News von heute: Mindestens vier Tote bei Erdrutsch in Indonesien

Inhaltsverzeichnis

Separatisten mit Mehrheit in Katalonien +++ Erneut Demonstrationen gegen Militärputsch in Myanmar +++ Tote bei Erdrutsch in Indonesien +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Mindestens vier Tote bei Erdrutsch in Indonesien

Bei einem Erdrutsch in Indonesien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 14 weitere Menschen würden nach dem durch Starkregen ausgelösten Unglück noch vermisst, teilten die Behörden des südostasiatischen Landes mit. Drei Menschen konnten demnach gerettet werden. Das Unglück hatte sich am Sonntagabend (Ortszeit) in einem ländlichen Gebiet im Osten der indonesischen Hauptinsel Java ereignet. Die Such- und Rettungsarbeiten gestalteten sich nach Angaben der Behörden schwierig.

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die News von heute im sternTicker:

+++ 12.19 Uhr: Schwedische Königin Silvia bricht sich bei Sturz das Handgelenk +++

Schwedens aus Deutschland stammende Königin Silvia, 77, hat sich bei einem Sturz mehrere Brüche im Handgelenk zugezogen. Die Monarchin sei am frühen Morgen daheim auf Schloss Drottningholm zehn Kilometer westlich von Stockholm hingefallen, teilte das schwedische Königshaus am Vormittag mit. Im Krankenhaus sei im Anschluss festgestellt worden, dass sie Frakturen im rechten Handgelenk erlitten habe. Silvia sei mittlerweile ins Schloss zurückgekehrt. Ihr gehe es den Umständen entsprechend gut.

+++ 12.02 Uhr: Anwalt – Suu Kyi soll noch in dieser Woche vor Gericht aussagen +++

Die abgesetzte bisherige De-facto-Regierungschefin Myanmars, Aung San Suu Kyi, soll noch in dieser Woche vor Gericht aussagen. Ihr Anwalt Khin Maung Zaw kündigte an, die Vernehmung werde am Dienstag und Mittwoch per Video-Konferenz stattfinden. Der 75-jährigen Suu Kyi wird von der Militärjunta vorgeworfen, sie habe gegen die Im- und Exportgesetze verstoßen, nachdem bei einer Hausdurchsuchung Funkgeräte gefunden worden waren.

Zu den Vernehmungen sei neben Suu Kyi auch der ebenfalls entmachtete Präsident Win Myint einbestellt, der wie die Friedensnobelpreisträgerin am 1. Februar festgenommen wurde, sagte der Anwalt weiter. Weder Suu Kyi noch der Präsident wurden seit dem Umsturz in der Öffentlichkeit gesehen. Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie (NLD) erklärte jedoch, sie sei bei “guter Gesundheit”. Die Untersuchungshaft für Suu Kyi solle am Mittwoch enden, kündigte der Anwalt an. 

+++ 11.58 Uhr: Trauerbeflaggung in Hessen am Jahrestag des Anschlags von Hanau +++

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat anlässlich des ersten Jahrestags der rassistisch motivierten Morde von Hanau für diesen Freitag (19.2.) für alle öffentlichen Gebäude und Dienststellen des Landes Hessen landesweite Trauerbeflaggung angeordnet. “Ein Jahr nach den fürchterlichen, rassistischen Terrortaten von Hanau gedenkt das Land Hessen den Opfern, die bei diesem rechtsextremistischen Anschlag ermordet wurden”, erklärte Beuth am Montag in Wiesbaden. Er bat alle Städte und Gemeinden sowie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sich anzuschließen und von sieben Uhr morgens bis zum Eintreten der Dunkelheit am Freitag die Fahnen auf Halbmast zu setzen.

Am 19. Februar 2020 hatte ein 43 Jahre alter Deutscher in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Zuvor hatte der Mann Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht. Nach der Tat soll der 43-Jährige auch seine Mutter umgebracht haben, bevor er sich selbst tötete.

+++ 11.50 Uhr: NRW-Staatssekretärin Güler tritt bei Bundestagswahl gegen Lauterbach an +++

Bei der Bundestagswahl im September bekommt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in seinem Wahlkreis prominente Konkurrenz. Nordrhein-Westfalens Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU) kündigte im “Kölner Stadt-Anzeiger” an, sich im Wahlkreis Leverkusen/Köln-Mülheim für den Bundestag bewerben zu wollen. Das habe sie “nach diversen Rücksprachen mit Parteifreunden sowie Familie und Freunden” entschieden. Bei der vorherigen Wahl hatte Lauterbach in dem Wahlkreis das Direktmandat geholt. Der SPD-Politiker sagte dem “Kölner Stadt-Anzeiger” zur Kandidatur Gülers, es sei ihm egal, wer gegen ihn kandidiere. “Ich habe keine Präferenzen, wer für die CDU in meinem Wahlkreis antreten wird.” Lauterbach versicherte aber, es werde auf jeden Fall einen fairen Wahlkampf geben.

