 verspeisten Hotdogs beim traditionellen Wettessen im New Yorker Vergnügungspark Coney Island hat der Serien-Champion Joey Chestnut einen neuen Rekord aufgestellt. Der 37-jährige Kalifornier verdrückte 76 Würstchen in Brötchen und verbesserte damit seine frühere Bestleistung von 2020 um einen Hotdog. Nach Angaben der Veranstalter ist dies ein neuer Weltrekord. Chestnut, der zum 14. Mal den Wettbewerb gewann, verschlang allein in der ersten Minute ein Dutzend Hotdogs. Am Ende lag der Ess-Profi mit dem Spitznamen “Jaws” (Kiefer) weit vor seinen 16 Mitstreitern. Den zweiten Platz errang Geoffrey Esper mit 50 Würstchenbroten, der Drittplatzierte Nick Wehry schaffte 44 Hotdogs.

6.15 Uhr: Teilweise eingestürztes Wohnhaus in Florida durch kontrollierte Explosion gesprengt

Wegen des herannahenden Tropensturms “Elsa” ist das teilweise eingestürzte Wohnhaus im US-Bundesstaat Florida komplett abgerissen worden. Mit einer kontrollierten Explosion wurde das Gebäude in der Stadt Surfside gesprengt, wie in Fernsehaufnahmen zu sehen war. Am Wochenende war die Suche nach Verschütteten vorübergehend ausgesetzt worden, damit die Vorbereitungen zum Abriss abgeschlossen werden konnten. Der Abbruch drängte, weil der Tropensturm “Elsa” am Dienstag Florida erreichen soll. Durch den Sturm waren auch die stehenden Überreste des Gebäudes vom Einsturz bedroht. Dies wiederum stellte eine Gefahr für die Bergungsmannschaften dar, wenn sie in den Trümmern nach Verschütteten suchten, wie die Verwaltungschefin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, erläuterte. 

5.35 Uhr: Ein Toter nach Messerangriff in Flüchtlings- und Obdachlosenheim in Greven

Bei einem Messerangriff in einer Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft in Greven ist ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden. Ein Tatverdächtiger sei in der Umgebung festgenommen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Bei ihm handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 25-jährigen Afghanen, der in der Unterkunft lebt. Zeugenaussagen zufolge soll der junge Mann einen 35-jährigen Bewohner der Unterkunft aus Aserbaidschan und einen 43-jährigen Deutschen mit einem Messer angegriffen haben und danach vom Tatort geflüchtet sein. Der 35-Jährige verstarb nach Polizeiangaben noch vor Ort, der 43-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. 

5.30 Uhr: 42 Prozent der Renten-Anträge bei Berufsunfähigkeit abgelehnt

Mehr als 42 Prozent der Menschen, die wegen Berufsunfähigkeit in Rente wollten, sind im vergangenen Jahr mit ihrem Antrag gescheitert. Der Anteil sank seit 2001 nie unter 42, mitunter kletterte er seither auf bis zu 45 Prozent. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag, die der Nachrichtenagentur DPA in Berlin vorliegt. Die Zahl der abgelehnten Anträge stieg von rund 143.000 im Jahr 2019 auf 154.000 im vergangenen Jahr.

5.15 Uhr: Merz ruft CDU-Mitglieder zum Austritt aus Werte-Union auf

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz hat die CDU-Mitglieder zum Austritt aus der ultrakonservativen Werte-Union aufgerufen. “Ich fordere alle CDU-Mitglieder dazu auf, die sogenannte Werte-Union zu verlassen und die Zukunft gemeinsam in der CDU zu gestalten”, sagte Merz, der zum Wahlkampfteam des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet gehört, der Nachrichtenagentur DPA. Die Werte-Union sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union, ist aber keine offizielle Parteigliederung.

4.07 Uhr: Mutmaßlicher Autodieb fährt gegen Außenspiegel von Berliner Polizeiauto

In Berlin hat sich ein mutmaßlicher Autodieb durch einen Zusammenstoß mit einem Mannschaftswagen der Polizei quasi selbst überführt. Wie die Beamten in der Hauptstadt erklärten, beschädigte der 38-Jährige mit seinem Kleintransporter am Samstagabend einen Außenspiegel des Gruppenfahrzeugs einer Einsatzhundertschaft, das wegen eines Einsatzes am Straßenrand hielt. Die Beamten stellten den Fahrer an der nächsten roten Ampel und bemerkten zunächst Alkoholgeruch. Ein Schnelltest ergab 1,6 Promille, zudem konnte der Mann keinen gültigen Führerschein vorweisen. Bei einer näheren Überprüfung stelle sich außerdem heraus, dass der Transporter in der Nacht zuvor in Berlin gestohlen und danach mit neuen Nummernschildern ausgestattet worden war. Gegen den Fahrer wird jetzt ermittelt.

Freundin Georgina Rodríguez steht neben Cristiano Ronaldo

4.05 Uhr: Niederländisches Königspaar kommt zu dreitägigem Staatsbesuch nach Berlin

Das niederländische Königspaar kommt zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Berlin. König Willem-Alexander und Königin Máxima werden zunächst von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue empfangen (11.45 Uhr). Anschließend nimmt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Paar am Brandenburger Tor und später im Roten Rathaus in Empfang. Am Dienstag besucht das Königspaar zunächst den Bundestag und im Anschluss den Bundesrat, wo Willem-Alexander eine Rede hält. Danach ist ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt und für den Abend ein Konzert auf Einladung des Königspaars im Berliner Konzerthaus geplant. Am Mittwoch, dem letzten Tag des Staatsbesuchs, stehen ein Besuch der Technischen Universität und des Humboldt-Forums auf dem Programm.

4.04 Uhr: Amazon-Gründer Bezos gibt Unternehmensleitung ab

Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze von Amazon gibt Konzerngründer Jeff Bezos die Leitung des Unternehmens an seinen Nachfolger Andy Jassy ab. Bezos bleibt aber Vorsitzender des Verwaltungsrats und dürfte die Geschicke des Konzerns auch künftig entscheidend mitbestimmen. Der 57-Jährige will sich nach eigenen Angaben künftig anderen Projekten stärker widmen, etwa seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Am 20. Juli will er persönlich am ersten bemannten Flug des Unternehmens ins All teilnehmen.  Bezos hatte Amazon 1994 in Seattle als kleinen Onlineversand für Bücher gegründet. Seither entwickelte sich Amazon zu einem der größten Internetkonzerne der Welt. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als eine Million Menschen. 

3.55 Uhr: Seeler verärgert über drohendes Stadion-Verbot wegen Corona-Auflagen

HSV-Idol Uwe Seeler ist sauer über sein mögliches Stadion-Verbot beim ersten Zweitliga-Heimspiel seines Hamburger SV in der neuen Saison. Zum Spiel gegen Dynamo Dresden am 1. August dürfen wegen der Corona-Auflagen nur Zuschauer mit Erstwohnsitz in Hamburg ins Volksparkstadion kommen, Vereinsikone Seeler aber wohnt in Schleswig-Holstein am Rand der Hansestadt. “Das ist totaler Blödsinn und Quatsch. Ich möchte sehr gern ins Stadion gehen. Ich bin geimpft und werde Abstand halten. Das ist eine sehr merkwürdige Entscheidung”, sagte der 84-Jährige der “Bild”-Zeitung. Die zuständigen Behörden und die Vereine hatten sich darauf geeinigt, dass der HSV und auch Stadtrivale FC St. Pauli zum Saisonstart ihre Heimspiele mit einer Stadionauslastung von 30 Prozent bestreiten können.

3.21 Uhr: Weiteres Todesopfer nach Schlammlawine in Japan gefunden

Nach dem Abgang einer gewaltigen Schlammlawine in Japan ist ein drittes Todesopfer geborgen worden. Es handele sich um eine ältere Frau, berichteten lokale Medien. Unterdessen setzten die Rettungskräfte die Suche nach weiteren Vermissten in dem für seine heißen Thermalbäder bekannten Küstenort Atami in der Präfektur Shizuoka am dritten Tag fort. Heftige Regenfälle hatten die Schlammlawine dort am Samstag ausgelöst. Zehn Häuser wurden zerstört, etwa 130 weitere beschädigt. 23 Menschen konnten aus Häusern gerettet werden, die vom Schlamm eingeschlossen worden waren.

2.04 Uhr: Papst Franziskus unterzieht sich Darm-OP in römischem Krankenhaus

Papst Franziskus hat sich am Sonntag wegen einer Entzündung des Dickdarms einer Operation unterzogen. Der Pontifex habe gut auf den Eingriff am Darm im Gemelli-Universitätskrankenhaus in Rom reagiert, erklärte der Vatikan. Demnach handelte es sich um eine “geplante” OP. Zuvor hatte das Oberhaupt der Katholiken noch wie gewohnt das Angelus-Gebet auf dem Petersplatz abgehalten. Der 84-Jährige litt dem Vatikan zufolge unter einer Verengung des Darms infolge einer mitunter schmerzhaften Entzündung der sogenannten Divertikeln, Ausstülpungen der Darmwand.

tkr / nik / wue / rw / fs DPA AFP

Posts aus derselben Kategorie: