News von heute: Kremlkritiker Nawalny will am 17. Januar nach Russland zurückkehren

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Nordkoreas Machthaber Kim fordert Ausbau des Atomarsenals +++ CDU diskutiert Verbot von Prostitution +++ Mafia-Prozess gegen die ‘Ndrangheta beginnt in Kalabrien +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Kremlkritiker Nawalny kehrt nach Russland zurück

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat bekanntgegeben, dass er nach Russland zurückkehren werde. Ihm zufolge plant er, am 17. Januar mit einem Flug der Fluggesellschaft Pobeda in Moskau anzukommen. Russlands Strafvollzug will den Kremlkritiker wegen nicht erfüllter Bewährungsauflage verhaften. Nawalny hält sich in Deutschland zu einer Reha-Maßnahme auf. Der 44-Jährige hatte einen Giftanschlag überlebt und macht den Inlandsgeheimdienstes FSB verantwortlich.

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Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 10.42 Uhr: Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland steigt ab 2030 stark an +++

Die Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland wird ab 2030 stark ansteigen. Bis dahin wird die Zahl der Menschen in dieser Altersgruppe jedoch weitgehend stabil bleiben, teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mit. Grund dafür ist der Altersaufbau der Bevölkerung. Darin spiegeln sich die Geburtenausfälle während und nach dem Zweiten Weltkrieg wider. 2040 werden laut amtlichen Vorausberechnungen rund 7,7 Millionen Menschen 80 Jahre oder älter sein – ein Anteil von fast zehn Prozent an der Gesamtbevölkerung. Heute sind rund 5,9 Millionen Menschen über 80 Jahre alt.

+++ 10.39 Uhr: Krawallnacht-Anklage wird hinter verschlossenen Türen verhandelt +++

Im Prozess um die Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt im vergangenen Sommer ist die Öffentlichkeit bereits nach wenigen Minuten ausgeschlossen worden. Die beiden Angeklagten, die sich wegen versuchten Totschlags verantworten müssen, müssten wegen ihres jugendlichen Alters geschützt werden, entschied der Vorsitzende Richter des Landgerichts. Zwar gebe es ein starkes öffentliches Interesse an dem Fall. Allerdings wiege die Gefahr einer Bloßstellung und Stigmatisierung schwerer. Der jüngere der 17 und 19 Jahre alten Angeklagten sei zudem nach den bisherigen Erfahrungen noch wenig selbstständig. “Es gilt, ihn zu schützen und seine weitere Reifung nicht zu gefährden”, sagte der Richter.

+++ 10.36 Uhr: Supermodel Naomi Campbell wirbt für Tourismus in Kenia +++

Wegen der Corona-Pandemie reisen derzeit kaum Touristen in das für Safaris und Strandurlaube berühmte Kenia – doch Naomi Campbell soll das ändern. Das britische Supermodel wurde zur neuen internationalen Botschafterin für den Tourismus in dem ostafrikanischen Land ernannt. “Wir heißen die aufregenden Neuigkeiten willkommen, dass Naomi Campbell sich für den Tourismus einsetzen wird”, teilte Kenias Tourismusminister Najib Balala mit. Die Verkündung sorgte bei eingen Menschen in den Sozialen Medien für Unmut: “Kein EINZIGER Kenianer hätte diese Rolle erfüllen können? Habt ihr überhaupt kenianische “Tourismus”-Botschafter?”, fragte eine Twitter-Nutzerin.

+++ 9.57 Uhr: Flüssiger Stahl verursacht Feuer in Krefelder Gießerei – neun Verletzte +++

In einer Krefelder Gießerei sind bei einem durch flüssigen Stahl ausgelösten Feuer neun Menschen verletzt worden. Am Dienstagabend seien bei einem Gießvorgang zehn bis 15 Tonnen flüssiger Stahl “unkontrolliert ausgelaufen”, teilte die Feuerwehr mit. Durch die große Hitze seien mehrere Brände in der Halle entstanden. Zwei Mitarbeiter, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Kranbahn befanden, retteten sich demnach schwer verletzt aufs Hallendach. Die Feuerwehr habe die beiden sofort in Sicherheit gebracht. Fünf weitere Mitarbeiter sowie zwei Feuerwehrmänner wurden leicht verletzt.

+++ 9.56 Uhr: Jüdisches Denkmal in Stralsund zum wiederholten Mal verunstaltet +++

In Stralsund ist eine jüdische Gedenkstele im Hof eines Klosters zum wiederholten Mal verunstaltet worden. Derzeit gebe es keine Hinweise auf einen politischen Tathintergrund, sagte eine Sprecherin der Polizei in Neubrandenburg. Es handle sich um eine nicht näher definierbare Schmiererei mit roter Farbe, ein Spruch oder Symbole seien nicht zu erkennen. Bereits im Dezember 2020 war die Gedenkstele beschmiert worden. Ein Zusammenhang zwischen den Taten wird laut der Sprecherin von den Ermittlern geprüft. Es gebe aber “keine konkreten Hinweise”, dass es sich um die gleichen Täter handle.

+++ 9.54 Uhr: Feuerwehr muss Spaziergängerinnen in Schleswig-Holstein aus Schilfgürtel retten +++

Mit einem Boot hat die Feuerwehr im schleswig-holsteinischen Hetlingen zwei Spaziergängerinnen an der Elbe aus einem Schilfgürtel gerettet. Die Frauen hätten sich bis weit ins Deichvorland vorgewagt, teilte der Feuerwehrverband des Kreises Pinneberg mit. Dort habe ihnen die einsetzende Flut dann den Rückweg abgeschnitten. Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag. Die Frauen saßen laut Feuerwehr in einem höhergelegenen Bereich fest und setzten per Handy einen Hilferuf ab. Einsatzkräfte rückten an, konnten die Spaziergängerinnen vom Deich aus allerdings nicht erreichen. Feuerwehrleute setzten daraufhin ein Boot ein und brachten die beiden Frauen über die Wasserseite zurück an Land. Im Hetlinger Hafen wurden die Geretteten vorsorglich medizinisch untersucht. Sie waren aber nur durchgefroren, wie die Retter erklärten. Ansonsten überstanden sie ihr Abenteuer unversehrt. 

+++ 9.53 Uhr: Zehn Menschen nach Wohnungsbrand in NRW im Krankenhaus +++

Nach einem Wohnungsbrand in Schwerte in Nordrhein-Westfalen sind zehn Menschen wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung vorsorglich in Krankenhäusern behandelt worden, wie die Polizei in Unna mitteilte. Das Feuer brach am späteren Dienstagabend in einem Mehrfamilienhaus aus. Ursache waren nach ersten Erkenntnissen Essen, das auf einem Herd vergessen worden war. Die von dem Brand betroffene Wohnung war nach Angaben der Beamten unbewohnbar, der Sachschaden beläuft sich auf etwa zehntausend Euro.

+++ 9.43 Uhr: Forderungen aus der CDU nach einem Verbot der Prostitution +++

Aus der CDU sind Forderungen nach einem Ende der Prostitution nach dem Vorbild des sogenannten Nordischen Modells laut geworden. “Eine durchgreifende Verbesserung im bestehenden System ist nicht möglich”, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker der Düsseldorfer “Rheinischen Post”. Der Versuch einer trennscharfen Unterscheidung zwischen selbstbestimmter und erzwungener Prostitution sei gescheitert: “Menschenhändler und Ausbeuter agieren unter dem Deckmantel der Legalität.” Ermittlungsverfahren scheiterten, “weil die Opfer angesichts massiver Drohungen und Gewalt im Milieu nicht auszusagen wagen”. Deswegen brauche es das Nordische Modell wie in Schweden, das die Freier unter Strafe stellt, so Winkelmeier-Becker, die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium ist. CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen lehnen dem Bericht zufolge ein Prostitutionsverbot ab.

+++ 9.23 Uhr: Kremlkritiker Nawlany kehrt nach Russland zurück +++

Der russische Oppositionspolitiker Alexei Navalny hat bekanntgegeben, dass er nach Russland zurückkehren werde. Ihm zufolge plant er, am 17. Januar mit einem Flug der Fluggesellschaft Pobeda in Moskau anzukommen. Russlands Strafvollzug will den Kremlkritiker wegen nicht erfüllter Bewährungsauflage verhaften.  Nawalny hält sich in Deutschland zu einer Reha-Maßnahme auf. Der 44-Jährige hatte einen Giftanschlag überlebt und macht den Inlandsgeheimdienstes FSB verantwortlich.

+++ 7.31 Uhr: Zoom holt sich 1,75 Milliarden Dollar über Aktienplatzierung +++

Der Videokonferenzdienst Zoom hat sich über ein Aktienangebot frisches Geld besorgt. Es seien 5,15 Millionen Aktien zu 340 US-Dollar das Stück im Zuge einer Kapitalerhöhung platziert und damit 1,75 Milliarden US-Dollar eingespielt worden, teilte Zoom mit. Der Ausgabepreis lag knapp fünf Prozent unter dem Schlusskurs von Dienstag. Der Zeitpunkt war nicht besonders günstig für Zoom: Der Kurs lag bei Bekanntgabe der Pläne um rund 40 Prozent unter dem Höchststand von Mitte Oktober.

+++ 6.56 Uhr: Estlands Regierungschef Ratas kündigt Rücktritt an +++

Estlands Ministerpräsident Jüri Ratas hat nach Korruptionsvorwürfen gegen seine Partei seinen Rücktritt angekündigt. Er wolle damit die politische Verantwortung übernehmen und die Möglichkeit geben, die Vorwürfe aufklären zu können, teilte Ratas mit. Die Justizbehörden des baltischen EU-Landes hatten zuvor Ermittlungen wegen eines staatlichen Hilfskredits an ein Immobilienprojekt gegen Ratas’ linksgerichtete Zentrumspartei

+++ 6.50 Uhr: Schnee und Glatteis führen zu Verkehrschaos +++

Winterliche Bedingungen haben in der Nacht in Deutschland zum Teil für Verkehrschaos gesorgt. Im Norden Niedersachsens wurde ein Autobahnabschnitt wegen mehrerer Glatteis-Unfälle gesperrt, im Süden und Westen kam es zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen aufgrund liegen gebliebener Fahrzeuge. Meist blieb es bei Blechschäden und Leichtverletzten, wie die Polizeistellen mitteilten. Allerdings gab es in Mecklenburg-Vorpommern einen Toten: ein 18-Jähriger ist mit seinem Auto gegen einen Baum gefahren, sein Beifahrer wurde schwer verletzt. Auf einer Straße in Nordsachsen kam ein Winterdienstfahrzeug von der Fahrbahn ab, der 65 Jahre alte Fahrer wurde schwerverletzt. Ein Polizist in Bayern knallte wegen Straßenglätte mit seinem Wagen in eine Leitplanke. Anschließend wurde sein Auto von einem anderen Fahrzeug erfasst. Der Beamte zog sich schwere Verletzungen zu.

+++ 6.04 Uhr: Viele Hinweise, aber keine heiße Spur zu RAF-Terroristen +++

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat nach einer europaweiten Fahndung im vergangenen Jahr 206 Hinweise auf drei untergetauchte Ex-Terroristen der Rote Armee Fraktion (RAF) erhalten. “Die Hinweise zu den Gesuchten kommen aus vielen europäischen Staaten und teilweise auch aus Ländern außerhalb der EU”, sagte eine LKA-Sprecherin in Hannover. Gefahndet wird nach Ernst-Volker Staub, 66, Burkhard Garweg, 52 und Daniela Klette, 62. Das Trio soll der linksterroristischen RAF angehört haben, wird aber auch wegen einer Serie von zwölf Raubüberfällen von 1999 bis 2016 gesucht.

+++ 5.54 Uhr: Nordkoreas Machthaber Kim fordert Ausbau des Atomarsenals +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat zum Abschluss eines achttägigen Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei den Ausbau des Atomwaffenarsenals als Ziel ausgegeben. Es müsse alles dafür getan werden, die stärksten Militärkapazitäten aufzubauen und die “nukleare Kriegsabschreckung weiter zu stärken”, wurde er von den staatlich kontrollierten Medien zitiert. Zugleich erklärte Kim, das Land müsse sich auch auf die Entwicklung der Wirtschaft und die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen konzentrieren.

+++ 5.23 Uhr: Regierungskrise in Italien +++

Das Kabinett des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte hat ein gigantisches Konjunkturprogramm von 222,9 Milliarden Euro zur Überwindung der Corona-Krise beschlossen – und damit die Krise der Regierungskoalition dramatisch verschärft. Die zwei Ministerinnen der Partei “Italia Viva” (IV) verweigerten bei dem Kabinettsvotum ihre Zustimmung und enthielten sich. Die IV hat starke Vorbehalte gegen das Hilfspaket. Nach dem Kabinettsbeschluss ist deshalb der Fortbestand der Koalition stark gefährdet. Steigt die IV aus der Koalition aus, droht Conte die Mehrheit im Senat zu verlieren, auf die er sich bislang stützen konnte.

+++ 4.28 Uhr: Präsident Esser an Fußballprofis: “Friseur-Abstinenz demonstrieren” +++

Frisch frisierte, gestylte und gegelte Fußballprofis sind der Friseur-Innung in Zeiten von Corona und geschlossener Geschäfte ein Dorn im Auge. “Die Friseure sind seit dem 16. Dezember im Lockdown, und wir möchten etwas Solidarität haben. Sie dürfen Fußball spielen, sie gehen ihrem Beruf nach. Und man schaut hin”, sagte Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, der Nachrichtenagentur DPA in einem Interview. Man sehe sehr wohl, dass die Haare vieler Fußballer von Profis gestylt worden sind, sagte Esser. In Kollegenkreisen sei das schon seit einiger Zeit ein Thema. “Und ich denke, wir wollen diese Solidarität, dass sie auch nach außen hin in dieser Zeit eine gewisse Friseur-Abstinenz demonstrieren. Es ist verboten!” Zudem werden Verstöße bestraft. “Wir erwarten eigentlich, dass die Vereine ihren Mitarbeitern klar machen, dass es das momentan nicht gibt”, so Esser. “Da möge man sich dran halten.”

+++ 4.10 Uhr: Riesiger Mafia-Prozess gegen die ‘Ndrangheta beginnt in Kalabrien +++

In Italien beginnt ein riesiger Prozess gegen die kalabrische Mafiaorganisation ‘Ndrangheta. An dem Verfahren gegen den ‘Ndrangheta-Clan Mancuso in Lamezia Terme sind 355 Angeklagte, rund 400 Anwälte sowie mehr als 900 Zeugen beteiligt. Den Beschuldigten, darunter der Clan-Chef Luigi Mancuso, wird unter anderem Mord, versuchter Mord, Drogenhandel, Geldwäsche und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Die Anklage wird vertreten durch den berühmten Anti-Mafia-Staatsanwalt Nicola Gratteri. Es wird damit gerechnet, dass der Prozess mehr als zwei Jahre dauert.

+++ 4.09 Uhr: Lars Bender: “Haben totalen Raubbau an unseren Körpern betrieben” +++

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Lars Bender sieht seine Spielweise und die seines Bruders Sven vor ihrem Karriereende im Sommer kritisch. “Wir haben totalen Raubbau an unseren Körpern betrieben”, sagte der 31-Jährige in einem Interview der “Sport Bild”. “Früher haben wir nie daran gezweifelt. Doch heute zweifeln wir, ob es immer der beste Weg war, über viele Wehwehchen hinwegzusehen und sich trotz Problemen immer wieder zur Verfügung zu stellen”, sagte der Verteidiger. “Nein, es war absolut nicht immer richtig und nicht gesund.” Die Zwillinge hatten im Dezember bekanntgegeben, ihre Karrieren als Fußball-Profis nach dieser Saison zu beenden. Beide wurden während ihrer Laufbahn immer wieder von teils schweren Verletzungen geplagt.

+++ 4.04 Uhr: WWF-Studie: 43 Millionen Hektar tropischen Regenwalds zerstört +++

43 Millionen Hektar tropischen Regenwalds sind nach Berechnungen der Umweltorganisation WWF in den vergangenen Jahren allein in 24 besonders stark betroffenen Gebieten zerstört worden. Das gehe aus Satellitendaten von 2004 bis 2017 hervor, teilte der WWF in Berlin mit. Den größten Verlust gebe es im Amazonas in den Ländern Brasilien, Kolumbien, Peru, Bolivien, Venezuela und Guyana mit 18,3 Millionen Hektar. Zur Einordnung: Die Fläche Deutschlands ist mehr als 35,7 Millionen Hektar groß. Laut des WWF seien auch deutsche Verbraucher mitschuldig an der Entwaldung. “Für den Anbau von Futtermittelsoja, Kakao und Rindfleisch, das in die EU importiert wird, wird oft Wald vernichtet.”

+++ 3.59 Uhr: Aktivisten: Mindestens 16 Tote bei israelischen Luftangriffen in Syrien +++

Bei israelischen Luftangriffen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens fünf Soldaten der Regierungsarmee sowie elf Kämpfer verbündeter Milizen getötet worden. Die Angriffe in der Nacht hätten sich gegen Waffenlager der Truppen von Machthaber Baschar al Assad sowie andere militärische Stellungen im Osten des Bürgerkriegslandes gerichtet, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die israelische Armee flog diesen Angaben zufolge mehr als 18 Angriffe in der Nacht. Diese hätten sich gegen Ziele in einem Gebiet gerichtet, das sich von der östlichen Stadt Deir Essor bis in die Bukamal-Wüste an der Grenze zum Irak erstrecke.

+++ 2.40 Uhr: Anwältin von Deutsch-Türke Altayli: Beweise unter Folter erlangt +++

Im Prozess gegen den inhaftierten türkisch-deutschen Enver Altayli hat seine Anwältin dem Gericht Parteilichkeit vorgeworfen und in einem Antrag an das Gericht den Austausch der Richter gefordert. Im Verfahren gegen ihren Vater und Mandanten seien ihrem Einspruch zum Trotz Beweismittel zugelassen worden, die durch Folter und Entführung erlangt worden seien, sagte Dilara Yilmaz der Nachrichtenagentur DPA. Es gebe zahlreiche weitere Beweise, die die Befangenheit der Richter nahelegten. So seien in der Vergangenheit etwa mehrere Anträge der Verteidigung “ungerechtfertigt” abgewiesen worden. Altayli wird Gründung oder Führung einer Terrororganisation vorgeworfen. Der Prozess gegen ihn soll am 18. Februar fortgesetzt werden.

+++ 2.05 Uhr: DGB-Chef dringt auf mehr Homeoffice und kritisiert altmodische Firmen +++

In der Debatte um mehr Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft DGB-Chef Reiner Hoffmann den Ton – und wirft einzelnen Arbeitgebern ein altmodisches Verhalten vor. “Fakt ist, dass viele Unternehmen und Verwaltungen auch dort, wo es gut möglich wäre, kein Homeoffice anbieten. Offenbar liegt dies an einem antiquierten Führungs- und Kontrollverhalten”, sagte Hoffmann der “Rheinischen Post”. Ein Problem ist Hoffmann zufolge auch die mangelnde technische Ausstattung. Dies müsse sich schnell und langfristig ändern. Zwar sei nun eine akute Ausnahmesituation. “Anderseits müssen wir jetzt die Regeln für die Arbeit der Zukunft neu austarieren”, sagte Hoffmann.

+++ 1.30 Uhr: Merz bei Niederlage offen für andere wichtige Rolle in CDU im Wahljahr +++

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich für den Fall seiner Niederlage offen für eine andere wichtige Rolle in der Partei im Verlauf des diesjährigen Wahljahres gezeigt. Die Entscheidung darüber müssten dann der neue Parteichef und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen, sagte der frühere Fraktionsvorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er selbst beschäftige sich nicht mit dieser Frage. Der Nachfolger von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird bei einem CDU-Parteitag am Samstag gewählt.

+++ 1.07 Uhr: BA-Chef unterstützt Heils Hartz-IV-Pläne +++

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, unterstützt die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zur Reform von Hartz IV. Mit dessen Gesetzentwurf werde es “besser möglich sein”, die Notlagen der Hartz-IV-Empfänger abzufedern, bis sie wieder eine Arbeit finden, sagte Scheele der “Süddeutschen Zeitung”. Heils Vorhaben sei ein “gelungenes Gesamtpaket”. Der Vorsitzende der Jobagenturen lobte, dass nach diesen Plänen während der ersten zwei Jahre nicht geprüft werden soll, ob ein Hartz-IV-Bezieher in einer zu großen Wohnung lebt. Das “schwierige Image” der Grundsicherung rühre daher, dass viele Menschen Sorgen um ihre Wohnung hätten: “Wenn man da am Anfang großzügiger ist, nimmt man viele Ängste.”

+++ 1.06 Uhr: Neubau der Leverkusener Autobahnbrücke verzögert sich erneut +++

Der Neubau des ersten Teils der Leverkusener Rheinbrücke wird sich erheblich verzögern und wohl auch deutlich teurer werden. Der Landesbetrieb Straßen NRW hat den am 1. Dezember vergebenen Auftrag an ein Baukonsortium um den Stahlbauer SHG Engineering aus Hannover nach Recherchen des “Kölner Stadt-Anzeiger” schon am 22. Dezember zurückgezogen. Grund ist die Auseinandersetzung mit dem unterlegenen Mitbieter. Das Konsortium, das den Zuschlag erhalten hatte, hatte das preiswerteste Angebot abgegeben und sollte Ende Januar mit dem Weiterbau der Brücke beginnen.

les / nik / fs DPA AFP

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