Die Morgenlage: Verschärfte Corona-Regeln für Dezember treten ab heute in Kraft

Die Morgenlage Verschärfte Corona-Regeln für Dezember treten ab heute in Kraft

Ein Radfahrer fährt an zusammengestellten Stühlen von Gastronomiebetrieben vorbei

Gaststätten und Restaurants sollen weiter geschlossen bleiben. Mindestens bis 20. Dezember müssen die Deutschen durchhalten, zum Teil gibt es sogar leichte Verschärfungen. 

© DPA

Wintereinbruch in Teilen Deutschlands führt zu Glatteisunfällen +++ Leichtes Erdbeben erschüttert Teile der Schwäbischen Alb +++ Trumps umstrittener Gesundheitsberater Scott Atlas tritt zurück +++ Die Nachrichtenlage am Dienstagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

ab heute treten die verschärften Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern in den meisten Bundesländern in Kraft. So sollen etwa private Zusammenkünfte von zuvor zehn auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt werden. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Auch die maximale Kundenzahl in großen Geschäften wie Supermärkten wird stärker begrenzt. Zudem hat pünktlich zum Dezemberstart der Winter in Teilen Deutschlands Einzug gehalten. In Hessen und Rheinland-Pfalz hat es in der Nacht zum Dienstag teils heftig geschneit, was besonders in Hessen für zahlreiche Unfälle sorgte.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Neue Corona-Regeln: Verschärfte Dezember-Beschlüsse in Kraft getreten

Strengere Kontaktbeschränkungen im Dezember, Lockerungen über Weihnachten – die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Corona-Regeln sind am Dienstag in den meisten Bundesländern in Kraft getreten. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben damit geschlossen. Zusätzlich sind private Zusammenkünfte ab sofort auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre werden hier nicht mitgezählt. Im November waren meist noch Treffen mit bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten erlaubt.  Auch die maximale Kundenzahl in großen Geschäften wie Supermärkten wird stärker begrenzt. 

Zu den Dezember-Beschlüssen zählt unter anderem, dass der bereits geltende Teil-Lockdown bis 20. Dezember verlängert wird. “Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung”, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten betont. 

Mit der Verlängerung der Maßnahmen soll eine Überbelastung der Krankenhäuser verhindert werden. “Die Zahl der Patienten steigt zwar noch, aber nicht mehr so stark wie noch vor zwei Wochen. Wenn das so bleibt, wäre die Entwicklung für die Kliniken beherrschbar”, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft Gerald Gaß der der “Passauer Neuen Presse” (Dienstag).

Wintereinbruch in Teilen Deutschlands führt zu Glatteisunfällen

Pünktlich zum Dezemberstart hat der Winter in Teilen Deutschlands Einzug gehalten. In Hessen und Rheinland-Pfalz meldeten die Innenministerien in der Nacht zum Dienstag teils starke Schneefälle. Insbesondere in Hessen kam es dabei zu mehreren Dutzend Unfällen mit mehreren Schwerverletzten auf den Straßen. Auch in Baden-Württemberg machte das Wetter dem Verkehr zu schaffen. Rund um Pforzheim etwa zählte die Polizei bis zum frühen Dienstagmorgen acht Unfälle wegen Glätte. Im südlichen Niedersachsen verunglückten mehrere Fahrzeuge wegen Glatteis auf der Autobahn 7. Auch in höheren Lagen in Thüringen fielen in der Nacht die ersten Flocken – so wurde etwa der Wintersportort Oberhof im Thüringer Wald in glitzerndes weiß gehüllt.

Leichtes Erdbeben erschüttert Teile der Schwäbischen Alb 

Auf der Schwäbischen Alb hat es am frühen Dienstagmorgen ein leichtes, aber spürbares Erdbeben gegeben. Das Zentrum des Bebens mit einer Stärke von 3,7 lag westlich von Burladingen (Zollernalbkreis), wie der Erdbebendienst Südwest mitteilte. Die Erdstöße um 0.25 Uhr seien vermutlich in einem Umkreis von 30 Kilometern zu spüren gewesen. Das Lagezentrum des Innenministeriums in Baden-Württemberg berichtete von mehreren besorgten Anrufen aus der Region. Auch ein Riss in einer Straße sei gemeldet worden. Größere Schäden oder gar Verletzte habe es aber nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. In der Gegend kommt es immer wieder zu leichteren Erdstößen.

Trumps umstrittener Gesundheitsberater Scott Atlas tritt zurück

Ein besonders umstrittener Gesundheitsberater von US-Präsident Donald Trump ist zurückgetreten. Scott Atlas, der seit August dem Corona-Krisenstab des Weißen Hauses angehörte, gab seinen Rücktritt am Montag bekannt. Der 65-jährige Neuroradiologe stand immer wieder in der Kritik, unter anderem weil er die Wirksamkeit von Masken zur Eindämmung des Coronavirus anzweifelte. Atlas veröffentlichte sein auf den 1. Dezember datiertes Rücktrittsschreiben im Onlinedienst Twitter. Zuvor hatten bereits der Fernsehsender Fox News und andere US-Medien daraus zitiert. Atlas erklärte in dem Schreiben, er habe als Mitglied des Corona-Krisenstabs hart auf ein einziges Ziel hingearbeitet: “Leben zu retten und den Amerikanern durch diese Pandemie zu helfen.” Dabei habe er sich immer auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Beweise gestützt – “ohne politische Überlegungen oder Einflussnahme”.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Beratungen der Außenminister der Nato-Staaten

Thema bei der Videokonferenz sind u.a. die Zukunft des Nato-Einsatzes in Afghanistan und die Bemühungen um eine Stärkung der politischen Dimension der Nato. Grundlage der Beratungen über die Stärkung der politischen Dimension wird der Bericht eines Expertengremiums sein, das von dem früheren deutschen Innenminister Thomas de Maizière und Wess Mitchell geleitet wurde.

Plädoyers der Nebenklage im Prozess zum rechtsterroristischen Anschlag von Halle

Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle sollen nach der Bundesanwaltschaft nun die Vertreter der Nebenklage ihre Schlussvorträge halten. Am 22. Prozesstag können am Dienstag (9.30 Uhr) die ersten der 21 Anwältinnen und Anwälte mit ihren Plädoyers beginnen. Sie vertreten 45 Überlebende und Hinterbliebene, die sich als Nebenkläger am Prozess beteiligt haben. Der Attentäter hatte am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in der Synagoge in Halle ein Blutbad anzurichten. Er schoss auf eine Holztür und warf Sprengsätze. Als es ihm nicht gelang in die Synagoge einzudringen, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau. Im Anschluss tötete er in einem nahen Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Mann. Angeklagt ist der 28 Jahre alte Stephan Balliet aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz.

Sachverständige sagen in Lübcke-Prozess aus

Im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sagen an diesem Dienstag (10.00 Uhr) zwei Sachverständige aus. Die beiden Experten des Hessischen Landeskriminalamts hatten in den vergangenen Wochen schon einmal eine Aussage vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt gemacht. Es handelt sich um einen Sachverständigen für DNA und einen Sachverständigen für Waffen. 

Bundesagentur für Arbeit gibt Statistik für November bekannt

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht am Dienstag (10 Uhr) die Arbeitsmarkt-Statistik für November. Fachleute rechnen damit, dass der Teil-Lockdown keine gravierenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zeigen wird. Allerdings lassen sich diese auch nur teilweise an den November-Zahlen ablesen. Stichtag für die Erhebung war der 11. November, nur neun Tage nach Beginn der neuen Corona-Maßnahmen.

Gladbach kann Achtelfinale der Champions League perfekt machen

Borussia Mönchengladbach hat im Fußball-Klassiker gegen Inter Mailand (21 Uhr/DAZN) die große Chance auf den erstmaligen Einzug in das Achtelfinale der Champions League. Mit einem Sieg wäre die Mannschaft von Marco Rose sicher weiter, womöglich reicht aber schon ein Unentschieden. Weniger spannend geht es im zweiten deutschen Spiel zu. Der FC Bayern steht bereits vor dem Spiel bei Atlético Madrid (21.00 Uhr/Sky) im Achtelfinale. Entsprechend kann sich Trainer Hansi Flick den Luxus erlauben, Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Leon Goretzka beim Spiel in Spaniens Hauptstadt zu schonen.

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Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

jek DPA AFP

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