News von heute: Mutmaßlicher Drahtzieher von Präsidentenmord in Haiti festgenommen

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

9.35 Uhr: Taiwan erhält 10 Millionen Biontech-Impfdosen aus Deutschland

Die Inselrepublik Taiwan hat sich mit Hilfe zweier großer Technologieunternehmen 10 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech aus Deutschland gesichert. Wie Taiwans Regierung am Montag mitteilte, spendeten der taiwanesische Chiphersteller TSMC und der Elektronikhersteller Hon Hai die Dosen, nachdem die Unternehmen zuvor Vereinbarungen über den Kauf des Impfstoffes geschlossen hatten. 

Die Hilfe der Unternehmen sei laut einem Regierungssprecher notwendig geworden, nachdem Taiwans Regierung selbst beim Kauf von Dosen auf Schwierigkeiten gestoßen war. Ende Mai hatte Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen China dafür kritisiert, dass es die Inselrepublik daran gehindert habe, eine Vereinbarung mit Biontech über die Lieferung seines Impfstoffes zu unterzeichnen.

10.08 Uhr: Indien: Dutzende sterben bei Blitzeinschlag – einige machten Selfies

Beim Selfiemachen sind mindestens elf Menschen in Indien vom Blitz getroffen worden und gestorben. Bei dem Sturm während der Monsunsaison vorwiegend in Nordindien sind noch 58 weitere Menschen ebenfalls vom Blitz getroffen worden und gestorben, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die elf Menschen, die beim Selfiemachen starben, blieben trotz des heftigen Unwetters mit starkem Regen auf einem Wachturm der Festung Amber Fort aus dem 12. Jahrhundert im Bundesstaat Rajasthan, wie der Sprecher sagte. Einige weitere Menschen seien zu dem Zeitpunkt am Sonntag ebenfalls auf dem Gebäude gewesen – und teils nach unten gesprungen.

8.28 Uhr: Premier Johnson verurteilt Rassismus nach vergebenen Elfmetern

Nach rassistischen Beleidigungen gegen die beim Elfmeterschießen im EM-Finale erfolglosen Profis hat auch der britische Premierminister Boris Johnson zu mehr Respekt gemahnt. “Dieses England-Team verdient es, als Helden verehrt und nicht rassistisch beschimpft zu werden”, twitterte der Regierungschef am Morgen. “Die Verantwortlichen für diese entsetzlichen Beschimpfungen sollten sich schämen.”

Bukayo Saka, 19, vom FC Arsenal hatte im verlorenen Finale gegen Italien den letzten Elfmeter vergeben. Zuvor hatten bereits Marcus Rashford, 23, von Manchester United und Jadon Sancho (21) verschossen. Nur die ersten beiden Schützen Englands trafen ihre Versuche. Italien gewann das Elfmeterschießen 3:2.

8.21 Uhr: Parlamentswahl in Moldau: Ex-Sowjetrepublik stimmt klar für EU-Kurs

Die Bürger der Ex-Sowjetrepublik Moldau haben bei einer vorgezogenen Parlamentswahl für eine prowestliche Ausrichtung ihres Landes gestimmt. Nach Auszählung fast aller Stimmen wurde die Partei Aktion und Solidarität (PAS) der Präsidentin Maia Sandu mit knapp 53 Prozent klar stärkste Kraft, wie aus Zahlen hervorgeht, die die zentrale Wahlkommission in der Nacht veröffentlichte. Sandu hatte ihrem krisengeschüttelten Land eine weitere Annäherung an die EU in Aussicht gestellt. Bislang fehlte ihr aber die nötige Unterstützung der Regierung.

Die prorussischen Kommunisten und Sozialisten um den früheren Präsidenten Igor Dodon kamen laut Wahlkommission auf rund 27 Prozent der Stimmen, die Partei Schor auf knapp 6 Prozent. Damit haben nur drei der mehr als 20 zugelassenen Parteien den Einzug ins Parlament mit seinen 101 Sitzen geschafft. Stimmberechtigt waren 3,3 Millionen Moldauer, die Wahlbeteiligung lag aber bei nur rund 48 Prozent.

7.00 Uhr: Zahl der Piratenangriffe 2021 bislang stark rückläufig

Die Zahl der Piratenangriffe auf den Weltmeeren ist in der ersten Jahreshälfte 2021 deutlich zurückgegangen. Nach Daten des des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) gab es 68 Piratenangriffe und bewaffnete Raubüberfälle auf Schiffe – verglichen mit 98 Vorfällen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das sei die “bislang niedrigste Zahl an Piraterieangriffen seit 1994”, berichtete das zur Internationalen Handelskammer (ICC) gehörende Schifffahrtsbüro. Demnach wurden 61 Schiffe geentert, vier Schiffe angegriffen, zwei Schiffe beschossen und ein Schiff gekapert.

Trotz leichter Entspannung bleibt der Golf von Guinea in Westafrika die gefährlichste Gegend mit 32 Prozent aller gemeldeten Piraterieakte. “Auf die Region entfielen alle 50 Fälle von entführten Besatzungsmitgliedern und das einzige Todesopfer unter den Besatzungsmitgliedern, das das IMB in der ersten Hälfte des Jahres 2021 verzeichnete”, heißt es in der Mitteilung. “Das IMB warnt, dass Fischereifahrzeuge im Golf von Guinea gekapert und später als Mutterschiffe genutzt werden, um Handelsschiffe anzugreifen.”

6.06 Uhr: Unbekannte malen riesiges Hakenkreuz auf Straße

Unbekannte haben ein mehrere Meter großes Hakenkreuz auf eine Straße im sächsischen Markneukirchen gemalt. Rund zwei Mal zwei Meter sei die Schmiererei in der Stadt im Vogtlandkreis groß, teilte die Polizei am Morgen mit. Mit einem Fettstift hätten die Unbekannten in der Nacht zum Sonntag außerdem ein zweites, kleineres Hakenkreuz an einer öffentlich zugänglichen Gebäudefassade angebracht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen eingeleitet.

6.00 Uhr: Seehofer verbietet Rockergruppe Bandidos West Central

Die Rockergruppe “Bandidos MC Federation West Central” ist ab sofort verboten und aufgelöst. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) veröffentlichte die Verbotsverfügung in Abstimmung mit den Innenministern von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz, wie das Ministerium mitteilte.

In diesen vier Bundesländern sowie in Thüringen hatten fast 1800 Polizeibeamte Anfang Juli Vereinshäuser und Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppierung durchsucht. Dabei wurden unter anderem Waffen, Munition, Drogen, Motorräder und größere Mengen Bargeld sichergestellt.

5.48 Uhr: Peking rüstet sich für heftigen Sturm und Unwetter

Starke Windböen und sintflutartige Regenfälle: In der chinesischen Hauptstadt Peking haben sich die Vorboten eines heftigen Sturms bemerkbar gemacht. Schulen und touristische Attraktionen wurden geschlossen, hunderte Flüge wurden gestrichen. Die Behörden forderten die Menschen auf, Zuhause zu bleiben.

Die Wetterbehörden warnen vor “extremen Regenstürmen” sowie Unwettern mit Donner und Blitz, die bis zum Abend über Peking und die angrenzenden Gebiete ziehen sollen. In einigen Gegenden werden binnen eines Tages bis zu 100 Millimeter Regen vorhergesagt. 

4.16 Uhr: Mutmaßlicher Drahtzieher von Präsidentenmord in Haiti festgenommen

Haitis Nationalpolizei hat die Festnahme eines mutmaßlichen Drahtziehers des Mordes am Präsidenten Jovenel Moïse verkündet. Es handelte sich um einen haitianischen Arzt, der im US-Bundesstaat Florida wohnt, wie Polizeichef Léon Charles am Sonntag in einem Pressebriefing sagte. Die tatverdächtigen Söldner hätten ihn nach dem Attentat angerufen. Der Mann habe mutmaßlich eine private venezolanische Sicherheitsfirma mit Sitz in Florida engagiert – zunächst, um ihn zu schützen. Er habe politische Absichten gehabt.

Der Arzt ist den Angaben zufolge der dritte US-Bewohner haitianischer Herkunft, und der 21. Mann insgesamt, der als Tatverdächtiger festgenommen wurde. Auch die anderen beiden lebten Berichten zufolge in Florida, das nur rund 1000 Kilometer von Haiti entfernt liegt. Bei den übrigen 18 handelte es sich um Kolumbianer. Insgesamt waren der Polizei zufolge 26 kolumbianische Söldner, die sich als Agenten der US-Anti-Drogenbehörde DEA ausgaben, an dem Mord beteiligt. Drei von ihnen wurden getötet, nach den übrigen fünf wurde noch gefahndet.

4.11 Uhr: Weiter extreme Hitze im Westen der USA – mehr als 53 Grad im Death Valley

Die Menschen im Westen der USA müssen sich auch zu Wochenbeginn auf extreme Hitze und Waldbrände einstellen. “Die übermäßige Hitze wird in Teilen des Westens weiter anhalten”, teilte der Nationale Wetterdienst in seiner Vorhersage mit. Im kalifornischen Death Valley, das für seine unglaubliche Hitze berüchtigt ist, wurden am Sonntag 53,3 Grad Celsius gemessen. Das war minimal weniger als am Vortag. Die Hitzewarnung wurde dort bis Dienstag verlängert. In Las Vegas im Bundesstaat Nevada stieg das Thermometer am Sonntag auf 45,6 Grad – nach 47 Grad am Samstag.

Wegen der hohen Temperaturen hatte der Wetterdienst zum Wochenende für mehr als 30 Millionen Menschen in westlichen US-Bundesstaaten Warnungen ausgesprochen. Extrem heiß wurde es auch in den Bundesstaaten Utah und Arizona.

4.00 Uhr: Scheuer lehnt Tempolimit auf Autobahnen ab

Verkehrsminister Andreas Scheuer hat Forderungen nach einem Tempolimit auf Autobahnen im Bundestagswahlkampf eine klare Absage erteilt. “Die Argumentation für ein generelles Tempolimit ist ein politisches Kampfinstrument, für manche sogar ein Fetisch”, sagte der CSU-Politiker der Nachrichtenagentur DPA. “Die Bürger können sich bei der Wahl entscheiden, ob sie die Freiheit bei der Mobilität haben wollen – oder Beschränkungen und Verbote. Und da sind die Grünen ganz vorne.”

Der Minister betonte, das System der empfohlenen Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde (km/h) habe sich bewährt. Etwa ein Drittel des Autobahnnetzes habe zudem bereits ein Tempolimit. “Mit alternativen Antrieben, Automatisierung und autonomem Fahren wird die Durchschnittsgeschwindigkeit ohnehin sinken.” Derzeit liege sie bei 117 km/h. “Die deutschen Autobahnen sind die sichersten Straßen der Welt. Wir haben eher Probleme bei der Verkehrssicherheit auf Landstraßen, darauf muss unser Fokus liegen”, sagte Scheuer.

3.44 Uhr: 49 Tote bei Angriff mutmaßlicher Dschihadisten im Niger

Bei einem bewaffneten Angriff im westafrikanischen Niger sind laut Regierungsangaben 49 Menschen getötet worden. Fünf Zivilisten, vier Soldaten und 40 “Terroristen” seien am Sonntag bei dem Anschlag in der westlichen Region Tillabéri ums Leben gekommen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Regierung in Niger verwendet den Begriff “Terroristen” für mutmaßliche Dschihadisten. 

