Gefrierender Regen: Winterwetter: Es wird noch einmal richtig glatt

Gefrierender Regen Winterwetter: Es wird noch einmal richtig glatt

Winterwetter

Räumfahrzeuge der Stadtreinigung Hamburg sind nach starkem Schneefall auf Hamburgs Straßen unterwegs. Foto: Christian Charisius/dpa

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Ein Ende der frostigen Tage ist nah, aber vorher heißt es noch einmal Vorsicht. Und das nicht nur im Straßenverkehr.

Autofahrer und Fußgänger müssen sich am Morgen nochmals auf schwierige Straßenverhältnisse, Glatteis, Regen und Schnee einstellen.

Für die heutige Nacht rechnet der Deutsche Wetterdienst in Offenbach im Osten und Süden gebietsweise mit gefrierendem Regen oder Sprühregen mit Glatteis. Zudem könne es vielerorts Glätte durch gefrierende Nässe geben.

Für den Osten und Südosten wird anfangs noch etwas Schneefall erwartet, der im Verlauf des Vormittags rasch in Regen übergehen und nachlassen soll. Die frostigen Tage sind dann erst einmal vorbei. Grund ist der Ausläufer eines kräftigen Atlantiktiefs, der allmählich wärmere Meeresluft heranführt.

Vor allem im Norden hatten Schnee und Glätte den Verkehr am Montag stark behindert. In mehreren Landesteilen Niedersachsens kam es zu glättebedingten Unfällen. Die A7 wurde von der Anschlussstelle Göttingen bis zum Rasthof Göttingen in Fahrtrichtung Süden am Abend für einige Zeit gesperrt. Die Streufahrzeuge der Autobahnmeisterei waren im Dauereinsatz, wie die Polizei mitteilte.

Auch der Regionalverkehr der Bahn war mit Ausfällen und Verspätungen betroffen. Auf der B71 zwischen Hemslingen und Brockel kam ein 54-jähriger Autofahrer aus dem Heidekreis ums Leben. Nach bisherigen Erkenntnissen verlor eine 29-jährige am Nachmittag bei einsetzendem Eisregen die Kontrolle über ihren Wagen und geriet auf die Gegenfahrbahn. Die Frau kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

In und um Hamburg sowie in Kiel hat teils starker Schneefall den Bahn- und öffentlichen Nahverkehr gehörig durcheinander gebracht. In Hamburg wurde am Montagabend der Hauptbahnhof laut Bahn kurzzeitig gesperrt. «Fernverkehrszüge werden bis auf Weiteres zurückgehalten. Es kommt zu Halt- und Zugausfällen», twitterte die Deutsche Bahn. Sie riet Reisenden, mehr Zeit einzuplanen und Alternativrouten zu prüfen. Kurz nach 21.00 Uhr sagte ein Bahnsprecher, der Verkehr normalisiere sich, einzelne Züge seien aber weiter verspätet.

Zuvor hatte bereits die S-Bahn Hamburg getwittert, dass es aufgrund des Schneefalls zu Weichenstörungen gekommen sei und es deshalb im gesamten S-Bahn-Netz zu Einschränkungen komme.

In Kiel stellte die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft den Verkehr komplett ein. «Sobald die Straßenlage es zulässt, werden die Busse wieder fahren», teilte das Unternehmen mit.

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) stellten am Montagabend ihren Betrieb vorübergehend ein. Eisregen habe die Straßen spiegelglatt gemacht, teilten die Verkehrsbetriebe mit. Zudem seien die Oberleitungen der Straßenbahnen binnen weniger Minuten mit einem Eispanzer überzogen worden. Die Straßenbahnen blieben daher an den Haltestellen stehen, die Busse hätten aus Sicherheitsgründen das Depot angesteuert. Gegen 22.50 Uhr hieß es dann: «Der Verkehr rollt wieder.»

dpa

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