+++ 11.47 Uhr: Mehr als 100 Unternehmen in Deutschland für Nutri-Score registriert +++

Seit dem Start im November in Deutschland haben sich mehr als 100 Unternehmen für die neue Lebensmittelkennzeichnung Nutri-Score registrieren lassen. Insgesamt seien es 116 Hersteller mit 236 Marken, teilte Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) mit. “Die Zahlen und der Zuspruch steigen kontinuierlich.”  Die fünfstufige Farb-Buchstabenkombination der Nährwert-Ampel, die auf Verpackungen aufgedruckt wird, reicht von einem grünen A bis zum roten E. Sie soll es Verbrauchern auch möglich machen, verschiedene Produkte innerhalb einer Produktgruppe miteinander zu vergleichen.

+++ 11.26 Uhr: Drogenfahnder beschlagnahmen im Schwarzwald 70 Kilogramm Drogen und Waffen +++

Ermittler haben in Baden-Württemberg eine Drogenhändlerbande zerschlagen. Fünf Tatverdächtige zwischen 32 und 62 Jahren, darunter der Haupttäter und dessen Mutter, wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Konstanz und das Zollfahndungsamt Stuttgart mitteilten. Bei der Durchsuchung mehrerer Wohnungen im Schwarzwald-Baar-Kreis wurden in der vergangenen Woche 70 Kilogramm Drogen, 250.000 Euro Bargeld und mehrere Schusswaffen beschlagnahmt. Die Tatverdächtigen stehen im Verdacht, einen schwunghaften, bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln wie Kokain, Marihuana und Amphetamin betrieben zu haben.

+++ 10.42 Uhr: 29-jähriger Bergsteiger stürzt im Ammergebirge in den Tod +++

Ein Bergsteiger aus dem Raum Landsberg am Lech ist bei einer Gratüberschreitung im Ammergebirge in den Tod gestürzt. Der 29 Jahre alte Mann war am Sonntag allein von Ettal aus zu der Tour aufgebrochen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte. Bei der Überschreitung vom Brunnenkopf in Richtung Kleine Klammspitze stürzte er in steilstem Gelände in die Tiefe. Er erlag seinen Verletzungen. Als er am Nachmittag nicht zurückkehrte, wurde die Suche eingeleitet. Retter der Bergwachten aus der Umgebung, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, zwei Polizeihubschrauber und die Feuerwehr Oberammergau waren mit rund drei Dutzend Helfern beteiligt. Erst bei Dunkelheit gegen 20.00 Uhr wurde der Vermisste mit Hilfe einer Wärmebildkamera von der Besatzung des Polizeihubschraubers entdeckt. Bergwachtler erreichten ihn in dem unwegsamen Gelände zu Fuß, wenig später kamen Notarzt und ein weiterer Bergretter mit Hilfe des Polizeihubschraubers. Doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

+++ 9.38 Uhr: Unabhängige Kommission kritisiert Erzbistum Köln wegen Aufarbeitungsprozess +++

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat das Erzbistum Köln für seinen Prozess der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals scharf kritisiert. Seit vielen Monaten beobachte die Öffentlichkeit einen Vorgang im Erzbistum, der für Betroffene, aber auch für diejenigen in der katholischen Kirche, die eine Aufarbeitung wollten, eine große Belastung und Enttäuschung darstellen müsse, erklärte die Kommission in Berlin. “Der im Erzbistum Köln begonnene Aufarbeitungsprozess ist mittlerweile schwer beschädigt”, heißt es in der Erklärung. Damit stelle der Kölner Aufarbeitungsprozess ein negatives Beispiel für alle Bereiche dar, in denen Aufarbeitung sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen geboten sei. “Von außen betrachtet ist der Eindruck von Vertuschung beim Vorgehen im Erzbistum Köln stärker als das Vertrauen auf einen echten Aufarbeitungswillen.”

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hatte die Veröffentlichung eines Gutachtens einer Münchner Kanzlei im vergangenen Jahr verhindert, außerdem gibt es auch gegen Woelki persönlich Vertuschungsvorwürfe. Das Gutachten nicht zu veröffentlichen, wecke “erhebliche Zweifel an dem Willen einer ehrlichen Aufarbeitung”, erklärte die Unabhängige Kommission.

+++ 8.57 Uhr: Mindestens vier Tote bei Erdrutsch in Indonesien +++

Bei einem Erdrutsch in Indonesien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 14 weitere Menschen würden nach dem durch Starkregen ausgelösten Unglück noch vermisst, teilten die Behörden des südostasiatischen Landes mit. Drei Menschen konnten demnach gerettet werden. Das Unglück hatte sich am Sonntagabend (Ortszeit) in einem ländlichen Gebiet im Osten der indonesischen Hauptinsel Java ereignet. Die Such- und Rettungsarbeiten gestalteten sich nach Angaben der Behörden schwierig.

+++ 8.53 Uhr: Zwei Millionen Deutsche leben aus Geldmangel in zu kalter Wohnung +++

Nicht alle Deutschen können sich bei Wintertemperaturen in einer ausreichend geheizten Wohnung aufwärmen: Im Jahr 2019 konnten zwei Millionen Menschen in Deutschland aus finanziellen Gründen ihre Wohnung nicht angemessen warmhalten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 2,5 Prozent. Demnach blieb es am häufigsten bei Alleinlebenden sowie in Haushalten von Alleinerziehenden kalt. Laut Statistikamt konnten im vergangenen Jahr sieben Prozent der Menschen in Alleinerziehenden-Haushalten ihre Wohnung aus Geldmangel nicht ausreichend heizen, unter den Alleinlebenden waren 4,8 Prozent betroffen.

+++ 7.32 Uhr: Gerichtsanhörung von Aung San Suu Kyi auf Mittwoch verschoben +++

Myanmars entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi bleibt offenbar weiter in Gewahrsam. Ein für diesen Montag geplanter Gerichtstermin sei auf Mittwoch verschoben worden, berichtete die Zeitung “The Irrawaddy” am Morgen auf Twitter.

Suu Kyi soll nach dem Militärputsch wegen Verstößen gegen die Außenhandelsgesetze des Landes angeklagt werden. Bis zu einer ersten Anhörung, die nun um zwei Tage verschoben wurde, sollte die 75-Jährige in Gewahrsam bleiben. Ob sie persönlich vor Gericht erscheint oder virtuell zugeschaltet wird, war unklar.

+++ 6.50 Uhr: Tausende demonstrieren in Haiti gegen “Diktatur” von Präsident Moïse +++

Erneut haben tausende Menschen in Haiti gegen Präsident Jovenel Moïse protestiert. Die Demonstranten in der Hauptstadt Port-au-Prince warfen dem Staatschef am Sonntag (Ortszeit) vor, eine neue “Diktatur” aufzubauen und kritisierten die Unterstützung seiner Regierung durch die USA. Die Proteste in dem bitterarmen Karibikstaat blieben weitgehend friedlich, vereinzelt setzte die Polizei jedoch Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten ein. 

+++ 6.39 Uhr: “Progress”-Raumfrachter bringt Sauerstoff und frisches Wasser zur ISS +++

Mit Sauerstoff, frischem Wasser und Nahrungsmitteln ist Morgen ein russischer Frachter vom Typ “Progress” zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die “Sojus”-Trägerrakete legte mit dem unbemannten Raumschiff samt 2,5 Tonnen Fracht vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) ab. Beladen ist die “Progress MS-16” auch mit Treibstoff und Material, um ein Leck abzudichten, aus dem seit August Luft im russischen ISS-Modul Swesda (Stern) entweicht. Ein neues Mikroskop soll helfen, die undichte Stelle zu finden. Der Riss macht den Kosmonauten seit Monaten zu schaffen. Zeitweilig war es zu einem Druckabfall gekommen.

+++ 5.57 Uhr: Israel feuert offenbar Raketen auf mehrere Ziele in Syrien +++

Israel hat nach einem Bericht syrischer Staatsmedien mehrere Ziele in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Kurz nach Mitternacht habe Israel “Raketen von den besetzten Golanhöhen” abgeschossen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Militärkreise. Die syrische Luftabwehr sei aktiviert worden und habe den Großteil der Raketen abgefangen. 

Mitte Januar waren bei den schwersten israelischen Luftangriffen in Syrien seit Jahren nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte insgesamt mindestens 57 syrische Soldaten sowie Kämpfer verbündeter Milizen getötet worden. Demnach handelte es sich um die tödlichsten israelischen Angriffe in Syrien seit Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011.

+++ 5.08 Uhr: Erneut Demonstrationen gegen Militärputsch in Myanmar +++

Zwei Wochen nach dem Militärputsch in Myanmar haben erneut Menschen in mehreren Städten des Landes gegen die Armee protestiert. Die Militärführung ließ in der Nacht zu Montag das Internet für mehrere Stunden abschalten und schickte in der Wirtschaftsmetropole Rangun Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge auf die Straßen, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Die Botschafter der USA, Großbritanniens und der EU forderten in einer gemeinsamen Erklärung, keine Gewalt gegen die Protestierenden anzuwenden. 

In Rangun gingen trotz der Militärpräsenz am Montag Menschen auf die Straße, auch in der Nähe der von gepanzerten Fahrzeugen bewachten Zentralbank. Im Norden der Stadt versammelten sich hunderte Studenten zu Protesten, wie ein AFP-Journalist berichtete. 

Die Organisation Netblocks, die weltweit Internet-Sperren dokumentiert, gab an, die Abschaltung des Internets hätte in der Nacht fast das ganze Land betroffen. Am Montagmorgen habe das Netz weitgehend wieder funktioniert. Für zahlreiche Bürger sei aber der Zugang zu Online-Netzwerken gesperrt. 

+++ 5.00 Uhr: Afrikanerin Okonjo-Iweala soll neue WTO-Chefin werden +++

An der Spitze der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf soll in Kürze erstmals eine Frau und erstmals jemand vom afrikanischen Kontinent stehen: Der Rat der 164 Mitgliedsländer will die Ernennung der nigerianischen Ökonomin und Entwicklungsexpertin Ngozi Okonjo-Iweala (66) zur Generaldirektorin heute in Genf beschließen. Das Prozedere dürfte reine Formsache sein. Als einziges Land hatten sich die USA unter Präsident Donald Trump im Oktober gegen die Ernennung von Okonjo-Iweala gestellt. Die neue US-Regierung hob die Blockade vergangene Woche auf und sprach Okonjo-Iweala ihr Vertrauen aus. Sie hatte sich in einem mehrmonatigen Auswahlprozess gegen Mitbewerber durchgesetzt.

+++ 4.30 Uhr: Separatisten mit Mehrheit in Katalonien – aber Sozialisten sehr stark +++

Separatistische Parteien haben bei der Parlamentswahl in der von Spanien fortstrebenden Region Katalonien ihre Mehrheit ausbauen können. Sie können damit wie schon bisher die Regionalregierung in Barcelona stellen und den Konfrontationskurs für die Unabhängigkeit der im Nordosten Spaniens gelegenen Region fortsetzen. Rund 5,6 Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung sackte angesichts der Corona-Pandemie auf nur 53,56 Prozent ab, wesentlich weniger als bei der Wahl von 2017, als sie einen historischen Höchststand von 79 Prozent erreichte.

Nicht nur die Separatisten gingen gestärkt aus der Wahl hervor. Die meisten Stimmen erzielten die Sozialisten, die auf knapp 23 Prozent und 33 Sitze kamen, fast eine Verdoppelung ihres Ergebnisses von 2017. Sie sind zwar gegen die Unabhängigkeit, aber zu Verhandlungen bereit. Das dürfte allerdings schwierig werden. Die linke separatistische Partei ERC erhielt zwar mit gut 21 Prozent etwas weniger Stimmen, aber ebenso viele Sitze wie die Sozialisten: 33. Das liegt daran, dass Wählerstimmen aus ländlichen Regionen mit eher separatistischer Wählerschaft mehr Gewicht haben als Stimmen in großen Städten wie Barcelona.

+++ 4.00 Uhr: Rosenmontag im Lockdown – Karnevalszüge fallen aus +++

Die Karnevalisten stellen sich auf einen traurigen Rosenmontag ein: Wegen der Corona-Pandemie fallen die großen Umzüge aus. In Düsseldorf und Mainz geschah das zuletzt 2016, als die Züge aus Sorge vor orkanartigen Böen abgesagt wurden. In Köln muss man sogar bis ins Jahr 1991 zurückgehen: Damals verzichteten die Jecken wegen des Golfkriegs auf den Zug.

In Köln gibt es zumindest einen kleinen Ersatz: Ab 14 Uhr zeigt das WDR Fernsehen den Rosenmontagszug im Miniaturformat – als Inszenierung des Stockpuppentheaters Hänneschen. Dafür ist in der Wagenbauhalle des Festkomitees Kölner Karneval eine 32 Meter lange Kulisse der Kölner Altstadt aufgebaut worden.