Etwa hundert mutmaßliche Dschihadisten griffen den Angabe zufolge auf Motorrädern das Dorf Tchoma Bangou an. Sie seien schwer bewaffnet gewesen. Dank einer schnellen Reaktion der Sicherheitskräfte sei der Angriff abgewehrt worden, wobei “dem Feind schwere Verluste zugefügt wurden”, erklärte das Ministerium.

3.06 Uhr: Tausende Menschen gehen gegen kubanische Regierung auf die Straße

Erstmals seit Jahren sind in Kuba wieder Demonstranten in großer Zahl gegen die sozialistische Regierung auf die Straßen gegangen. Vor allem in der Ortschaft San Antonio de los Baños südwestlich der Hauptstadt Havanna protestierten am Sonntag zahlreiche Menschen gegen Mangelwirtschaft und Unterdrückung, wie auf in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos zu sehen war. Auch in Havanna und den Städten Holguín, Matanzas, Camagüey und Santiago de Cuba kam es demnach zu Demonstrationen.

Präsident Miguel Díaz-Canel fuhr selbst nach San Antonio de los Baños und wandte sich im Staatsfernsehen an die Kubaner. “Wir werden die Souveränität und Unabhängigkeit dieser Nation nicht aufgeben”, sagte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. “Wenn sie die Revolution bezwingen wollen, müssen sie über unsere Leichen gehen.” Nach Angaben von Regierungsgegnern gingen Sicherheitskräfte am Sonntag gegen die Demonstranten vor. “Wir rufen alle Revolutionäre dazu auf, auf die Straßen zu gehen und die Revolution an allen Orten zu verteidigen”, sagte Díaz-Canel.

2.42 Uhr: Umschwung nach Parlamentswahl in Bulgarien

Nach der zweiten Parlamentswahl in Bulgarien innerhalb von gut 100 Tagen können die Gegner des früheren Ministerpräsidenten Boiko Borissow sich Hoffnungen auf die Regierungsbildung machen. Prognosen sehen die populistische Partei ITN des Entertainers Slawi Trifonow als Sieger mit knappem Vorsprung vor der Partei GERB des Ex-Ministerpräsidenten Borissow. Auch die beiden anderen Protestparteien haben den Prognosen zufolge ihre Ergebnisse im Vergleich zur Wahl vom 4. April verbessert. Amtliche Endergebnisse soll es erst binnen vier Tagen geben.

Die erst 2020 gegründete systemkritische ITN (“Es gibt so ein Volk”) erhielt nach Schätzungen von drei Meinungsforschungsinstituten am Sonntag 22,8 bis 24 Prozent der Stimmen. Borissows GERB kommt demnach auf 22,5 bis 23,5 Prozent, gefolgt von den Sozialisten (Ex-KP) mit etwa 13 Prozent. Insgesamt sollen in das Parlament wieder sechs Parteien einziehen. Die Nationalisten konnten die Vier-Prozent-Hürde auch bei dieser Wahl nicht überwinden.

2.10 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister: Rufe nach Aufhebung aller Corona-Maßnahmen zu früh

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Einschränkungen kritisiert. “Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht”, sagte Holetschek der “Rheinischen Post”. Notwendig seien weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante. “Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann”, sagte der CSU-Politiker.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Für den Vorstoß bekam Maas viel Zustimmung aus der Union und der FDP.

2.05 Uhr: Ethikratmitglied fordert Impfpflicht für Lehrkräfte und Kita-Personal

Der Humangenetiker Wolfram Henn vom Deutschen Ethikrat hat eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Schulen und Kitas gefordert. “Wer sich aus freier Berufswahl in eine Gruppe vulnerabler Personen hineinbegibt, trägt eben besondere berufsbezogene Verantwortung”, sagte Henn der “Rheinischen Post” (Bezahlinhalt). “Wir brauchen eine Impfpflicht für das Personal in Kitas und Schulen.” Lehrkräfte, Erzieher und Erzieherinnen sollten vor allem Kinder unter zwölf Jahren schützen, die keine Impfung bekommen könnten.

