News vom Pfingstwochenende: Mehrere Tote und Verletzte bei Seilbahnunglück in Italien

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Die News vom Pfingstwochenende im stern-Ticker.

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Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News vom Pfingstwochenende im stern-Ticker:

14.14 Uhr: Mehrere Tote bei Seilbahnunglück in Italien

Bei einem Seilbahnunglück in Norditalien sind neun Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Bergrettung mit. Demnach war die Gondel westlich des Lago Maggiore in der Region Piemont in die Tiefe gestürzt. Zunächst hatten Medien von acht Menschen berichtet, die bei dem Unglück gestorben seien.

Ein Foto der Feuerwehr zeigte die abgestürzte Kabine in einem Waldstück. Laut Bergrettung waren zwei Hubschrauber im Einsatz. Den Agenturberichten zufolge sollen zwei Kinder in kritischem Zustand in eine Turiner Klinik geflogen worden sein.

Die bei Touristen beliebte Seilbahn verbindet in 20 Minuten den am Lago Maggiore gelegenen Urlaubsort Stresa mit dem fast 1.500 Meter hohen Berg, der einen spektakulären Blick auf die Alpen bietet. Das Unglück ereignete sich rund 300 Meter vor dem Gipfel. Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge wurde der Absturz der Kabine vermutlich durch einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke verursacht.

Dieser Eintrag wird fortlaufend aktualisiert.

11.29 Uhr: Stromausfall in München: neue Hinweise nach Nachbarschaftsbefragung

Nach dem großflächigen Stromausfall in München hat die Polizei neue Hinweise zu einer möglichen Brandstiftung durch eine Nachbarschaftsbefragung erhalten. Die neuen Hinweise müssten nun allerdings erst einmal überprüft werden, wie ein Sprecher der Polizei München mitteilte.

In Teilen der Stadtteile Haidhausen, Ramersdorf und Berg am Laim war durch ein Feuer in einer Baugrube am frühen Freitagmorgen in rund 20 000 Haushalten der Strom ungewöhnlich lange ausgefallen. Derzeit ermittelt der Staatsschutz wegen des Verdachts einer politischen Straftat.

11.15 Uhr: Zentralrat der Juden: Justiz hat “gewisse Sehschwäche”

Der Zentralrat der Juden in Deutschland wirft der Justiz eine “gewisse Sehschwäche” auf dem rechten Auge vor. “Zum Kampf gegen den Antisemitismus gehören immer mindestens zwei: ein entschlossener Gesetzgeber und eine Justiz, die dieses Recht auch entschlossen umsetzt”, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster der “Augsburger Allgemeinen”. Die Frage, ob man härtere Strafen brauche, bejahte Schuster – auch wenn die Bundesregierung das Strafrecht bei Antisemitismus gerade erst verschärft habe. “Die größeren Defizite aber sehe ich bei der Justiz, die auf dem rechten Auge doch eine gewisse Sehschwäche hat.”

9.29 Uhr: Irans Parlament will Zusammenarbeit mit Atombehörde IAEA einschränken

Kurz vor einem möglichen Durchbruch im Atomstreit mit den USA fordern Hardliner im iranischen Parlament, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einzuschränken. “Die IAEA hatte drei Monate Zeit ihre Verpflichtungen zu erfüllen (…) das hat sie nicht getan und die Frist ist gestern (Samstag) abgelaufen”, sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf. Dementsprechend dürfe die UN-Behörde auch keinen Zugang mehr zu Bildern und Informationen der iranischen Atomanlagen bekommen, so Ghalibaf laut Nachrichtenagentur Isna. IAEA-Chef Rafael Grossi hat für den Nachmittag (14.00 Uhr) eine Stellungnahme angekündigt.

6.52 Uhr: Polizei löst Treffen von Oppositionsabgeordneten in Russland auf

Die russische Polizei hat erneut ein Treffen von Oppositionsabgeordneten aufgelöst. Laut der Bürgerrechtsorganisation OVD-Info wurden mindestens vier Teilnehmer des Treffens am Samstag in Weliki Nowgorod im Nordwesten des Landes festgenommen. Die festgenommene Aktivistin Julia Gajamina berichtete auf Twitter, das Treffen sei von den Behörden für illegal erklärt worden, weil dort angeblich mehr als die unter Corona-Auflagen erlaubten 30 Personen versammelt waren.

4 Uhr: Umfrage: FDP legt zu – Baerbock verliert an Popularität

Die FDP geht nach ihrem Parteitag gestärkt in den Wahlkampf, während die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock einer Umfrage zufolge an Popularität verliert. Die FDP kommt im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstitut Insa für die “Bild am Sonntag” in dieser Woche auf 13 Prozent. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die Union verliert den Angaben zufolge einen Punkt und landet bei 24 Prozent. Sie liegt damit knapp vor den Grünen, die ebenfalls einen Prozentpunkt einbüßen (23 Prozent). Die SPD legt leicht zu und erreicht 17 Prozent. Die AfD bleibt stabil bei 12 Prozent, die Linke gibt einen Prozentpunkt ab und steht nun bei 6 Prozent.

Bei der Frage, wen die Menschen bei einer Direktwahl ins Kanzleramt wählen würden, verliert Baerbock der Umfrage zufolge 4 Prozentpunkte und käme auf ein Direktwahlergebnis von 20 Prozent. Sie liegt damit nur noch 2 Prozentpunkte vor dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (18 Prozent) und 5 Prozentpunkte vor Unions-Kandidat Armin Laschet (15 Prozent). Eine deutliche Mehrheit von 32 Prozent würde sich den Angaben zufolge für keinen der Drei entscheiden.

3.47 Uhr: Mindestens 21 Tote bei Marathonlauf in China

Durch ein plötzliches Unwetter bei einem 100-Kilometer-Lauf in China sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Während des Ultramarathons in der nordwestlichen Provinz Gansu sei ein Unwetter mit starkem Hagel und Eisregen hereingebrochen, erklärte die Stadtverwaltung von Baiyin. Ein Teilnehmer des Rennens werde noch vermisst.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua waren mehr als 700 Rettungskräfte im Einsatz. Laut Xinhua brach das Unwetter herein, als die Teilnehmer zwischen 20 und 31 Kilometer weit durch bergiges Gebiet gelaufen waren. Das Rennen wurde abgebrochen. 151 Teilnehmer seien Sicherheit gebracht worden.

0.48 Uhr: Italien gewinnt Eurovision Song Contest 2021 – Deutschland Vorletzter

Italien hat den 65. Eurovision Song Contest gewonnen. Die Glamrock-Band Måneskin bekam mit dem Lied “Zitti e buoni” die meisten Punkte, wie in der Liveshow in Rotterdam nach der Präsentation der Wertungen von Jurys und Zuschauern aus 39 Ländern bekanntgegeben wurde. Deutschlands Kandidat Jendrik landete unter den 26 Finalisten auf Platz 25. 

Die Nachrichten des Tages von Samstag, 22. Mai 2021:

22.37 Uhr: Panik nach Vulkanausbruch im Osten Kongos

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat ein Ausbruch des Vulkas Mount Nyiragongo Panik in der Bevölkerung ausgelöst. Der aktive Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, knapp 20 Kilometer nördlich der Stadt Goma und damit nahe der Grenze zu Ruanda. Der Vulkan sei am Abend gegen 19 Uhr Ortszeit (20 Uhr MESZ) ausgebrochen. Lavaströme flössen derzeit hauptsächlich durch Teile des Nationalparks, sagte der Leiter des vulkanologischen Observatoriums von Goma, Celestin Mahinda, dem staatlichen Radiosender RTNC. Der Park ist Afrikas artenreichstes Schutzgebiet und die Heimat der vom Aussterben bedrohten Berggorillas.

17.19 Uhr: Hunderte Menschen bei Demo zu Gaza-Konflikt in Frankfurt

Hunderte Menschen haben sich am Samstag an einer pro-palästinensischen Kundgebung in Frankfurt beteiligt. Nach Polizeiangaben versammelten sich unter dem Motto “Sofortiges Ende der israelischen Annexion und Aggression” etwa 950 Demonstranten auf dem Römerberg in der Innenstadt. Die unter Auflagen genehmigte Veranstaltung verlief zunächst friedlich. Die Teilnehmer hätten sich auch an die pandemiebedingten Mindestabstände gehalten, teilte die Polizei mit.

17.07 Uhr: Deutsches Mädchen stürzt in Italien von Klippe und stirbt

An der Küste Süditaliens ist ein kleines Kind von einer Klippe gestürzt und gestorben. Das vier Jahre alte Mädchen sei Deutsche gewesen, bestätigte die Polizei der Gemeinde Sapri auf Nachfrage. Der Vorfall habe sich am frühen Samstagnachmittag in einem kleinen Küstenort rund 170 Kilometer südöstlich von Neapel in der Provinz Salerno ereignet. Das Kind habe mit den Eltern Urlaub gemacht. Der Nachrichtenagentur Adnkronos zufolge sei die Familie auf einem Ausflug gewesen. Warum das Mädchen von der Klippe stürzte war zunächst unklar. Laut Polizei wird der Hergang nun untersucht. Nach Agenturberichten fiel das Kind etwa 30 Meter in die Tiefe. Ein Patrouillenboot der Küstenwache barg die Leiche demnach aus dem Meer.

16.51 Uhr: Polizist bei Krawallen in Kolumbien getötet

Bei den seit Wochen andauernden Protesten in Kolumbien ist ein Polizist gestorben. Der 22 Jahre alte Beamte sei bei Krawallen in der Großstadt Cali im Südwesten des Landes erschossen worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Zwei weitere Polizisten wurden demnach verletzt. Gewalttätige Demonstranten steckten zudem eine Polizeiwache in Brand. Bislang starben während der Proteste nach Angaben der nationalen Ombudsstelle mehr als 40 Menschen. Die Polizei geht teilweise mit großer Härte gegen die Demonstranten vor.

16.33 Uhr: Ermittlungen wegen Volksverhetzung – Hausdurchsuchung bei Höcke

Im Zuge von Ermittlungen wegen Volksverhetzung ist das Wohnhaus des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke durchsucht worden. Das bestätigte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Mühlhausen am Samstag. Zuvor hatten Zeitungen der Funke Mediengruppe online über den Polizeieinsatz vor einigen Tagen im Wohnort Höckes im Landkreis Eichsfeld berichtet.

Die Staatsanwaltschaft beschäftigt sich seit fast einem Jahr mit Vorwürfen gegen den AfD-Fraktionsvorsitzenden des Thüringer Landtags – unter anderem wegen Äußerungen gegen die Seenotretterin Carola Rackete, die Höcke in sozialen Medien verfasst haben soll. Die Durchsuchung solle Erkenntnisse über die Urheberschaft der Äußerungen liefern, sagte der Behördensprecher am Samstag. Höcke steht im Verdacht ein Bild von Rackete gepostet zu haben mit der Zeile: “Ich habe Folter, sexuelle Gewalt, Menschenhandel und Mord importiert”. Er könnte damit eine bestimmte Menschengruppe – Flüchtlinge – pauschal als Kriminelle stigmatisiert haben, so der Verdacht der Staatsanwaltschaft.

16.14 Uhr: Offenbar mehrere Festnahmen in Jerusalem

Einen Tag nach den Ausschreitungen auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem hat die israelische Polizei nach palästinensischen Angaben neun Menschen festgenommen. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Samstag unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, wurden fünf Männer in ihren Wohnungen in Ost-Jerusalem und in der Altstadt sowie vier weitere nahe der Al-Aksa-Moschee in Gewahrsam genommen. Dem Bericht zufolge nahmen Sicherheitskräfte bereits am Freitag Dutzende Palästinenser fest. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

15.48 Uhr: Tierschützer blockieren in England vier Verteilzentren von McDonald’s

Tier- und Umweltschutzaktivisten haben in Großbritannien am Samstag vier Verteilzentren der Fastfood-Kette McDonald’s blockiert und eine Umstellung auf ein rein pflanzliches Angebot bis zum Jahr 2025 gefordert. Die Gruppe Animal Rebellion erklärte, sie wolle die Verteilzentren in Hemel Hampstead nahe London, Basingstoke in Südengland, Coventry und Greater Manchester für mindestens 24 Stunden blockieren. Davon seien 1300 Restaurants betroffen.

15.39 Uhr: Hessische SPD-Chefin erhält mit “NSU 2.0” unterschriebenen Brief

Die hessische SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser hat einen mit “NSU 2.0” unterschriebenen Brief erhalten. Das teilte die Politikerin auf Twitter mit. Der Brief, der ein weißes Pulver enthielt, sei an Faeser adressiert gewesen und am Freitag im Wahlkreisbüro in Hofheim am Taunus eingegangen, sagte ein SPD-Sprecher. Ein Mitarbeiter habe den Umschlag geöffnet und die Polizei alarmiert. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet. Nach Angaben des Landeskriminalamtes stellte sich die weiße Substanz als unbedenklich heraus. Details zum Inhalt des Schreibens oder den Hintergründen nannte die Behörde nicht. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf.

15.13 Uhr: Terrorverdächtiger Soldat hält Belgien weiter in Atem

Ein mutmaßlich rechtsextremer und bewaffneter Berufssoldat hat Belgien am Wochenende weiter in Atem gehalten. Auch am fünften Tag wurde der 46 Jahre alte Mann zunächst nicht gefasst, wie die Bundesstaatsanwaltschaft mitteilte. Der Mitteilung zufolge durchsuchten Ermittler in der Nacht zehn Häuser von Personen aus dem Umfeld des Mannes.

Die Suche konzentrierte sich weiter auf die Region Limburg an der Grenze zu den Niederlanden, wie der Sender VRT berichtete. Auch deutsche und niederländische Polizisten seien beteiligt. Die belgischen Behörden sind seit Dienstag auf der Suche nach dem Mann. In einem Brief hatte er staatlichen Strukturen und mehreren öffentlichen Personen mit einem Anschlag gedroht. 

14.02 Uhr: Mindestens zwei Tote nach Schießerei im US-Bundesstaat Minnesota

Bei einem Zwischenfall zwischen Bewaffneten im US-Bundesstaat Minnesota sind mindestens zwei Männer ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien in der Nacht (Ortszeit) bei dem Vorfall in der Innenstadt von Minneapolis verletzt worden, einer davon schwer, teilte die Polizei mit. Bei allen Opfern handele es sich um Erwachsene. Nach ersten Erkenntnissen sei es zwischen zwei Menschen zu einem Streit gekommen, berichtete der Sender NBC unter Berufung auf die Polizei. Beide hätten später Waffen gezogen und aufeinander geschossen. Weitere Angaben gab es zunächst nicht.

13.28 Uhr: Waffenruhe zwischen Israel und Palästinenser-Organisationen hält

Nach dem Inkrafttreten der  Waffenruhe im Nahen Osten sind heute zwei ägyptische Delegationen in Israel und den palästinensischen Gebieten eingetroffen. Sie sollen die Feuerpause “überwachen”, wie ägyptische Staatsmedien berichteten. Die mithilfe von Ägypten verhandelte Waffenruhe zwischen Israel und den radikalislamischen Palästinenser-Organisiationen im Gazastreifen hielt die zweite Nacht in Folge. Unterdessen erreichten auch die ersten Hilfstransporte den Gazastreifen über einen Grenzübergang zu Israel. 

12.38 Uhr: Söder lehnt Juniorpartner-Rolle für die Union nach der Bundestagswahl ab

CSU-Chef Markus Söder hat sich klar dagegen ausgesprochen, dass die Union nach der Bundestagswahl im Herbst in einer neuen Regierung die Rolle des Juniorpartners einnimmt. “Grün-Schwarz halte ich für falsch”, sagte Söder den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Als Juniorpartner der Grünen in eine Regierung einzutreten, würde der Union auf Dauer fundamentalen Schaden zufügen.” 

Wenn die Union nicht mehr den Kanzler stelle, “dann ist sie faktisch abgewählt”, sagte Söder. Eine abgewählte Partei müsse einen anderen Weg der Erneuerung antreten – in der Opposition. Er sei aber davon überzeugt, dass die Union am Ende vorne liege. 

11.11 Uhr: Polizist bedroht Bekannte und erschießt sich später selbst

In Sachsen hat ein 59-jähriger Polizist zunächst eine Frau mit einer Pistole bedroht und sich später selbst erschossen. Im sächsischen Mühltroff soll er einer 38-jährigen Bekannten am Freitagabend die Waffe an den Kopf gehalten und mehrfach abgedrückt haben, wie die Polizei Zwickau am Samstag mitteilte. Die Pistole war demnach nicht geladen. Die Polizei suchte danach nach dem Mann und konnte ihn in der Nacht vor seiner Wohnung festnehmen.

Um Waffen des 59-Jährigen zu beschlagnahmen, sollte den Angaben zufolge seine Wohnung durchsucht werden. Er erklärte sich demnach bereit, einen Tresor zu öffnen, in dem sich die Schlüssel zu seinen Waffenschränken befinden sollten. Dabei habe er eine darin liegende Pistole genommen und sich erschossen. Der Mann gehörte den Angaben zufolge der Thüringer Polizei an. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen in dem Fall. 

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

11.02 Uhr: Staatsschutz ermittelt nach Stromausfall in München

Nach dem großen Stromausfall in München hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. “Bei brennenden Versorgungsleitungen können politische Motive vorliegen”, sagte ein Pressesprecher der Polizei. Die Ermittlungen gingen aber in alle Richtungen und die Ermittler könnten auch noch nicht explizit sagen, dass es sich zweifelsfrei um Brandstiftung handelt und welche Motive dahinter stehen könnten. Der Staatsschutz prüft derzeit einige Zeugenhinweise.

Die Staatsanwaltschaft München I verwies ebenfalls nur darauf, dass der Staatsschutz, das Kriminalfachdezernat 4 des Polizeipräsidiums München, die Ermittlungen übernommen hat, das sich schwerpunktmäßig mit politischen Straftaten befasst. Der Strom war nach einem Feuer am frühen Freitagmorgen in rund 20.000 Haushalten ausgefallen. Die Polizei nahm schon bald danach Ermittlungen wegen Brandstiftung auf.

10.57 Uhr: Auf US-Schnellstraße: Sechsjähriger in fahrendem Auto erschossen

Ein Sechsjähriger ist nach Schüssen auf das fahrende Auto seiner Mutter auf einer Schnellstraße in der US-Stadt Orange gestorben. Der mutmaßliche Schütze sei unmittelbar nach der Tat am Freitagmorgen auf dem Freeway 55 in seinem Fahrzeug geflohen, teilte die kalifornische Autobahnpolizei mit. Die Hintergründe seien noch nicht bekannt. Auslöser sei womöglich ein Wutanfall im Straßenverkehr gewesen. Der Junge saß demnach in einem Kindersitz, als er getroffen wurde. Es sei noch unklar, wie viele Schüsse gefallen seien, hieß es weiter. Rettungskräfte brachten den Sechsjährigen in ein Krankenhaus, wo er später für tot erklärt wurde. Die Polizei bat mögliche Augenzeugen um weitere Hinweise.

10.11 Uhr: Stromausfall in München soll am Abend vollständig behoben sein

Nach dem großen Stromausfall in München sollen alle Betroffenen bis spätestens 18 Uhr an diesem Abend wieder Strom haben. Die Arbeiten seien in der Nacht durch heftige Regenfälle erschwert worden, teilten die Stadtwerke (SWM) mit. “Doch nach der Nachtschicht sind die SWM zuversichtlich, bis zum heutigen Samstagmittag die Grundversorgung wieder herstellen zu können.” Eine “Vollversorgung” soll den Angaben zufolge bis spätestens 18 Uhr wiederhergestellt sein.

9.54 Uhr: Zahl der Toten bei Unglück in Kläranlage in Russland steigt auf elf

Nach dem schweren Unglück in einer Kläranlage im Süden Russlands ist die Zahl der Toten auf elf gestiegen. Ein Mensch sei im Krankenhaus gestorben, teilte die Verwaltung der Stadt Taganrog der Staatsagentur Tass zufolge mit. Bei vier Verletzten bestehe weiter Lebensgefahr, hieß es.

Die Menschen erlitten nach Behördenangaben vermutlich eine Methangasvergiftung bei den Arbeiten in der Kläranlage in dem Dorf Dmitriadowka in der Nähe der bei Touristen beliebten Küstenstadt Taganrog am Asowschen Meer. Das Unglück hatte sich am Freitag ereignet. Ermittelt wird wegen möglicher Verstöße gegen die Sicherheitsvorkehrungen. Die genaue Ursache war unklar.

9.26 Uhr: Hacker stehlen Daten von 4,5 Millionen Air-India-Fluggästen

Die Fluggesellschaft Air India ist Ziel einer Hackerattacke geworden, bei der Kriminelle die Daten von etwa 4,5 Millionen Passagieren weltweit gestohlen haben. Namen, Kreditkartennummern und Passinformationen von Air-India-Fluggästen seien unter den entwendeten Daten, teilte Air India mit. Die kompromittierten Server würden gesichert und “externe Spezialisten” für die Datensicherheit einsetzt, gab der Konzern weiter bekannt. 

5.40 Uhr: Drei Tote durch Erdbeben im Südwesten Chinas

Zwei schwere Erdbeben haben China innerhalb weniger Stunden in der vergangenen Nacht erschüttert. Im Südwesten kamen drei Menschen ums Leben. Weitere 27 Menschen wurden verletzt, berichtete die Staatsagentur Xinhua. Das Beben wurde mit einer Stärke von 6,4 gemessen. Das Zentrum des Erdstoßes lag in der Autonomen Region Yangbi Yi in der Nähe des bei Touristen beliebten Ortes Dali.

4.00 Uhr: Großeinsatz der Polizei wegen Demonstrationen an Pfingsten in Berlin

Zwei geplante große Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik am Pfingstwochenende in Berlin bleiben verboten. Nach dem Verwaltungsgericht hat auch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Freitagabend das Verbot bestätigt. Ungeachtet der Gerichtsentscheidung plant die Polizei einen Großeinsatz mit rund 3000 Polizisten am Wochenende. Unterstützung kommt aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Man müsse sich auch darauf einstellen, dass sich Demonstranten nicht an Verbote halten würden, hieß es. 

1.25 Uhr: Fünf Menschen in Amsterdam niedergestochen – ein Toter

In Amsterdam sind am späten Freitagabend fünf Menschen durch Messerstiche teils schwer verletzt worden, eines der Opfer starb noch vor Ort. Nach ersten Berichten der Polizei und der örtlichen Medien wurde ein Verdächtiger festgenommen. Am Tatort trafen mehrere Krankenwagen ein, auch Sanitätshubschrauber sowie ein Polizeihubschrauber kreisten über der Einkaufsstraße im Stadtviertel De Pijp. Die Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Über die Hintergründe der Tat lagen zunächst keine Angaben vor.

0.11 Uhr: Nigerianischer Heeresinspekteur bei Flugzeugabsturz getötet

Der ranghohe nigerianische General Ibrahim Attahiru ist bei einem Flugzeugabsturz getötet worden. Attahirus Flugzeug stürzte am Freitag am internationalen Flughafen Kaduna im Norden Nigerias ab, wie ein Sprecher der nigerianischen Luftwaffe der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Absturzursache war zunächst unklar.

mod / sve DPA AFP

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