News vom Wochenende: 38 chinesische Kampfflugzeuge in Luftraum über Taiwan eingedrungen

Taiwan: 38 chinesische Kampfflugzeuge in Luftraum eingedrungen +++ RKI registriert 8517 Corona-Neuinfektionen +++ Britische Armee wird ab Montag für Treibstofflieferungen eingesetzt +++ Die News des Wochenendes im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Taiwan meldet Dutzende chinesische Kampfflugzeuge in Luftraum

Taiwan hat 38 chinesische Militärjets gemeldet, die in seine Luftverteidigungszone eingeflogen sind – die bisher größte derartige Luftraumverletzung der chinesischen Luftwaffe.

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 10.08 Uhr: Philippinischer Präsident Duterte kündigt Rückzug aus der Politik an +++

Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Er werde bei der Wahl 2022 nicht für das Amt des Vizepräsidenten kandidieren, da dies ein „Verstoß gegen die Verfassung“ wäre, erklärte Duterte am Samstag. Der Schritt könnte den Weg für eine Kandidatur von Dutertes Tochter als Präsidentin ebnen.

+++ 08.54 Uhr: Taiwan: 38 chinesische Kampfflugzeuge in Luftraum eingedrungen +++

Taiwan hat angeprangert, dass 38 chinesische Kampfflugzeuge widerrechtlich in seinen Luftraum eingedrungen sind. Es sei die bisher größte derartige Luftraumverletzung der chinesischen Luftwaffe, wie das Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte. Als Reaktion sei unter anderem die Raketenabwehr aktiviert worden. Premierminister Su Tseng-chang rügte das Vorgehen und sagte, China unterhöhle den Frieden in der Region. Eine ähnliche Aktion hatte es zuletzt am 23. September gegeben, damals mit 23 Jets.

13. internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in China

Peking sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an und versucht, es international zu isolieren. Die Volksrepublik lehnt jede Form formeller Beziehungen anderer Länder mit der Inselrepublik ab. Nur 15 Staaten weltweit erkennen Taiwan an und müssen dafür auf diplomatische Beziehungen zu China verzichten.

+++ 08.45 Uhr: Corona: Intensivstationen in Thessaloniki sind voll +++

In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki sind die Intensivbetten für Covid-Patienten zu 100 Prozent belegt. Das berichtete am Samstag die griechische Tageszeitung „Kathimerini“. In der umliegenden Region Zentralmakedonien seien nur noch vier Betten frei. Seit Freitag gilt für die Millionenstadt Thessaloniki ein nächtlicher „Mini-Lockdown“, weil die Zahl der Neuinfektionen dort zuletzt stark angestiegen war. Die Gesundheitsbehörde meldete am Freitagabend für das ganze Land mit seinen 11 Millionen Einwohnern 2636 Neuinfektionen, davon knapp 400 in Thessaloniki.

+++ 08.06 Uhr: Erste allgemeine Wahl des Schura-Rates in Katar begonnen +++

In Katar hat die erste allgemeine Wahl zum Schura-Rat des Golfemirats begonnen. Die ersten Wähler kamen am Samstagmorgen mit Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr Ortszeit (7 Uhr MESZ) zur Stimmabgabe, wie AFP-Reporter berichteten. Gewählt werden 30 der 45 Mitglieder des Gremiums, das die Regierung von Emir Tamim bin Hamad al-Thani berät.

Es wird jedoch nicht erwartet, dass die Abstimmung das Machtgleichgewicht in der absoluten Monarchie bedeutend verändern wird. Die 15 weiteren Mitglieder des Schura-Rates werden nach wie vor vom Emir ernannt. Politische Parteien sind verboten und ein Parlament gibt es nicht.

Der Schura-Rat billigt den Haushalt, kontrolliert die Minister und kann neue Gesetze vorschlagen, das letzte Wort hat aber immer der Emir. Die Wahl des Gremiums sollte eigentlich schon 2007 stattfinden, sie wurde aber immer wieder verschoben. Bisher gab es in dem Golfemirat nur Kommunalwahlen und Verfassungsreferenden.

Unter den 284 zugelassenen Kandidaten sind nur 28 Frauen. Kandidieren und abstimmen dürfen nur Katarer, deren Vorfahren schon 1930 Staatsangehörige waren. Zugleich haben nur rund 330.000 der 2,5 Millionen Einwohner des Landes die katarische Staatsbürgerschaft.

+++ 06.30 Uhr: Dragqueen Olivia Jones: Abtreten von Merkel ist „Horror“ für Komiker +++

Dragqueen Olivia Jones betrachtet das Ende der Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel als großen Verlust für Komiker. „Ich glaube, von Merkel wird Eines bleiben: Dass man sie wunderbar parodieren konnte. Das ist natürlich für die Comedians ein absoluter Horror, dass die Merkel abtritt“, sagte die 51-Jährige am Freitagabend am Rande des Deutschen Comedypreises in Köln. Die Kanzlerkandidaten aus dem Wahlkampf – Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock – seien da schwieriger. „Die sind jetzt nicht so gut zu parodieren wie unsere Mutti mit dieser Helmfrisur, ihrer Raute und diesen hängenden Mundwinkeln“, sagte Jones. „Das werde ich auf jeden Fall vermissen.“

+++ 04.18 Uhr: RKI registriert 8517 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz wieder rauf +++

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist den vierten Tag in Folge etwas gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 64,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 64,3 gelegen, vor einer Woche bei 60,6 (Vormonat: 76,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8517 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.14 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7211 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 66 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 62 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 246 136 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter – gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,65 an. Der Vergleichswert der Vorwoche ist geringfügig niedriger. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 018 500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93 777.

+++ 04.07 Uhr: Grüne beraten auf kleinem Parteitag über künftige Regierung +++

Die Grünen beraten am Samstag auf einem kleinen Parteitag, dem sogenannten Länderrat, in Berlin über das weitere Vorgehen nach der Bundestagswahl (11.00 Uhr). Die Partei strebt eine Regierungsbeteiligung an und präferiert dafür eine Ampel-Koalition mit SPD und FDP. Die Grünen-Spitze sieht darin die Chance für einen neuen Aufbruch, wie es im Leitantrag des Bundesvorstandes für den Länderrats heißt.

In dem Antrag wird zudem das zehnköpfige Team für die Sondierungen benannt. Die Grünen planen außerdem, ihre Mitglieder über einen abgeschlossenen Koalitionsvertrag sowie ihr Personaltableau in einer Urabstimmung entscheiden zu lassen. Die Grünen hatten sich bei der Bundestagswahl mit 14,8 Prozent zwar deutlich verbessert. Sie verfehlten allerdings ihr Ziel, mit der Parteivorsitzenden Annalena Baerbock ins Kanzleramt einzuziehen.

+++ 03.43 Uhr: USA überschreiten Schwelle von 700.000 Corona-Toten +++

In den USA sind inzwischen mehr als 700.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mit 700.258 Todesfällen wurde die Schwelle am Freitag (Ortszeit) überschritten, wie die Johns Hopkins-Universität meldete. Das ist ungefähr so viel wie die gesamte Einwohnerschaft der Hauptstadt Washington.

Durchschnittlich werden in den USA derzeit rund 1000 Corona-Todesfälle pro Tag verzeichnet. Die Impfkampagne stagniert derweil, die Quote der vollständig geimpften US-Bürger liegt bei nur 55,7 Prozent. Auch die Diskussion um das Tragen von Schutzmasken spaltet das Land. Mehrere Gouverneure von der Republikanischen Partei haben eine Maskenpflicht verboten, unter anderem in Texas und Florida. 

Kalifornien dagegen kündigte am Freitag verpflichtende Corona-Impfungen für alle Schüler ab dem kommenden Jahr an, sofern die Impfstoffe von der Arzneimittelbehörde FDA für die jeweilige Altersgruppe bis dahin vollständig zugelassen sind.

+++ 03.00 Uhr: Daniel Craig kommt Stern auf Hollywoods „Walk of Fame“ +++

Bond-Darsteller Daniel Craig (53) soll auf Hollywoods „Walk of Fame“ mit einer Sternenplakette verewigt werden. Dies gaben die Betreiber der Touristenmeile am Freitag in Los Angeles bekannt. Am kommenden Mittwoch (6. Oktober) soll der britische Star die Plakette auf dem Hollywood Boulevard enthüllen. Die Zeremonie hängt zeitlich mit der Premiere des 25. James-Bond-Films zusammen. „Keine Zeit zu sterben“, in dem Craig zum fünften und letzten Mal in die Rolle des berühmten Geheimagenten 007 schlüpft, läuft zwei Tage später in den US-Kinos an.

Craig sei wie Bond eine „britische kulturelle Ikone“, hieß es in einer Mitteilung des „Walk of Fame“-Gremiums. Sein Stern werde neben dem von Bond-Darsteller Roger Moore in den Bürgersteig eingelassen. Die passende Adresse: Hollywood Boulevard Nummer 7007. Als Gastredner sind die langjährigen Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson sowie Oscar-Preisträger Rami Malek („Bohemian Rhapsody“). In „Keine Zeit zu sterben“ mimt Malek den kriminellen Bösewicht Safin.

Nach dem Bond-Ende geht es für Craig schnell weiter. Er hat bereits die Rolle des Privatdetektivs Benoit Blanc in der Fortsetzungen der Krimi-Komödie „Knives Out – Mord ist Familiensache“ zugesagt. Im kommenden Jahr will der britische Star in einer „Macbeth“-Inszenierung an den New Yorker Broadway zurück. 

+++ 00.47 Uhr: Britische Armee wird ab Montag für Treibstofflieferungen eingesetzt +++

Die britische Armee wird ab kommenden Montag zur Belieferung der Tankstellen mit Treibstoff eingesetzt. Fast 200 Soldaten würden dafür bereit gestellt, die Hälfte davon als Fahrer, erklärte die Regierung am Freitagabend. Damit solle „der Druck von den Tankstellen genommen“ und der Mangel an Lastwagenfahrern ausgeglichen werden.

Seit vergangener Woche hatten sich vor britischen Tankstellen lange Schlangen gebildet. Grund für das Chaos sind Lieferschwierigkeiten – dem Land fehlen laut Schätzungen rund 100.000 Lkw-Fahrer. 

Nach dem Brexit und durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland in der britischen Logistikbranche stark zurückgegangen. Dabei handelt es sich insbesondere um Jobs, die aufgrund schlechter Bezahlung und unangenehmer Arbeitszeiten von britischen Arbeitnehmern gemieden werden.

Die Regierung macht für die Krise an den Tankstellen vor allem Hamsterkäufe verantwortlich. Nach den Worten von Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng bessert sich die Lage an den Zapfsäulen allmählich. „Es ist wichtig zu betonen, dass es auf nationaler Ebene keinen Treibstoffmangel gibt und dass die Leute ganz normal Treibstoff kaufen sollten“, erklärte er.

+++ 00.01 Uhr: Medien: Taliban laden ehemalige Ortskräfte vor Gericht +++

Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben ehemaligen Ortskräften der internationalen Truppen laut einem niederländischen Medienbericht Vorladungen vor Gericht zugestellt. Wie der Fernsehsender NOS am Freitagabend berichtete, erhielten die Familien von im Versteck lebenden ehemaligen Dolmetschern Vorladungen. Darin wird den Angehörigen mit schweren Strafen gedroht, wenn die Ortskräfte nicht selbst vor einem Tribunal erschienen. Ziel sei es, anderen „Verrätern eine Lektion zu erteilen“.

NOS zeigte eines der Schreiben. Dieses war an einen ehemaligen einheimischen Mitarbeiter der europäischen Polizeibehörde Europol in Afghanistan gerichtet. Dem Mann wird darin vorgeworfen, als Übersetzer für Ausländer gearbeitet und deren „entehrendes und verbotenes Geld“ angenommen zu haben.

In einem anderen Brief an einen ehemaligen Dolmetscher heißt es: „Wir werden uns rächen. Wenn es uns nicht gelingt Sie zu fassen, werden wir das mit Ihren Angehörigen regeln.“ Laut NOS deutet alles auf eine Authentizität der Schreiben hin, die mit offiziellen Stempeln versehen sind.

NOS hat nach eigenen Angaben Kontakt zu rund einem Dutzend ehemaliger Ortskräfte der Niederlande. Ihre Lage in dem Land nach der Machtübernahme durch die Taliban Mitte August werde immer dramatischer.

ikr DPA AFP

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