Zwar hätten Kinder selbst ein geringes Risiko, schwer an Covid zu erkranken, man müsse aber weiter damit rechnen, “dass sie das Virus in ihre Familien tragen und Menschen aus Risikogruppen infizieren”, sagte der Humangenetiker. Als Beispiel nannte er der Zeitung zufolge etwa Krebspatienten in Familien, die aufgrund akuter Therapien noch gar nicht geimpft werden konnten. Diese Gruppe gelte es jetzt durch eine Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen zu schützen. Eine allgemeine Impfpflicht lehnte Henn aber ab.

1.17 Uhr: Videospielkassette “Super Mario 64” für 1,31 Millionen Euro versteigert

Eine Videospielkassette des Nintendo-Klassikers “Super Mario 64” ist für eine Rekordsumme von 1,56 Millionen Dollar (rund 1,31 Millionen Euro) versteigert worden. Das am Sonntag im US-Bundesstaat Texas verkaufte Videospiel ist das erste, das für mehr als eine Million Dollar den Besitzer wechselte. Erst vor zwei Tagen hatte das Videospiel “The Legend of Zelda” aus dem Jahr 1987 die bisherige Rekordsumme von 870.000 Dollar (732.000 Euro) erzielt.

Die beiden Videospiele wurden von dem in Dallas ansässigen Auktionshaus Heritage Auctions versteigert. Zu den Käufern der beiden Videospielkassetten machte das Auktionshaus keine Angaben.

0.43 Uhr: Kassenärzte-Chef: Über 70 Prozent Geimpfte wären eine hohe Quote

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält eine Impfquote von 90 Prozent für illusorisch und auch die vom Robert Koch-Institut angestrebten 85 Prozent für wenig realistisch. “Wir müssen uns klarmachen, dass Impfquoten von 90 Prozent science fiction sind. Wir werden die niemals erreichen”, sagte Gassen am Sonntagabend im “Bild”-Politiktalk “Die richtigen Fragen”. Eine hohe Impfquote würde er “bei jenseits der 70 Prozent ansiedeln.” Man werde bei der Impfkampagne “an einen Punkt kommen, wo man gegen eine unsichtbare Wand läuft, weil Menschen sich nicht impfen lassen wollen, weil sie Corona ignorieren oder weil sie Impfungen misstrauen”, sagte Gassen.

0.24 Uhr: Torwart Donnarumma als Spieler der EM geehrt

Italiens Torwart Gianluigi Donnarumma ist nach dem Finalsieg im Elfmeterschießen gegen England am Sonntagabend als bester Spieler der Fußball-EM ausgezeichnet worden. Der 22-Jährige hatte im gesamten Turnier nur vier Gegentore kassiert – und er hielt gegen England im Wembley-Stadion zwei Elfmeter.

0.16 Uhr: RKI will wohl Hospitalisierungen als zusätzlichen Leitindikator einführen

Zur Einordnung des Pandemiegeschehens in Deutschland will das Robert-Koch-Institut (RKI) einem Medienbericht zufolge die Hospitalisierung als zusätzlichen Leitindikator einführen. Das berichtete die “Bild” unter Berufung auf eine interne Präsentation des RKI. Eine solche Praxis würde eine Abkehr vom Inzidenzwert als wichtigste Kennzahl der Corona-Politik bedeuten. 

Es seien “weiterhin mehrere Indikatoren zur Bewertung notwendig, aber die Gewichtung der Indikatoren untereinander ändert sich”, hieß es laut “Bild” in dem RKI-Papier. Das Institut begründet die Hinzunahme der Hospitalisierung demnach mit den “Konsequenzen zunehmender Grundimmunität”. 

tkr DPA AFP

Posts aus derselben Kategorie: