Nachwahlbefragung: Kopf-an-Kopf-Rennen nach Wahl in Rumänien

Nachwahlbefragung: Kopf-an-Kopf-Rennen nach Wahl in Rumänien

Die Wahlbeteiligung betrug nur 33 Prozent

Die Wahlbeteiligung betrug nur 33 Prozent

© © 2020 AFP

Bei der Parlamentswahl in Rumänien zeichnet sich einer Nachwahlbefragung zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der pro-europäischen Regierungspartei und den Sozialdemokraten ab.

Bei der Parlamentswahl in Rumänien zeichnet sich einer Nachwahlbefragung zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der pro-europäischen Regierungspartei und den Sozialdemokraten ab. Die liberal-konservative Partei PNL von Ministerpräsident Ludovic Orban kommt auf 29 Prozent der Stimmen, wie aus der am Sonntag nach Schließung der Wahllokale veröffentlichten Umfrage hervorging. Noch vor der Regierungspartei landete mit 30,5 Prozent der Stimmen die oppositionelle Sozialdemokratische Partei (PSD).

Regierungschef Orban könnte dennoch eine Regierung bilden, wenn er mit dem erst kürzlich entstandenen Mitte-Rechts-Bündnis USR-Plus eine Koalition eingeht. Das Bündnis kam laut der Nachwahlbefragung auf fast 16 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung war mit rund 33 Prozent so niedrig wie noch nie bei einer Parlamentswahl. Dies lag an einer weit verbreiteten Politikverdrossenheit und der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Zu dem Urnengang waren mehr als 18 Millionen Menschen aufgerufen.

Orban, der seit einem Jahr eine Minderheitsregierung in Bukarest anführt, hatte im Wahlkampf eine Modernisierung des Landes und eine Fortsetzung seines pro-europäischen Wegs versprochen. Rumänien mit seinen 19 Millionen Einwohnern gehört zu den ärmsten Ländern in der EU.

Offen unterstützt wird Orbans Regierung von Präsident Klaus Iohannis. Am vergangenen Freitag hatte der Staatschef die oppositionelle PSD erneut scharf kritisiert und seine Hoffnung erklärt, dass “Rumänien sich endgültig von jenen trennen wird, die versucht haben, es von seinem europäischen und demokratischen Kurs abzubringen”.

Die PSD steht in der Tradition der kommunistischen Partei und dominierte 30 Jahre lang die rumänische Politik.

AFP

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