+++ 3.20 Uhr: Erdrutsch begräbt Häuser in Indonesien – 20 Vermisste +++

Nach schweren Regenfällen hat ein Erdrutsch in der indonesischen Provinz Ost-Java zahlreiche Häuser begraben. Dabei wurden mindestens 14 Menschen verletzt, weitere 20 galten als vermisst, teilte der nationale Katastrophenschutz am Montag mit. Helfer versuchten, sich zu den Verschütteten im Bezirk Nganjuk vorzuarbeiten. In der Provinz wurden mindestens neun weitere Dörfer von Sturzfluten in Mitleidenschaft gezogen.

+++ 2.55 Uhr: Empire State Building soll für Landung von Mars-Rover rot leuchten +++

Anlässlich der geplanten Landung eines neuen Rovers der US-Raumfahrtbehörde Nasa auf dem Mars soll die Spitze des Empire State Buildings in New York rot leuchten. Am Dienstag solle die Spitze rot erstrahlen, teilten die Betreiber mit. Der im Sommer vergangenen Jahres gestartete Rover “Perseverance” (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) soll dann am Donnerstag versuchen, auf dem roten Planeten zu landen. Das Empire State Building, ein Hochhaus mitten in Manhattan, das in diesem Jahr 90 Jahre alt wird, leuchtet fast jeden Abend in anderen Farben zur Würdigung etwa von Feiertagen oder Sportmannschaften.

+++ 2.49 Uhr: Bill Gates will Milliarden in Klimaschutz investieren +++

Microsoft-Gründer Bill Gates will beim Kampf gegen den Klimawandel eingreifen und will dazu in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Dollar in entsprechende Start-Ups und andere Projekte investieren. Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er dem “Handelsblatt”. “Es ist nicht unmöglich, aber es ist sehr schwierig”, führte der Milliardär aus und forderte zugleich eine Verfünffachung staatlicher Forschungsinvestitionen weltweit in saubere Energien und andere Klimainnovation innerhalb des nächsten Jahrzehnts – nach seiner Schätzung jährlich mindestens 110 Milliarden Dollar.

Anlass der Forderung ist Gates’ neues Buch “Wie wir die Klimakatastrophe verhindern”. Darin fordert er das Absinken der CO2-Emissionen bis 2050 auf null, um riesige Umwelt- und Wirtschaftsschäden zu vermeiden. “Wir müssen die physikalische Wirtschaft in einem Tempo verändern, wie noch nie in der Geschichte zuvor.” Dazu seien etwa CO2-Steuern, Zertifikatehandel sowie alternative Energien wie Solar und Wind unverzichtbar.

+++ 2.17 Uhr: Vater von US-Rapperin Nicki Minaj von Auto überfahren und getötet +++

Der Vater der US-Rapperin Nicki Minaj ist in der Nähe von New York von einem Auto überfahren und getötet worden. Der 64-jährige Robert Maraj war am Freitag um 18.15 Uhr Ortszeit (00.15 MEZ) entlang einer Straße in Mineola auf Long Island gelaufen, als er von einem Auto erfasst wurde, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Fahrer sei vom Unfallort geflüchtet. 

Maraj wurde nach Angaben der Behörden in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Samstag starb. Die Ermittlungen würden andauern. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass es sich um Minajs Vater handle.

Die 38-jährige Musikerin wurde in Trinidad und Tobago geboren und wuchs im New Yorker Stadtteil Queens auf. Sie wurde bereits zehn Mal für den Musikpreis Grammy nominiert. 

+++ 0.58 Uhr: Linke entscheidet Wahl im Kosovo klar für sich – Signal für Aufbruch +++

Die linke Reformbewegung Vetevendosje (Selbstbestimmung) hat die Parlamentswahl im Kosovo deutlich für sich entschieden. Nach Auszählung von 89 Prozent der Stimmen kam die Partei des ehemaligen Bürgerrechtlers Albin Kurti auf 48 Prozent der Stimmen, teilte die Wahlkommission in Pristina in der Nacht zum Montag mit. 

Die langjährige Regierungspartei PDK (Demokratische Partei des Kosovos), die aus der Bürgerkriegsmiliz UCK hervorgegangen war, errang 17 Prozent der Stimmen. Die zuletzt regierende konservative LDK (Demokratische Liga des Kosovos) kam auf 13 Prozent. Für die vom legendären Bürgerrechtler und Pazifisten Ibrahim Rugova (1944-2006) gegründete Partei war es das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte.

kng / fs DPA AFP

Posts aus derselben Kategorie: